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Clara Zetkin: Wider die sozialdemokratische Theorie und Taktik

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Clara Zetkin

Wider die sozialdemokratische Theorie und Taktik

(April 1899)

Die von Freund und Feind mit gleicher Spannung erwartete Schrift Bernsteins [1] zur Kritik der sozialdemokratischen Theorie und Taktik ist kürzlich erschienen. Was die Freunde befürchtet, was die Feinde erhofft, das bestätigt sie mit wünschenswertester Klarheit: die vollzogene Schwenkung des Verfassers nach rechts hin. Wo Bernstein auf Grund seiner jetzigen Überzeugung steht, darüber können sich nach der Veröffentlichung seiner Schrift nur die täuschen, die aus Liebhaberei oder Beruf die Blinden spielen wollen. Was dagegen die Gründe anbelangt, welche die Preisgabe des alten Standpunkts, die Richtigkeit der veränderten Auffassung stützen sollen, so bleibt die Schrift erheblich hinter den Ansprüchen zurück, die man billigerweise an einen Mann von der Fähigkeit, dem Wissen und der Gewissenhaftigkeit Bernsteins stellen durfte. Sie ist in dieser Hinsicht geradezu dürftig und enthält weder neue beweiskräftige Tatsachen noch neue beweiskräftige Gedankengänge. Was Bernstein gegen die Marx-Engelssche Geschichtsauffassung einwendet, was gegen die darauf beruhende Auffassung von den geschichtlichen Kräften, die mit Naturnotwendigkeit zum Sozialismus führen müssen, was in der Folge gegen die prinzipielle Grundlage des sozialdemokratischen Programms und bezüglich der Taktik der Sozialdemokratischen Partei: das alles ist von bürgerlichen Sozialreformlern, Ethikern, Kathedersozialisten usw. wiederholt gesagt worden, zum Teil präziser und besser gesagt worden, als es in der vorliegenden Schrift geschieht.

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Ist die DVRK eine Dynastie? Nein!

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Der Gebrauch des Begriffes „Dynastie“ in Beziehung mit der Demokratischen Volksrepublik Korea (DVRK) ist falsch und irreführend, weil es die DVRK mit Dynastien in kapitalistischen Ländern oder mit feudalen Dynastien wie die Ri-Dynastie gleichsetzt, die das Land an die japanischen Imperialisten ausverkauft haben. Die DVRK wird also unfair in dieser Frage herangezogen. Zum Beispiel lieben es die BBC und eine Menge anderer Medien Indien als die „größte Demokratie der Welt“ herauszustellen, sie ignorieren verzückt die Tatsache, dass Indien seit Jahrzehnten von Mitgliedern der Familie Nehru-Gandhi regiert wurde (einige stellten auch fest, dass Indien ein Kastensystem, Menschenrechtsverletzungen durch Großgrundbesitzer etc., Unterdrückung einiger Organisationen etc. hat). Die USA selbst hat die Bush-Dynastie, die Clinton-Dynastie und in der Vergangenheit die Roosevelts.

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Stellungnahme eines Mitarbeiters des USA-Instituts vom Außenministerium der DVRK

DVRK Plakatkunst 01
DVRK-Plakatkunst (Quelle): Den historischen Sieg beim Aufbau der Atomstreitkräfte zu einem Sprungbrett nehmen und die revolutionäre Generalaktion entfalten!

Der Leiter des Politischen Forschungskabinetts vom USA-Institut des Außenministeriums der Demokratischen Volksrepublik Korea veröffentlichte am 16. Dezember eine Stellungnahme mit folgendem Inhalt:

