Kim Il Sung über den Zusammenbruch des Sozialismus in der UdSSR

In seinem Gespräch mit dem Vorsitzenden des Komitees zur Beschleunigung der Vereinigung Koreas in der GUS „Unter den Auslandskoreanern aktiv die Bewegung zur Vereinigung des Vaterlandes entfalten“ vom 6. Juni 1993 geht Kim Il Sung auf die Gründe für den Zusammenbruch des Sozialismus in der Sowjetunion (UdSSR) ein (Kim Il Sung Werke Band 44, Pyongyang, 2009, S. 185-190):

[…] Wie Ihnen bekannt, wurde in den letzten Jahren infolge der Machenschaften der Imperialisten und der Verräter am Sozialismus in der Ex-UdSSR und anderen Ländern Osteuropas der Sozialismus vereitelt und der Kapitalismus restauriert, entstand also eine ungewöhnliche Situation. Die UdSSR richtete Gorbatschow zugrunde, aber deren Zersetzung begann in der Zeit Chruschtschows. Unter Berufung auf die Einwände gegen den „Personenkult“ hatte er böswillig Stalin verunglimpft und die Rolle eines Führers in der Revolution abgelehnt. Von jener Zeit an verschwand in der Partei der Sowjetunion das Zentrum der Führungstätigkeit. Wenn eine Partei der Arbeiterklasse dieses Zentrum verliert und nicht von einem Führer geführt wird, ist sie außerstande, die Revolution und den Aufbau in richtiger Weise zu führen, da ihre Kampfkraft gelähmt ist.

Bei jüngsten Gesprächen mit Persönlichkeiten aus europäischen Ländern, die früher in kommunistischen Parteien tätig waren, betone ich mit Nachdruck die Rolle der Partei und des Führers in der Revolution und beim Aufbau und erläutere die gegenseitigen Beziehungen zwischen dem Führer, der Partei und den Massen im Vergleich mit einem Pfirsich. Der Pfirsich hat das Fruchtfleisch, den Stein und dann den Kern. Der Kern ist dem Führer, der Stein der Partei und das Fruchtfleisch den Massen gleich. Die Stärkung der Partei erfordert , mit dem Führer als Zentrum die Massen um die Partei fest zusammenzuschließen. Unsere Partei konnte deshalb zu einer mächtigen Partei werden, wie wir sie heute sehen, weil sie die Einheit und Geschlossenheit des ganzen Volkes mit dem Führer als Zentrum erreicht hat.

Die Ablehnung der Rolle des Führers zielt schließlich darauf ab, die Partei zu zerstören und die Revolution zugrunde zu richten. Im Ergebnis, dass Chruschtschow die Macht ergriff und die Rolle des Führers ablehnte, wurde die KPdSU allmählich kraftlos, man trat gegen die Führung durch die Partei auf, indem man die „Demokratie“ deklarierte. Die KPdSU versäumte so gut wie ganz die ideologische Erziehung ihrer Mitglieder und der anderen Werktätigen. Zumal alleine der materielle Stimulus hervorgehoben wurde, wurden die Menschen zu Knausern, die nur Geld im Sinne haben. Sie ging weder die Partei noch das Vaterland noch das Volk an. Sie waren nur darauf bedacht, Geld zu verdienen, somit ein Auto und eine Datsche zu erwerben und ein Wohlleben zu führen. Und die jungen Mädchen wollten sich nur mit Männern, die ein Auto oder eine Datsche ihr Eigen nannten, verheiraten. Da der ideologische-geistige Zustand der Menschen derart erbärmlich herabsank, konnten sie den reaktionären Charakter der von Gorbatschow dargelegten „neuen Denkweise“ nicht klar erkennen. Die „neue Denkweise“ heißt, dass es heutzutage für sie keinen besonderen Feind gebe und sie daher auch mit den Imperialisten Hand in Hand gehen müssten. Als Gorbatschow unter der trügerischen Losung auf die „neue Denkweise“ laut „Glasnost“ und „Perestroika“ ausrief, nahmen die Sowjetmenschen dies ungerührt auf. So wurde die KPdSU mit 18 Millionen Mitgliedern eines Tages zugrunde gerichtet und die Sowjetunion brach zusammen.

Menschen in der Ex-Sowjetunion, die ernste Lehren aus dem Zusammenbruch der KPdSU und der Sowjetunion gezogen haben, ringen gegenwärtig um den Wiederaufbau des Sozialismus. Sie scheinen jetzt erkannt zu haben, dass der Kapitalismus nicht dem Volk, sondern den Kapitalisten zum Guten gereicht, hatten sie doch die ziemlich bitteren Seiten des Kapitalismus erlebt. Sie müssen sich um eine Formation scharen und aktiv kämpfen, um den Sozialismus wieder aufzubauen.

Zurzeit kommen viele Besucher aus der GUS in unser Land und ermahnen uns dazu, den Sozialismus um jeden Preis zu verteidigen. Dann sage ich ihnen jedes Mal, dass wir das rote Banner des Sozialismus nicht aufgeben, sondern weiter hochhalten und voranschreiten werden, indem wir das Revolutionslied in dem Sinne laut singen – Mögen die Feiglinge fortgehen, wenn sie wollen, wir werden aber die rote Fahne verteidigen. Meines Erachtens könnten sie in nicht ferner Zukunft ihr Ziel erreichen, wenn sie nach Kräften kämpfen. […]

Wer sich näher mit der verräterischen Politik M.S. Gorbatschows befassen möchte, dem sei das Buch von Harpal Brar „Perestrojka. Der vollständige Zusammenbruch des Revisionismus“ empfohlen (Link).

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