Bertolt Brecht: Das Stück „Die Mutter“

Brecht - Die Mutter - Musik Hanns Eisler - nach Motiven aus Gorkis Roman - Berliner Ensemble-Plakat

Anlässlich des 100. Jahrestages der Großen Sozialistischen Oktoberrevolution in diesem Jahr, sowie dem 100. Jahrestag der Novemberrevolution in Deutschland und dem 200. Geburtstag des großen Lehrers des internationalen Proletariats, Karl Marx, im nächsten Jahr 2018, wäre es notwendig, Bertolt Brechts Lehrstück „Die Mutter“ wieder auf die Straßen und Bühnen in der BRD zu bringen. Warum das Stück „Die Mutter“ von Bertolt Brecht ein Meisterwerk kommunistischer Agitation und Propaganda ist, erklärt der Autor in seinem Artikel Das Stück „Die Mutter“ (In: Bertolt Brecht, Gesammelte Werke (in 20 Bänden) 17, Frankfurt/Main, 1990, S. 1070-1075) selbst:

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Bertolt Brecht: Das Stück „Die Mutter“

Das Stück „Die Mutter“ wurde im Januar des Jahres 1932 in Berlin aufgeführt. Die Aufführung war in mehrfacher Hinsicht bedeutungsvoll. Zusammen mit hochqualifizierten ersten Schauspielern des bürgerlichen Theaters spielten Mitglieder proletarischer Agitproptruppen. Der szenische Rahmen war von großer Einfachheit, stellte aber zugleich mit seinem Verzicht auf jede Illusion – es gab weder richtige Zimmer noch Straßen, nur einfache Leinwandwände, auf denen Texte und Zitate standen – große Anforderungen an das Denken des Publikums. Alles Russische war in Kostüm und Dekoration vermieden. Die einzelnen Szenen wirkten wie Gleichnisse. Was vorgezeigt wurde, konnte in vielen Ländern vorgehen, überall, wo Zustände und Bewegungen wie die eben geschilderten vorkamen. Das Stück selber, eine Nachdichtung des Gorkischen Romans „Die Mutter“, ist im Stil der Lehrstücke geschrieben und war ein Stück antimetaphysischer, materialistischer, nichtaristotelischer Dramatik, also von einem sehr hochentwickelten Typus, dramatisch betrachtet. Zu seiner Herausarbeitung haben sehr komplizierte Erwägungen und langjährige Theaterexperimente geführt. Die Gedankengänge, die zu nichtaristotelischer Dramatik führten, waren beeinflusst von Gedankengängen einiger Wissenschaften, wie der neueren Psychologie, der empirischen Philosophie der Physiker und so weiter, und es ist kein Zufall, dass gerade dieser Typus der Dramatik auf dem Gebiet der Politik von jener Bewegung eingesetzt wurde, die die höchstentwickelte, am weitesten fortgeschrittene politische Bewegung unserer Zeit darstellt, der marxistisch-proletarischen Bewegung. Die Aufführung der „Mutter“ wurde von großen proletarischen Organisationen herausgebracht. Sie verfolgte den Zweck, ihre Zuschauer gewisse Formen des politischen Kampfes zu lehren. Sie wandte sich hauptsächlich an Frauen. Etwa 15.000 Berliner Arbeiterfrauen wohnten der Aufführung des Stückes bei, das Methoden des illegalen revolutionären Kampfes demonstriert.

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Bert Brechts DIE MUTTER – ein leuchtendes Stück kommunistischer AgitProp

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Bertolt Brechts Stück „DIE MUTTER. Leben der Revolutionärin Pelagea Wlassowa aus Twer“ (Nach dem Roman Maxim Gorkis) ist ein glänzendes Beispiel für kommunistische Agitation und Propaganda. Es entstand im Jahre 1931. „DIE MUTTER“ mit einer Musik von Hanns Eisler ist die Dramatisierung des Romans von Maxim Gorki. Die erste Aufführung fand 1932 am Todestag der großen Revolutionärin Rosa Luxemburg statt. Der vollständige Text findet sich u.a. in Bertolt Brecht, Gesammelte Werke (in 20 Bänden) 2, Stücke 2, Frankfurt am Main, 1990, S. 823-906 sowie in diversen Einzelausgaben, die antiquarisch billig zu besorgen sind.