In vergangenen 6 Monaten seit der Singapurer Gipfelkonferenz zwischen der DVRK und den USA haben die hochrangigen Politiker der USA einschließlich des Außenministers fast jeden Tag unsere Republik böswillig verleumdet. Das Außenministerium und das Finanzministerium der USA erdichteten allerlei Geschichten wie Geldwäsche, gesetzwidriges Geschäft durch Umladung zwischen den Schiffen und Cyber-Angriff und verhängten damit 8 Male die Sanktionen über die Firmen, Privatpersonen und Schiffe der DVRK und des 3. Landes wie Russlands und Chinas.
In der letzten Zeit führten sie die fiktiven, sogenannten Menschenrechtsprobleme im Munde und setzten die hochrangigen Kader der Regierung der DVRK als eines souveränen Staates zusätzlich auf die Liste ihrer separaten Sanktionen, was unverschämte Provokationen bedeuten. So beschäftigen sie sich fieberhaft mit den Menschenrechtskampagnen gegen die Republik.
Unter den langwierigen Verhältnissen der Konfrontation, des Misstrauens und der Feindschaft zwischen der DVRK und den USA können Drohungen, Erpressungen und Drücke gegen den Gesprächspartner selbstverständlich keine Lösung der Probleme sein. Auch die USA müssten es wissen, dass die Lageverschlechterung infolge solcher feindseligen Handlungen für Frieden und Sicherheit sowohl in der Region als auch der Welt nicht nützlich sein wird.
Wenn die hochrangigen Politiker der US-Administration wie des Außenministeriums kalkuliert haben, dass sie durch die beispiellose Verstärkung des Grades der Sanktionen und der Menschenrechtskampagnen gegen uns, die eigentlich mit der Vertrauensbildung nicht zu tun haben, uns zum Verzicht auf Kernwaffen zwingen könnten, dann haben sie sich gewaltig geirrt. Was sie jetzt tun, kann im Gegenteil zu einem von niemandem erwünschten Ergebnis wie zur ewigen Sperre des Weges in Richtung der Entnuklearisierung der Koreanischen Halbinsel führen.
Wir raten den USA. Sie sollen endlich begreifen, dass ihr sogenannter „höchster Druck“ gegen uns wirkungs- und sinnlos ist, und sich aufrichtig um die Erfüllung der Gemeinsamen Singapurer Erklärung zwischen beiden Ländern bemühen.

Quelle: http://www.vok.rep.kp/CBC/index.php?CHANNEL=9&lang=

Video: Vive le Parti Communiste maoïste et les Jeunes Revolutionnaires

https://i2.wp.com/www.demvolkedienen.org/images/BRD/Support_PCM_und_YR_-_Preview_image.jpg

Im Folgenden spiegele ich ein Video, welches von dem Medienkollektiv „Kang Scheng Productions“ an http://www.demvolkedienen.org geschickt wurde, die Material von der „Gelbwesten“-Bewegung in Frankreich und Aufnahmen von militanten Aktionen, die in der BRD zur Unterstützung der maoistischen Kommunistischen Partei Frankreichs und der Jungen Revolutionäre gemacht wurden, gesammelt haben. In Mitten der höchsten „Terrorwarnstufe“ in Frankreich, was natürlich auch seine Auswirkung in der benachbarten BRD fand – mit enorm gesteigerter Polizeipräsenz, willkürlichen Straßensperren und Kontrollpunkten sowie erhöhter Überwachung und Wachsamkeit der Repressionskräfte im Allgemeinen – haben Aktivisten in mehreren Städten eine Reihe von Aktionen zur untersützung des Kampfes unser Klassenbrüder und -schwestern in Frankreich durchgeführt.

Prolétaires de tous les pays, unissez-vous!

Link zum Video von „Kang Scheng“ Productions über die Proteste in Frankreich

Stimmen aus der Vergangenheit – Zum Niedergang der SPD

Nachfolgend spiegle ich hier einen Beitrag, der zuerst auf http://www.die-rote-front.de erschienen ist:

Der Artikel kann hier auch als PDF heruntergeladen werden.

Die „Volkspartei“ SPD geht zugrunde. Im Wahlkampfjahr 2017 wurde sie doch von den bürgerlichen Medien in höchsten Tönen belobigt, welche den „Schulz-Effekt“ erfanden, den es so nie gegeben hat und man SPD sich als eine Art „alternative innerhalb der Regierung“ verkaufte, indem es anfangs (wie übrigens auch wie Jahre 2013) hieß, dass man keine Neuauflage der Großen Koalition wolle und letztendlich sich doch in das Pöstchengerangel stürzte Anfang diesen Jahres. In diesem Jahr holte die Realität die SPD ein. Von Umfragetief, zu Umfragetief, wie bei einem Fass ohne Boden. In der Bundestagswahl erhielt sie 20,5%1 der Stimmen. Lag die SPD im Februar diesen Jahres Umfragen zufolge noch bei 16%2, so ist sie Anfang Dezember auf 13,5%3herabgesunken. Also innerhalb von etwas über einem Jahr seit der Bundestagswahl und grade einmal neun Monate seit dem Zusammentreten der neuen Großen Koalition büßte die SPD also ungefähr ein Drittel des Wahlergebnisses in den Umfragen ein.

