Kim Il Sung über den modernen Revisionismus

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Der Genosse Kim Il Sung kennzeichnet schon 1966 (als andere „Kommunisten“ noch die revisionistischen Beschlüsse des XX. und XXII. Parteitag der KPdSU als theoretische „Meilensteine“ priesen) den modernen Revisionismus in seinem Bericht an die Parteikonferenz der Partei der Arbeit Koreas (5. Oktober 1966) „DIE GEGENWÄRTIGE LAGE UND DIE AUFGABEN UNSERER PARTEI“ wie folgt:

„[…] Der heutige Revisionismus revidiert unter dem Vorwand einer „veränderten Situation“ und einer „schöpferischen Entwicklung“ den Marxismus-Leninismus und höhlt sein revolutionäres Wesen aus. Er verneint den Klassenkampf und die Diktatur des Proletariats, predigt die Klassenzusammenarbeit und verzichtet auf den antiimperialistischen Kampf. Der heutige Revisionismus verbreitet auch Illusionen über den Imperialismus und behindert in jeder Weise das revolutionäre Ringen der Völker um soziale und nationale Befreiung.

Natürlich kann der heutige Revisionismus, dem infolge des prinzipiellen Kampfes der marxistisch-leninistischen Parteien bereits ein ernster Schlag versetzt wurde, seiner Niederlage nicht entgehen. Das bedeutet jedoch nicht, dass er schon vollständig überwunden ist. Der heutige Revisionismus bildet immer noch eine große Gefahr in der kommunistischen Weltbewegung. Er zeigt sich vor allem in der Schwäche gegenüber dem Imperialismus und im passiven gegenüber dem revolutionären Ringen der Völker. Deshalb darf man die Auseinandersetzung mit dem heutigen Revisionismus nicht vernachlässigen. […]

Der Umstand, dass die Meinungsverschiedenheiten zwischen den Bruderparteien den Rahmen ideologischer und theoretischer Fragen gesprengt und einen solchen Grad erreicht haben, dass es jetzt schwer ist, sie auszuräumen, erfüllt die Kommunisten der ganzen Welt mit tiefem Schmerz. Wie ernst die Meinungsverschiedenheiten zwischen den Bruderparteien jedoch auch sein mögen, sie sind trotzdem eine innere Angelegenheit des sozialistischen Lagers und der kommunistischen Weltbewegung. Die Meinungsverschiedenheiten dürfen nicht zum organisierten Bruch zwischen den Parteien führen, man muss sie in jedem Fall  – ausgehend vom Wunsch nach Zusammenschluss – durch ideologischen Kampf überwinden.

Kein einziges sozialistisches Land darf aus dem sozialistischen Lager und der kommunistischen Weltbewegung ausgeschlossen werden. Niemand hat das Recht, die Bruderländer und  -parteien extrem bzw. entstellt zu beurteilen und die Ansicht zu vertreten, dass irgendeines der dreizehn sozialistischen Länder außerhalb des sozialistischen Lagers und der kommunistischen Weltbewegung steht. Wir sind der Meinung, dass man bei der Beurteilung der Führung der jeweiligen Bruderländer und -parteien ein Höchstmaß an Sorgfalt üben muss.

Keinesfalls darf man die Beziehungen zwischen den Bruderparteien wie Beziehungen zum imperialistischen Feind betrachten. Selbst dann, wenn die Führung einer Bruderpartei Fehler macht, müssen ihr selbstverständlich die Kommunisten durch kameradschaftliche Kritik wieder auf den richtigen Weg helfen.

Gleichzeitig darf man auf Grund einzelner Entscheidungen, die in dieser oder jenen Weise im gesellschaftlichen Leben der Bruderländer auftreten, keine leichtfertigen Schlüsse über den Charakter dieser Gesellschaft ziehen. Solch ein Charakter wird dadurch bestimmt, welche Klasse an der Macht ist und welche Formen des Eigentums an den Produktionsmitteln bestehen. […]“

Quelle: Kim Il Sung Werke Band 20, Pyongyang, 1984, S. 365-369

 

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Ein Gedanke zu “Kim Il Sung über den modernen Revisionismus

  1. Es gab schon damals tausende Kommunisten, die 1. Den Revisionismus erkannt haben, wie auch mein „Lehrmeister“, und 2. Ihn auch bekämpften; die aber immer stärkeren Repressalien der Revisionisten ausgesetzt waren, bis sie schwiegen.
    Nur Revisionisten, die damals schon Revisionisten waren und heute immer noch welche sind, belogen die Menschen schon damals, das der Revisionismus Sozialismus ist und schwatzen heute was von Leichenfledderei, wenn man eine Analyse ihres Revisionismus vornimmt, und sie belügen die Menschen heute schon wieder, indem sie sich als aufrechte Kommunisten darstellen und die DDR undifferenziert glorifizieren. Für sie ist ihr Revisionismus, noch immer Sozialismus! (sogar Stalin ist wieder gesellschaftsfähig 😊 )
    Sie haben bis 1989 den Sozialismus an die Wand gefahren und ihnen heute nachlaufen, würde bedeutet, sehenden Auges wieder in den Abgrund zu laufen.

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