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Hier ist ein neuer Link zu einer Quelle der Lieder und Chöre von Hanns Eisler aus Bert Brechts Stück „DIE MUTTER“ (Link). Das Original u.a. mit Aufnahmen des Sängers Ernst Busch ist meines Wissens nicht im Internet zu finden. Es ist auf nur auf der Schelack-Platte (Berliner Ensemble – Die Mutter (Bertolt Brecht, Hanns Eisler, Ernst Busch, ETERNA, 1951) vorhanden. Eine Ausnahme bildet der „Bericht vom 1. Mai 1905“ mit Ernst Busch und Helene Weigel (Link).

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Dev-Genc: STELLUNGNAHME ZU DEM BEWAFFNETEN ÜBERFALL AUF UNSEREN GENOSSEN ORHAN DENIZ BATASUL IN DORTMUND

Kein automatischer Alternativtext verfügbar.
 Stellungnahme von Avrupa Dev-Genc

Heute, am 28.06.2017, wurde unser Freund und Genosse Orhan Deniz Batasul in Dortmund gegen 11 Uhr von zwei unbekannten Personen attackiert. Die beiden Angreifer verfolgten Orhan Deniz bis in einen Park, wo sie ihn von hinten überwältigten und ihm ein Messer an den Rücken hielten. Sie drohten ihm in türkischer Sprache, ihn zu erstechen, sollte er sich wehren. Nachdem sie ihn in eine unbemerkte Stelle brachten, folterten sie ihn, indem sie sein Geschlechtsorgan quetschten. Sie fragten ihn nach bestimmten Persönlichkeiten und foderten vollständige Kooperation. Zudem sagten sie, dass dies das zweite Mal sei und er das dritte Mal nicht überleben würde. Orhan Deniz wurde vor einigen Monaten auf offener Straße von ihm unbekannten Beamten des Verfassungsschutzes aufgehalten und mit Namen angesprochen. Sie forderten ihn damals ebenfalls zur Kooperation auf. Als Orhan Deniz sich Heute zur Wehr setzen wollte, verletzte einer der Angreifer ihn mit einem Messer am Bauch und trat auf ihn ein. Die Angreifer verließen daraufhin den Tatort und ließen Orhan Deniz ohne weiteres liegen.

Dieser Einschüchterungsversuch ist nicht der erste. Erst vor einigen Monaten wurde einer unserer Genossen in Hamburg von Verfassungsschutzagenten auf offener Straße angehalten. Auch hier sprachen die Agenten ihn direkt mit Vornamen an und redeten über familiäre Probleme, die er erlebt. Sie boten ihm Lösung für diese Probleme an, im Gegenzug forderten sie seine Kooperation. Diese Methode ist bewährt. Durch den Überraschungseffekt und durch das Vorgaukeln, man würde alles über die Person wissen, erzeugt der Verfassungsschutz ein Moment der Einschüchterung. Im vergangenen Monat wurden 3 unserer Genossen 3 Mal innerhalb einer Woche von Polizisten aufgehalten. Die Polizisten sagten Dinge wie „wir kennen euch“, „welches Verhältnis habt ihr zum Wagenbesitzer“, „seid ihr FETÖ Mitglieder?“. Auf diese Weise versucht man, Revolutionäre Jugendliche einzuschüchtern, sie von revolutionärer Arbeit zu fernzuhalten.

Wir fragen: Sind die beiden Angreifer 2 der vermeintlich 3000 MIT (türkischer Geheimdienst) Agenten in Deutschland, die laut Welt am Sonntag und Bundesanwaltschaft damit beauftragt sind, türkische Oppositionelle und Revolutionäre in Deutschland mundtot zu machen? Woher wissen sie von dem Anquatschversuch des Verfassungsschutzes vor einigen Monaten? Oder setzt das Amt für Verfassungsschutz mittlerweile auch türkische Faschisten ein, um Oppositionelle, Antifaschisten und Revolutionäre aus der Türkei einzuschüchtern? Wir sagen: Eure Festnahmen, Verfolgungen, Anquatschversuche, Morddrohungen und Messerattacken schüchtern uns nicht ein. Hätten wir Angst vor dem Tod, wären wir keine Revolutionäre. Auch unser Tag wird kommen.