Das „Sündenregister“ der SPD

Warum dieser rapide Zerfall der „ältesten Partei Deutschlands“? Die Antwort liegt im Widerspruch zwischen der Demagogie der SPD, welche an die Interessen ihrer Wählerschaft, den Werktätigen, appelliert und den praktischen Taten der Partei. Die SPD gibt vor, die Interessen der Werktätigen zu vertreten und sich um ihre Probleme und Existenznöte zu kümmern, aber in der Praxis betreibt sie eine Linie der Massenverarmung und Faschisierung zusammen mit den anderen bürgerlichen Parteien (wie man beispielsweise in Berlin sehen kann, gehört die Linkspartei genauso zu diesen), allen voran der CDU. Auch die soziale Zusammensetzung der SPD ist für eine Partei, die sich anmaßt die werktätige Bevölkerung zu vertreten, mehr als ungesund. Fast die Hälfte der Partei besteht aus Beamten, während die Lohnabhängigen (hier unterteilt in „Arbeiter“, womit wohl das „klassische“ Industrieproletariat gemeint ist und in „Angestellte“) nicht einmal 50% der Parteimitgliederschaft ausmachen4. Kurz gesagt: Die SPD ist eine Partei der Großbourgeoisie5, die rigoros deren Politik ausführt und sie in „soziale“ Gewänder hüllt, wie beispielsweise das Hartz-IV-System, welches als eine „notwendige Reform des Sozialstaats“ dargestellt wurde, trotz der Rekordprofite der Konzerne. Im Januar 2005 auf dem Weltwirtschaftsforum in Davos sagte Gerhard Schröder unverblümt: Wir haben unseren Arbeitsmarkt liberalisiert. Wir haben einen der besten Niedriglohnsektoren aufgebaut, den es in Europa gibt.“6 Seit Anfang des Jahres steht die Regierung und ganz besonders die SPD unter Druck wegen Hartz IV. Nun wolle man Hartz IV durch etwas anderes ersetzen, aber es bleibt schwammig, wie das genau aussehen soll. Zum einen wäre da, dass man Hartz-IV-Bezieher in kommunale ABM-Maßnahmen steckt7, womit diese wohl auch aus den offiziellen Arbeitslosenzahlen rausfallen. Soll wohl so „Vollbeschäftigung bis 2025“ sich schöngerechnet werden? Zum anderen neuere schwammige Aussagen von einem „Bürgergeld“ durch Nahles8. Die FDP machte vor Jahren den Vorschlag eines „liberalen Bürgergeldes“, was letztendlich auch nur indirekte Subventionen an die Bourgeoisie bedeutet. Dieses lief im Kern auf das Gleiche hinaus, wie die Aufstockerei bei Hartz IV: Vollzeit arbeiten und trotzdem noch Sozialleistungen bis zum Existenzminimum erhalten. Die begriffliche Nähe und sonstige inhaltliche Leere deutet daraufhin, dass es Hartz IV in neuem Gewande sein wird, wie auch der FDP-Vorschlag.

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Walter Ulbricht zur antifaschistischen Einheitsfront

Walter Ulbricht erläutert in seinem „Brief an Georgi Dimitroff“ vom 01. November 1934 seinen Standpunkt in der Debatte um die Schaffung der antifaschistischen Einheits- und Volksfront u.a. mit der Sozialdemokratie im Vorfeld des VII. Weltkongress der Kommunistischen Internationale (der dann auch vom 25. Juli bis 20. August 1935 in Moskau stattfand):

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Walter Ulbricht:

Aus einem Brief an Georgi Dimitroff

(01.11.1934)

[…] Meines Erachtens muss unsere Politik auf die Isolierung sozialdemokratischer Führer gerichtet sein. Das muss geschehen indem wir die sozialdemokratischen Anhänger im Prozess der Schaffung der Aktionseinheit von der Richtigkeit unserer Politik überzeugen. In den genannten Aufsätzen sowie im Aufruf des ZK „An alle sozialdemokratischen Mitglieder, Funktionäre und Gruppen in Deutschland!“ vom Anfang August 1934 wird jedoch die umgekehrt die Vereinigung in den Vordergrund gestellt. Wir orientieren uns faktisch damit nur auf die fortgeschrittensten Gruppen und nicht auch auf jene Massen sozialdemokratischer Anhänger, die vorläufig nur gewillt sind, den nächsten Schritt zu gehen, die Aktionseinheit herzustellen. Wenn Aufhäuser (*) erklärt, „am Anfang steht die Einheit der Tat“, so halte ich es nach wie vor für richtig, ihn und seine Gruppe beim Wort zu nehmen und nicht etwa jene Formulierungen als Ausgangspunkt zu nehmen, über die wir anderer Meinung sind. Selbstverständlich dürfen die Differenzen nicht verschleiert werden, deshalb will ich ja gerade die öffentliche Diskussion. […].

