TKP/ML und KKE(m-l) zur Oktoberrevolution

„Der Imperialismus ist der Vorabend der sozialistischen Revolution“

Fast drei Jahrzehnte nach dem Zusammenbruch der Ostblockregime 1989-1991 scheinen die Dinge klarer zu sein für jeden, der die Welt interpretieren und die Verantwortlichkeiten tragen möchte. Der ideologische Deckmantel der „Globalisierung“ , „des Endes der Geschichte“ und „des Klassenkampfes“, der in den imperialistischen Think-Tanks (Denkfabriken) ineinandergeflochten wurde, ist jetzt ausgefranst. Der kapitalistische Sturm und die imperialistische Barbarei und Gewalt fällt auf die Milliarden der werktätigen Volksmassen zurück und zeigt so sein wahres Gesicht.

 

Die strukturelle, gesamte und unheilbare Krise des Systems hat eine neue Runde des Angriffs gegen das Proletariat und das Volk entzündet, die nur mit der Periode der „ursprünglichen Akkumulation“ verglichen werden kann.

 

  1. Die innerimperialistischen Widersprüche und Gegensätze (in der Hauptsache zwischen den USA und Russland) verstärken sich und die Neuaufteilung der Welt. Die Ausweitung der Einflussgebiete, die Kontrolle der Märkte und der Energieförderstrecken beschleunigen den Prozess der Rückeroberung und Dekolonisierung der Welt. Die imperialistischen Kriege und Invasionen, der Wettstreit militärischer und nuklearer Bewaffnung, die militärischen Spannungen in aller Welt und ebenso die ökonomischen – geostrategischen Widersprüche, das allgemeine Ungleichgewicht schaffen eine explosive Mischung, die das Volk mit neuen entsetzlichen Gefahren bedrohen und die Möglichkeit eines allgemeinen Krieges näher bringen.
  2. Der Widerspruch (Hauptwiderspruch) zwischen dem Imperialismus und dem Volk wird durch den Angriff einer Handvoll imperialistischer Länder auf kleinere kapitalistische und abhängige Länder ausgedrückt. Das Ausbluten, das Ausbeuten und der Raub der natürlichen Ressourcen dieser Länder, die Zerstörung ihrer Produktivkräfte, ihre Umwandlung in Basen der Imperialisten, das Zertrampeln jedes Konzeptes der nationalen Souveränität verschärfen die Unterdrückung der Völker und die Ausbeutung wird verdoppelt (durch das Monopolkapital und die lokale Reaktion).
  3. Der Widerspruch zwischen Kapital und Arbeit (Grundwiderspruch) wird durch den Ansturm, die Expansion und Vorherrschaft des parasitären monopolistischen Finanzkapitals verstärkt, welches in der gesamten kapitalistischen Welt mittelalterliche Arbeits- und Sozialbedingungen hervorbringt, um die werktätigen Massen überauszubeuten und seinen unstillbaren Durst nach Profit zu befriedigen.

Der Kapitalismus, in seinem höchsten Stadium und mit mehr als einem Jahrhundert der Geschichte, ist verfaulter als jemals. Er ist beschränkt auf seine eigenen Sackgassen und Widersprüche, er bereitet die reaktionärsten und schwärzesten Tage für die Menschheit vor. Um seine Krise zu bewältigen, verspricht er die Zerstörung der „kreativen Katastrophen“ und neuer Ketten für die Massen und das Proletariat.

 

Aber die Geschichte lehrt uns, dass das Weltproletariat und die Völker, bewaffnet mit der revolutionären Theorie des Marxismus-Leninismus, die Stärke haben diesen Kurs umzudrehen. Die Elenden, die Plebejer, die Unterdrückten und Ausgebeuteten können das Rad der Geschichte vorwärts drehen und neue Seiten hineinschreiben, indem sie die Gesellschaft auf eine höhere Stufe heben, den SOZIALISMUS, durch den revolutionären Sturz des Kapitalismus.

 

Der enorme Beitrag des Bolschewismus , der sich in seinem intensivem Kampf gegen die Verräter der II. Internationale, den parlamentarischen Würmern, die in Sozialchauvinismus verfielen und bürgerliche, imperialistische Agenten wurden, und jede Art des Opportunismus und Reformismus weiterentwickelte, ist allgemein anerkannt in der allgemeinen Schlussfolgerung von Lenin, das „der Imperialismus der Vorabend der sozialistischen Revolution ist“. Heutige Reformisten und Revisionisten, die eben auch fortschrittliche Elemente in dem verfaulten Kapitalismus sehen, wie seine Fähigkeit ein neues Stadium wie die „Globalisierung“ und so weiter zu schaffen, verleugnen diese revolutionäre Wahrheit. Es gibt Thesen, die mit Ausrücken wie „gegenwärtige Welt“, „Sozialismus des 21. Jahrhunderts“ betitelt werden, aber sie sind nichts anderes als Karikaturen und Wiederholungen der geschlagenen anarchistischen und reformistischen Theorien des letzten Jahrhunderts und sie haben in ihrem Kern die Theorie, dass der Kapitalismus nicht gestürzt werden kann. Die andere Seite der selben Münze ist die Theorie des „Überimperialismus“, der eine imperialistische Pyramide ist, in der alle Länder imperialistisch sind und nach ihrer Macht eingestuft werden. Stalin hat den Leninismus sehr passend charakterisiert als den „Marxismus der Epoche des Imperialismus und der proletarischen Revolution. Genauer: Der Leninismus ist die Theorie und Taktik der proletarischen Revolution im allgemeinen, die Theorie und Taktik der Diktatur des Proletariats im besonderen.“ Der frühe Kapitalismus hat seine eigenen Totengräber geboren. Der Monopolkapitalismus hat die materiellen objektiven Bedingungen für die Durchführbarkeit der proletarischen Revolution hervorgebracht und nährt sie. Der Bolschewismus hat den Weg für die „Erstürmung des Himmels“ geöffnet, hat die revolutionären Massen zum Sturz der bürgerlichen Macht, der Errichtung der Diktatur des Proletariats und des Aufbaus des Sozialismus geführt.