WIR FORDERN EUCH AUF, EURE HUNDE ZURÜCKZUHALTEN!
WIR WERDEN DEN ANGRIFF AUF UNSEREN GENOSSEN NICHT OHNE WEITERES STEHEN LASSEN!
NIEDER MIT DEM IMPERIALISMUS UND DEM FASCHISMUS, ES LEBE UNSER WIDERSTAND!

Revolutionäre Jugend/Avrupa Dev-Genc
28.06.2017

Quelle

110. Hungerstreiktag in der Türkei – akute Lebensgefahr für Nuryie Gülmen und Semih Özakca

hs turkey
Die beiden inhaftierten Lehrer/innen Nuryie Gülmen und Semih Özakca sind in der Türkei im Hungerstreik gegen ihre willkürliche Entlassung aus dem öffentlichen Dienst.

Hier spiegle ich einen Beitrag von Radio Aktiv Berlin (Quelle):

Am Montag, den 26. Juni 2017 versammelten sich Aktivist*innen vor der türkischen Botschaft in der Berliner Tiergartenstrasse 19 – 21, um ihre Solidarität mit den beiden hungerstreikenden gefangenen Lehrer*innen Nuryie Gülmen und Semih Özakca auszdrücken. Radio Aktiv Berlin war vor Ort und sprachen mit Teilnehmer*innen – Beitrag hören

Wie bereits vor zwei Wochen berichtet, befinden sich die beiden Lehrer*innen Nuryie Gülmen und Semih Özakca in der Türkei seit März im Hungerstreik gegen ihre willkürlichen Kündigungen unter der AKP-Notstandsregierung, die jegliche Opposition zum Schweigen bringen will.  Unter absurden Terrorismus-Vorwürfen wurden beide Lehrer*innen  vor ca. 3 Woche verhaftet. Ihnen wird die medizinische Hilfe verweigert, vor allem Vitamin-B Tabletten. Beide stehen bzw. liegen nun wortwörtlich an der Schwelle zum Tod, während die türkischen Behörden schweigen.

Beitrag hören

Weiterhin spiegle ich einen Beitrag der Anatolischen Föderation Deutschland zum gleichen Thema (Quelle):

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Lenin – Auf dem Weg zum roten Oktober!

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Der Erste Gesamtrussische Kongress der Sowjets der Arbeiter- und Soldatendeputierten tagte in Petrograd vom 3. bis 24. Juni (16. Juni bis 7. Juli) 1917. An dem Kongress nahmen mehr als 1000 Delegierte teil. Die Bolschewiki, die damals in den Sowjets in der Minderheit waren, wurden von 105 Delegierten vertreten. Die Mehrheit hatten die Sozialrevolutionäre und Menschewiki. Auf der Tagesordnung des Kongresses standen die Fragen: die Stellung zur Provisorischen Regierung, der Krieg, die Vorbereitung zur Konstituierenden Versammlung u. a. Lenin sprach auf dem Kongress über die Stellung zur Provisorischen Regierung und über den Krieg. Die Bolschewiki legten zu allen wesentlichen Fragen ihre eigenen Resolutionen vor. Sie zeigten den imperialistischen Charakter des Krieges, die Verderblichkeit des Paktierens mit der Bourgeoisie und forderten den Übergang der gesamten Staatsmacht in die Hände der Sowjets. In seinen Beschlüssen stellte sich der Kongress auf die Position der Unterstützung der Provisorischen Regierung, billigte die von ihr vorbereitete Offensive der russischen Truppen an der Front und sprach sich gegen den Übergang der Staatsmacht an die Sowjets aus. Daher wird hier der erste Teil der Rede von W.I. Lenin auf dem I. Gesamtrussischen Kongress der Sowjets der Arbeiter- und Soldatendeputierten „REDE ÜBER DIE STELLUNG ZUR PROVISORISCHEN REGIERUNG“ (4.(17.) Juni 1917) abgedruckt (Lenin-Werke Band 25, S. 3-15):

WI Lenin

W.I. Lenin:

REDE ÜBER DIE STELLUNG ZUR PROVISORISCHEN REGIERUNG

4.(17.) Juni 1917

Genossen, in der mir eingeräumten beschränkten Redezeit werde ich – und ich denke, daß das am zweckmäßigsten ist – nur auf die wesentlichen grundsätzlichen Fragen eingehen können, die der Referent des Exekutivkomitees und die Redner nach ihm aufgeworfen haben.