Ich entsinne mich einer Rede von Teddy [gemeint ist Ernst Thälmann] im Berliner Sport-Palast, wo er den SAP-Leuten (**) ein Angebot auf Einheitsfront und zum Übertritt zur Kommunistischen Partei machte. Er stellte sie vor die Aufgabe des Kampfes gegen den Faschismus , zeigte ihnen aber auch die Konsequenzen auf, wenn sie mit der Sozialdemokratie gehen würden. Neumann opponierte mit ähnlichen Argumenten dagegen, wie jetzt die Mehrheit des Politbüros gegen meine Antwort an Aufhäuser. Damals entschied die KI, dass Teddy recht habe. […]

Aus: Walter Ulbricht, Zur Geschichte der deutschen Arbeiterbewegung. Aus Reden und Aufsätzen, Band II Zusatzband, Berlin/DDR, 1966, S. 10-11

(*) und (**) siehe: Walter Ulbricht, ebenda., S. 385

Russlands Kommunisten gegen Putins Rentenreform

Nachfolgend wird hier eine gemeinsame Erklärung russischer Kommunisten zur sogenannten Rentenreform der russischen Putin-Regierung abgedruckt (Quelle):

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GEMEINSAME ERKLÄRUNG der VKP (b) und VKPB (r) im Zusammenhang mit der Rentenreform

Dokumente 13.11.2018
Kameraden! Bürger Russlands:

Ein neuer Angriff auf die Rechte des russischen Proletariats hat begonnen. Die Macht des Kapitals, angeführt von ihrem Garanten Putin, bedroht das Leben eines jeden von uns. Für die Rente im Alter ist die einzige Überlebensquelle. Mit der Anhebung des Rentenalters versucht das bürgerliche Regime unser Leben, das Leben unserer Nachkommen. Jeder, der die Rente erreicht hat, wird vom Staat in Höhe der Rente x 12 Monate x 5 Jahre ausgeraubt. Insgesamt werden im Durchschnitt etwa 1 Million Rubel von einem älteren Bürger Russlands erhalten. Dazu kommt der Betrag, den der Rentner über einen Zeitraum von fünf Jahren festgelegt hat.

„Die Staatskasse wird satt“ – sagen die Klassenfeinde des Proletariats. Das Klassenwesen des bürgerlichen Staates ist den Bolschewiki-Kommunisten gut bekannt. Dies ist ein aggregierter Kapitalist mit einer Regierung – ein bürgerliches Komitee. Und das Regime lässt nicht zu, dass ein Referendum abgehalten wird. Es ist klar, wie das Ergebnis aussehen wird …

Viele hofften und glaubten, dass der gute Zar Putin die Rentenreform abschaffen würde. In diesem Fall entschied sich die Bourgeoisie jedoch als Markthändler. Medwedew und die Duma legen die Messlatte hoch, und Putins List und Demagogie senkt den Preis ein wenig. Genossen Arbeiter! Putin und Kº halten uns für Idioten, sie versuchen, Russland und ihrer Heimat ein Gefühl der Pflicht zu vermitteln. Erinnern wir uns. Keine Rechte ohne Schulden, aber auch keine Schulden ohne Rechte! Und die letzten sozialen Rechte werden uns in diesen Tagen genommen. Oligarchen, Präsidenten, Minister, Senatoren, Duma-Mitglieder und andere Parasiten werden von der Anhebung des Rentenalters nicht betroffen sein. Sie brauchen eigentlich keine Rente.