Die Festigung des Marxismus-Leninismus wurde (in der Praxis) durch die Theorie bestätigt und wurde (durch die Theorie) in der Praxis belegt und ist die höchstentwickelte Theorie über die Entwicklung der Menschheit und der Gesellschaft. Kurz halten wir einige Punkte fest:

 

  1. Das kapitalistische – imperialistische System ist ein Gesamtsystem, in dem die materiellen Bedingungen für die proletarische Revolution enthalten sind. Dies verneint weder die inneren Widersprüche, noch ist es gegen das fundamentale Gesetz der ungleichen Entwicklung. Im Gegenteil jede Nation ist ein Glied der vereinten Kette des Imperialismus. Auf dieser Basis ist die Frage, welches Kettenglied wird das schwächste sein und imperialistische Kette wird zerbrochen werden. Und dieses Kettenglied ist nicht notwendigerweise das industriell höchstentwickelste Land. Und nicht notwendigerweise dort, wo die Arbeiterklasse die Mehrheit der sozialen Gesellschaftsschichten ist.
  2. Ein kritischer Faktor ist der subjektive Faktor. Dies ist in unseren Tagen die grundlegende Frage. Dies ist die Wiederorganisation der Arbeiterklasse als „Klasse für sich“. Die Entwicklung ihrer revolutionären Einheit, der Kommunistischen Partei.
  3. Die führende Rolle der Arbeiterklasse in einer Gesellschaft begründet sich objektiv aus ihrer Stellung in der Produktion. Dies ist keine arithmetische Frage. Der Prozess, durch den sie als „Klasse für sich“ in Erscheinung tritt, gibt ihr die Fähigkeit das Vertrauen der Volksmassen zu gewinnen, Autorität zu gewinnen, Bündnisse zu schaffen, die Führung in einer sozialen Allianz zu übernehmen und dieser ihren Inhalt zu geben sowie von der Mehrheit des Volkes unterstützt zu werden.
  4. „Die konkrete Analyse der konkreten Situation“ ist notwendig für richtige Einschätzung der „revolutionären Bedingungen“. Daher wird gestern nicht zu früh und morgen nicht zu spät sein.
  5. Es gibt die Möglichkeit einer siegreichen Revolution in nur einem Land. Wir müssen die trotzkistische Niederlage zur Kenntnis nehmen. Sie unterschätzten zuerst die Möglichkeit des Proletariats, ließen es ohne Verbündete, als sie die kleine und mittlere Bauernschaft als reaktionär einschätzten, sie propagierten eine „Welt- und permanente“ Revolution und vertuschten ihre Theorie über den Fehler der Revolution.

 

Heute, ein Jahrhundert nach der Oktoberrevolution und ein halbes Jahrhundert nach der Großen Proletarischen Kulturrevolution (GPKR), müssen die Kommunisten die revolutionären Lehren des Marxismus-Leninismus  auf den Gebieten des Klassenkampfes und des politischen Kampfes aufnehmen und befördern, sie müssen zu einem Wiederaufbau einer Arbeiter-, Volks-, revolutionären, kommunistischen Bewegung beitragen. Unser dringenste internationalistische und notwendigste Aufgabe ist die Stärkung eines antikriegs- und antiimperialistischen Volkskampfes. Wir müssen die Koordination und gemeinsame Aktion befördern, die zu einem Aufbau einer Volksfront gegen Krieg, Imperialismus und Faschismus führt. Eine Front, die Solidarität, Brüderlichkeit, Völkerfreundschaft gegen Nationalismus und Chauvinismus, also auch gegen den Pazifismus, voranbringen wird und die das Banner des proletarischen Internationalismus höher halten wird.

 

Kommunistische Partei der Türkei / Marxistisch-Leninistisch – TKP/ML

Kommunistische Partei Griechenlands (marxistisch-leninistisch) – KKE(m-l)

Oktober 2017

 

Dies ist eine nicht autorisierte Übersetzung des englischen Originals, das auf www.ikk-online.org einsehbar ist. 08.11.2017 – ks

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