Die erste und grundlegende Frage, vor der wir stehen, ist die Frage: Wo befinden wir uns, was sind diese Sowjets, die jetzt zum Gesamtrussischen Kongreß zusammengetreten sind, was ist diese revolutionäre Demokratie, von der man hier so maßlos viel spricht, um zu vertuschen, daß man sie überhaupt nicht begreift, daß man sie restlos preisgibt. Denn vor dem Gesamtrussischen Kongreß der Sowjets von revolutionärer Demokratie zu sprechen und das Wesen dieser Körperschaft, ihre klassenmäßige Zusammensetzung und ihre Bedeutung in der Revolution zu vertuschen, kein Sterbenswörtchen davon zu sagen, gleichzeitig aber auf die Bezeichnung Demokrat Anspruch zu erheben, das ist sonderbar. Man entwirft uns das Programm einer bürgerlichen parlamentarischen Republik, wie sie seit jeher in ganz Westeuropa anzutreffen ist, man malt uns ein Programm von Reformen aus, die jetzt von allen bürgerlichen Regierungen, auch von unserer, anerkannt werden, und gleichzeitig redet man von revolutionärer Demokratie. Wem wird das gesagt? Den Sowjets. Nun aber frage ich Sie, gibt es in Europa ein Land, ein bürgerliches, demokratisches, republikanisches Land, in dem etwas vorhanden wäre, was diesen Sowjets gleicht? Sie werden darauf mit Nein antworten müssen. Nirgends existiert, nirgends kann eine derartige Körperschaft existieren, denn eins von beiden: entweder eine bürgerliche Regierung mit jenen Reform„plänen“, die man uns entwirft und die dutzendemal in allen Ländern vorgeschlagen wurden und auf dem Papier geblieben sind, oder jene Körperschaft, an die man jetzt appelliert, jene „Regierung“ neuen Typs, die von der Revolution geschaffen wurde und für die es in der Geschichte nur zu Zeiten des größten Aufschwungs der Revolutionen Beispiele gibt, wie 1792 und 1871 in Frankreich und 1905 in Rußland.

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Anuradha Gandhi – Faschismus, Fundamentalismus und Patriarchat

Anuradha Gandi
Anuradha Gandhi – Kämpferin und Theoretikerin der Kommunistischen Partei Indiens (maoistisch) (1954-2008)

 

Dieser Artikel wurde unter dem Pseudonym Avanti in People’s March im März 2003 veröffentlicht. (Quelle der deutschen Übersetzung):

Genau ein Jahr nachdem das Blutbad in Gujarat begonnen hat, hat sich das Land noch immer nicht vom Schrecken der Ereignisse erholt. Der erwartete Sieg Narendra Modis in den Parlamentswahlen hat die Position der Kräfte der Hindutva-Faschisten weiter gestärkt, nicht nur in Gujarat, sondern auch im ganzen Land. Umso wichtiger ist es nun, die Strategie der Hindutva-Kräfte und die Lehre von Gujarat neu zu analysieren.

Die Agenda der hindutva-faschistischen Kräfte ist politisch. Ihre Strategie ist eine möglichst grosse politische Mobilisierung der hinduistischen Massen und ihr Ziel ist die Errichtung einer Hindu Rashtra (Nation). Die aktuelle Wachstumsphase der Hindu-Faschisten hängt mit der neoliberalen Wirtschaftspolitik der frühen 1980er Jahren zusammen. Und die aggressive Politik der Wirtschaftsreformen und Globalisierung der 1990er wird begleitet von der aggressiven Politik von Hindutva. Der Grund dafür ist nicht weit weg zu finden: Die Politik der Wirtschaftsreformen führten zur extremen Verarmung nicht nur eines grossen Teils der Massen, sondern sogar eines beträchtlichen Teils der Mittelklasse. Deshalb musste die Aufmerksamkeit der Bevölkerung dringend von der Massenarmut abgelenkt werden, indem sie gegen Muslime und andere Minderheiten aufgebracht wurde. Daneben wurde versucht, die Wut der Massen gegen die eklatante Kapitulation gegenüber den Imperialisten, insbesondere der USA, durch einen falschen Nationalismus abzulenken, der aus Slogans über kulturellen Nationalismus und Hindu Rashtra bestand.

