Abrüsten statt Aufrüsten? Imperialistischer Pazifismus!

Heute am 5. Dezember gehen die Reste der Friedensbewegung unter dem Banner des imperialistischen Pazifismus auf die Straßen und Plätze der Republik. Am Schluss ihres Aufrufs stellt „abrüsten statt aufrüsten“ heraus:

Militär löst keine Probleme. Schluss damit. Eine andere Politik muss her. Damit wollen wir anfangen: Militärische Aufrüstung stoppen, Spannungen abbauen, gegenseitiges Vertrauen aufbauen, Perspektiven für Entwicklung und soziale Sicherheit schaffen, Entspannungspolitik auch mit Russland, verhandeln und abrüsten. Diese Einsichten werden wir überall in unserer Gesellschaft verbreiten. Damit wollen wir helfen, einen neuen Kalten Krieg abzuwenden. Keine Erhöhung der Rüstungsausgaben – Abrüsten ist das Gebot der Stunde(Link: https://abruesten.jetzt/aufruf/ )

Gegen diese Variante des imperialistischen Pazifismus argumentierte schon J.W. Stalin in seinem Referat „Über die Ergebnisse des Juliplenums des ZK der KPdSU(B)“ am 13. April 1928 in Leningrad (Stalin-Werke Band 11, S. 178):

„Somit führen alle diese Gegensätze unvermeidlich zu der einen Hauptgefahr, zur Gefahr neuer imperialistischer Kriege und Interventionen.

Daher ist die Gefahr neuer imperialistischer Kriege und Interventionen die grundlegende Frage der Gegenwart.

Das am weitesten verbreitete Mittel, die Arbeiterklasse einzulullen und sie vom Kampf gegen die Kriegsgefahr abzulenken, ist der heutige bürgerliche Pazifismus mit seinem Völkerbund, mit seinen „Friedens“-predigten, mit dem „Verbot“ des Krieges, mit seinem „Abrüstungs“-geschwätz usw.

Manch einer glaubt, der imperialistische Pazifismus sei ein Instrument des Friedens. Das ist grundfalsch. Der imperialistische Pazifismus ist ein Instrument der Kriegsvorbereitung, er dient zur Bemäntelung dieser Vorbereitung mittels pharisäischer Friedensphrasen. Ohne diesen Pazifismus und ohne sein Instrument, den Völkerbund, ist die Vorbereitung von Kriegen unter den heutigen Verhältnissen unmöglich.

Manche Leute sind so naiv, zu glauben, die Tatsache, daß es den imperialistischen Pazifismus gibt, bedeute, daß es keinen Krieg geben werde. Das ist völlig falsch. Im Gegenteil, wem es um die Wahrheit zu tun ist, der muß diesen Satz umkehren und sagen: Da der imperialistische Pazifismus mit seinem Völkerbund floriert, wird es ganz bestimmt neue imperialistische Kriege und Interventionen geben.

Und das Wichtigste bei all dem ist, daß die Sozialdemokratie der Hauptschrittmacher des imperialistischen Pazifismus in der Arbeiterklasse ist – daß sie folglich bei der Vorbereitung neuer Kriege und Interventionen die Hauptstütze des Kapitalismus innerhalb der Arbeiterklasse ist. Um aber neue Kriege vorzubereiten, genügt der Pazifismus allein noch nicht, auch wenn er, dieser Pazifismus, von einer so bedeutenden Kraft wie der Sozialdemokratie unterstützt wird. Dazu bedarf es noch gewisser Mittel der Unterdrückung der Massen in den Zentren des Imperialismus. Man kann nicht für den Imperialismus Krieg führen, ohne das imperialistische Hinterland zu festigen. Man kann das imperialistische Hinterland nicht festigen, ohne die Arbeiter zu unterdrücken. Und gerade dazu ist der Faschismus da.“

Quelle: J.W. Stalin, Werke Band 11, Berlin/DDR, 1954, S. 178

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