In Anerkennung der Tatsache, dass es keine Mittel für die Zahlung von Renten gibt, unterzeichneten die Behörden und Putin persönlich in ihrer eigenen Insolvenz, der Insolvenz der „Perestroika“ und des kapitalistischen Entwicklungspfads Russlands seit 1991. Wo sind die versprochenen Vorteile des Privateigentums, seine Wirksamkeit? Privateigentum ist ein legalisierter Raub der arbeitenden Massen, es gibt für die einfachen Menschen keine Vorteile. Wo ist hohe Produktivität? Alles siedelt sich in den Taschen der Oligarchie an. Es ist Zeit, dies zu beenden! Die Produktionsmittel und der Naturreichtum müssen in soziales Eigentum überführt werden. Unter dem Sozialismus, sei es so! Aber der Sozialismus erscheint nicht magisch. Sie müssen den Hauptklassenkampf gewinnen!

Ohne ORGANISATION ist die Arbeiterklasse nichts! Aber was wird das Signal sein, dass wir unsere Stärke nicht vergessen haben, dass der Kapitalismus seine endgültigen Fristen einhält? Allrussischer politischer Streik! Der Streik wird nicht nur Diskussionen über die Erhöhung des Arbeitstages, der Arbeitswoche und des Rentenalters beenden, sondern auch die Arbeiterklasse für den entscheidenden Kampf mit der Bourgeoisie vereinen.

Wir stimmen gegen die Anhebung des Rentenalters durch den Allrussischen politischen Streik!

Schließen Sie sich den Reihen der Kämpfer für Russland frei, sowjetisch, sozialistisch an! Organisation ist unsere Waffe!

Proletarier aller Länder, vereinigt euch!

Kommunistische Partei der Union (Bolschewiki)

Kommunistische Partei der bolschewistischen Revolutionäre

28. 09. 2018

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Prozess-Erklärung von Erhan Aktürk

Nachfolgend wird die Prozesserklärung des wegen mutmaßlicher Mitgliedschaft in der TKP/ML angeklagten Erhan Aktürk abgedruckt. Erhan Aktürk ist einer von zehn Angeklagten in dem seit Jahren geführten Münchner Kommunistenprozess. Hier wird den Angeklagten in einem Verfahren nach § 129 b StGB vorgeworfen mutmaßlich Mitglieder der lediglich in der Türkei verbotenen TKP/ML (Kommunistische Partei der Türkei / marxistisch-leninistisch) zu sein. (Quelle).

07.08.2018 Broschüre zum Münchner Kommunistenprozess erschienen

ERKLÄRUNG ERHAN AKTÜRK

Sehr geehrter Senat,

Ich möchte bezüglich meines Lebenslaufes folgendes erklären.

ich bin am 11.06.1965 in der Kreisstadt Kigi in Kurdistan geboren. Ich entstamme einer kurdischen Familie. Die Grund- und Mittelschule habe ich von 1972 bis 1980 in diesem Landkreis besucht. Mein Vater war in diesem Landkreis als Lehrer tätig. Daher verbrachte ich meine ersten 15 Lebensjahre in Kurdistan im Landkreis Kigi. Die staatliche Repression habe ich in dieser Region, in der ich meine Kindheit verbracht habe, eins zu eins miterlebt, da ich einen beachtlichen Teil meiner Kindheits- und Jugendjahre während der Ausnahmezustands und unter dem Regime des Kriegsrechts verbracht habe. Der Ausnahmezustand stellt in der Republik Türkei keine Ausnahme dar, er ist zu einem Dauerzustand geworden. Von den ersten 64 Jahren der Republik, seit ihrer Gründung, also 1923 bis 1987, wurde die Türkei 26 Jahre lang mit Kriegsrecht unter Militärregimen regiert. Der Ausnahmezustand, der dann im Jahre 1987 verhängt wurde, erstreckte sich über 15 Jahre. Wenn wir den Zeitraum nach dem 15. Juli 2006 dazu addieren, verhält es sich so, dass 43 Jahre der 95 Jahre bestehenden Republik Türkei unter Ausnahmezustandsregimen verbracht wurden. 

Demzufolge ist bei Betrachtung der Geschichte erkennbar, dass es in der Türkei – trotz der Versuche, diese als demokratisch zu präsentieren –  niemals mehr als eine Scheindemokratie gegeben hat. Dies gilt sowohl für die Zeit, in der die Verfassung aus dem Jahre 1961 Gültigkeit besaß, als auch für die Zeit der Verfassung, die nach dem 12. September 1982 verabschiedet wurde. Die faschistischen Militärjuntas sind geradezu zum Schicksal der Völker der Türkei geworden.