Die extreme und dauerhafte Polarisierung der Hindugesellschaft in Gujarat entlang von religiösen Linien, die schamlose Zuversicht, mit der die Angriffe, Plünderungen und Morde ausgeführt wurden und die aktive Teilnahme eines Teils der Frauen der oberen Kasten zeigen, dass die hindutva-faschistischen Kräfte erfolgreich ihre Agenda in Gujarat vorwärtstreiben konnten. Sie schafften es, einen Teil der Hindumassen für ihre Ideologie einzunehmen und sie mit dem Ziel der Hindu Rashtra zu erfüllen. Der Schrecken für die unterdrückten Teile – die unteren Kasten, Frauen, insbesondere Frauen von Minderheiten und die Armen – muss nicht erwähnt werden.

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31. Jahrestag des Tags des Heldentum

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Hier spiegele ich einen wichtigen Beitrag von der Internetseite http://www.demvolkedienen.org (Quelle) zum 19. Juni, dem 31. Jahrestag des Tags des Heldentums. Am 18. Juni 1986 rebellierten die Gefangenen der Kommunistischen Partei Perus in den drei Gefängnissen Frontón, Lurigancho und Callao gegen den Völkermord der peruanischen Reaktion, mit der sie versuchte, den Volkskrieg zu vernichten. Am 19. Juni wurden über zweihundertfünfzig Gefangene von der peruanischen Reaktion ermordet, wobei sie gegen die Genossen auf El Frontón einen Zerstörer einsetzten.
Diese Kriegsgefangenen formten die monumentale Trilogie der leuchtenden Schützengräben des Kampfes von Frontón, Lurigancho und Callao, einem historischen Meilenstein, der Tag des Heldentums.

Wir zitieren hierzu aus der gemeinsamen Erklärung marxistisch-leninistisch-maoistischer Parteien und Organisationen aus dem Jahr 2016:

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Internationale Solidarität für die Maruti-Suzuki-Arbeiter in Indien weiter notwendig

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Am 18. März 2017 sind 13 Arbeiter von Maruti-Suzuki in Indien zu lebenslanger Haft verurteilt worden. 18 Arbeiter erhielten Haftstrafen zwischen zwei und fünf Jahren. Sie waren angeklagt, weil im Zusammenhang mit einem erbitterten Arbeitskampf gegen das Leiharbeitersystem 2012 ein Manager der Firma ums Leben kam. Deshalb sollten die Arbeiter ursprünglich sogar zum Tode verurteilt werden.

In ganz Indien entwickelt sich eine breite Solidaritätsbewegung, die von verschiedenen Gewerkschaften getragen wird. So gab es am 1. Mai einheitlich in ganz Indien die Forderung „Freiheit für die Maruti 13“. Als verschärfende Reaktion auf die sich ausbreitenden Proteste plant jetzt die Regierung des Bundesstaates Haryana Revision gegen den Freispruch von 117 Maruti-Suzuki Arbeiter einzulegen. Außerdem wollen sie die Urteile gegen die verurteilten Arbeiter wegen „Aufruhr“ verschärfen! Die Regierung von Haryana wird von der Hindu-faschistischen Partei BJP (Bharatiya Janata Party) gestellt, die auch die Zentralregierung stellt. Die Unterdrückung der Arbeiter ist Ausdruck der besonderen reaktionären, faschistischen Politik der Modi-Regierung zur Durchsetzung der wirtschaftlichen und politischen Ziele des alten indischen Staates. Erst vor wenigen Tagen wurde Modi mit allen Ehren von der deutschen Kanzlerin Angela Merkel empfangen. Der erneute Angriff auf die Maruti-Suzuki-Arbeiter ist Anlass, die internationale Solidarität mit den verurteilten Maruti-Suzuki-Arbeitern zu verstärken. Achtet auf Meldungen auf der Webseite der Gewerkschaft der Maruti-Suzuki-Arbeiter:

http://www.marutisuzukiworkersunion.wordpress.com

Internetseite des PROLETARISCHEN FEMINISMUS

RFK Webseite

Ich möchte an dieser Stelle auf die neue Internetseite rotesfrauenkomitee.wordpress.com die diese Woche online gegangen ist, aufmerksam machen. Genossinnen stellen dort eine große Anzahl an Dokumenten, Informationen, Flugblättern und aktuellen Nachrichten zur Verfügung und finden klare Antworten auf die Fragen wofür es Proletarischen Feminismus braucht, was die Haltung von Maoistinnen zum 8. März ist oder wie man sich am besten gegen das Patriarchat organisiert.

Die Durchsetzung des Maoismus und des Proletarischen Feminismus ist in der imperialistischen BRD von entscheidender Bedeutung. Denn die Bourgeoisie möchte verewigen, dass die Frau als ein minderwertiges Wesen, als Heimchen am Herd , als „Familienmanagerin“, als Sklavin des Mannes ihre Rolle im Kapitalismus übernimmt. Friedrich Engels hat dies bereits 1892 in seiner Schrift „Der Ursprung der Familie, des Privateigentums und des Staates“ auf den Punkt gebracht: „Die moderne Einzelfamilie ist gegründet auf die offene oder verhüllte Haussklaverei der Frau […]“ und weiter „Der Mann muss heutzutage in der großen Mehrzahl der Fälle der Erwerber, der Ernährer der Familie sein […] und das gibt ihm eine Herrscherstellung, die keiner juristischen Extrabevorrechtung bedarf. Er ist in der Familie der Bourgeois, die Frau repräsentiert das Proletariat.“ 

Wie es in dem Dokument „Der Marxismus, Mariátegui und die Frauenbewegung“ (Link) steht, ist der revolutionäre Kampf der Frauen gegen den Kapitalismus unumgänglich, denn „der Kapitalismus ist nur in der Lage, der Frau eine formal-rechtliche Gleichstellung zu geben. Er kann sie keinesfalls emanzipieren.“

Inanc Özkeskin ist unsterblich! Die Mörderpolizisten der AKP haben einen TAYAD-Anhänger ermordet!

Ich spiegele hier eine vom Türkischen übersetze Erklärung der Volksfront zur Ermordung von Inanc Özkeskin (Quelle):

Inanc Özkeskin ist unsterblich!

 Die Mörderpolizisten der AKP haben einen TAYAD-Anhänger ermordet!

In der Nacht des 13. Juni hat die Mörderpolizei der AKP bei einer Häuserrazzia in Kadiköy Inanc Özkeskin, einer unserer TAYAD-Angehörigen ermordet.
Stunden später wurde die Hinrichtung in der bürgerlichen Presse folgendermaßen dargestellt: “Der Terrorist, der ein Attentat auf Minister Süleyman Soylu plante, wurde außer Gefecht gesetzt”.
Wieder erzählt die AKP Lügen.. Inanc Özkeskin ist der Bruder des beim Todesfasten 1996 gefallenen Ilginc Özkeskin und er hat daraufhin die Tradition der Angehörigenorganisation TAYAD, die Stimme ihrer Kinder und Geschwister zu sein, fortgesetzt. Mit der Lüge, er hätte einen Anschlag auf Süleyman Soylu vorbereitet, versuchen sie das Massaker zu legitimieren. Die AKP steht so hilflos gegenüber dem Widerstand da, dass sie sich genötigt sieht, das ganze wie eine Mega-Operation und das Ergreifen eines gesuchten Täters aussehen zu lassen.
Inanc Özkeskin wurde in dem Haus, in dem er gemeinsam mit seiner Mutter und seinem Vater lebt,ermordet. Von dem Haus in dem er durch Schüsse ermordet wurde, ging er täglich Brot kaufen und zur Arbeit. Seit Jahren wohnt er dort mit seinen Eltern und das Haus ist bekannt. Es gibt also keine Organisationszelle, kein Haus, in dem Attentatspläne geschmiedet oder von einer Organisation Befehle gegeben wurden. Das Haus, in dem die Razzia und das Massaker stattfanden, war ein von gewöhnlichen Menschen bewohntes Haus, das allen offiziellen Institutionen bekannt war.
Die Mörderpolizisten der AKP ermorden einfach alle Personen, die sich an demokratischen Aktionen beteiligen, die der Opposition angehören, und beachten dabei keinerlei Gesetze!
Jene, die Dilek Dogan neben ihrer Mutter, Yilmaz Öztürk vor seinem Haus ermordeten, habben nun Inanc Özkeskin in seinem eigenen Haus ermordet.

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