In diesem Sinne hoffte das türkische Militär stets auf Lücken im bestehenden System, die ihr diese Möglichkeit boten. In der Tradition, den Staat als heilig und unantastbar darzustellen, wurde der Staat von der Gesellschaft abstrahiert und regelrecht als imaginäres Geschöpf betrachtet, so dass mit vorgeschobenen Gründen – wie der öffentlichen Ordnung – die faschistischen Militärregime, die zu der Vernichtung der Freiheiten und Rechte führten, fortbestehen konnten.

Dabei wurde die Maxime des demokratischen Staatsverständnisses “Der Staat ist für die Gesellschaft da” umgedreht und es herrschte das Verständnis “Die Gesellschaft ist für den Staat da.” Die Freiheiten des Individuums, seine fundamentalen und unverzichtbaren Rechte wurden für ein unantastbares Staatsverständnis geopfert.

Aus dieser Sicht betrachtet sind die Angriffe und Massaker, die von der Republik Türkei bis heute begangen werden das Ergebnis dieses oben erläuterten Verständnisses.

Obgleich nur kurz möchte ich auf einige Ereignisse, die sich während meiner Kindheits- und Jugendjahre in dieser Zeit des Ausnahmezustandes und des Kriegsrechts ereignet haben und zur Entstehung meiner politischen Ansichten beigetragen haben, schildern. Ohnehin ist auch der Sachverständige Neumann teilweise auf diese Ereignisse eingegangen.

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Zehn Voraussagen von Karl Marx, die das 21. Jahrhundert prägen

Im Folgenden wird der Artikel „Zehn Voraussagen von Karl Marx, die das 21. Jahrhundert prägen“ der cubanischen Zeitschrift „Granma Internacional- Deutsche Ausgabe“ (Nr. 6 – Juni 2018, S. 13) über die Aktualität der Marxschen ökonomischen Lehre abgedruckt:

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Zehn Voraussagen von Karl Marx, die das 21. Jahrhundert prägen

Von: Sergio Alejandro Gómez

JEDES Mal, wenn die Alarmglocken einer Wirtschaftskrise läuten, schnellen die Verkäufe der Bücher von Karl Marx in die Höhe. Wenige haben wie dieser deutsche Denker des 19. Jahrhunderts die Funktionsweise des Kapitalismus und dessen Folgen für die Menschheit verstanden.

Obwohl die hegemoniale Maschinerie mit allen Mitteln versucht hat, die Analysen von Marx zu widerlegen und den Tod der Ideen zu verordnen, denen er sein Leben widmete, so hat der Marxismus doch allen Prüfungen der Zeit standgehalten und seine Gültigkeit bestätigt, nicht nur als Methode, um die Welt zu verstehen, sondern als Werkzeug, sie zu verändern.

Nachdem zwei Jahrhunderte nach der Geburt von Karl Marx vergangen sind, präsentiert Granma Internacional zehn Vorhersagen von Marx, die den Rhythmus des 21. Jahrhunderts prägen.

  1. DIE KONZENTRATION UND ZENTRALISIERUNG DES KAPITALS

In „Das Kapital“, seinem größten Werk, definiert Marx die Methode zur Reproduktion der Reichtümer im Kapitalismus und sagte deren Tendenz voraus, sich zu konzentrieren und zu zentralisieren.

Wenn der erste Aspekt sich auf die Anhäufung des Mehrwerts bezieht – das, was die Arbeiter zusätzlich erwirtschaften und was der Besitzer sich aneignet – so betrifft der zweite Punkt den Anstieg des Kapitalvolumens als Folge des Zusammenschlusses verschiedener Kapitale zu einem, fast immer als Ergebnis von Insolvenzen oder Wirtschaftskrisen.

Die Implikationen dieser Analyse sind verheerend für die Verteidiger der Fähigkeit der „blinden Hand des Marktes“, die Reichtümer zu verteilen.

Wie Marx vorhersagte, ist eine der Charakteristiken des Kapitalismus des 21. Jahrhunderts der wachsende Unterschied zwischen Reichen und Armen. Nach dem letzten Oxfam-Bericht landeten 82 Prozent der weltweit im Jahr 2017 geschaffenen Reichtümer in den Taschen des reichsten 1 Prozent der Bevölkerung, während die 50 Prozent Ärmsten – 3,7 Milliarden Menschen – nichts von besagtem Wachstum erhalten hat.

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Kim Il Sung über den modernen Revisionismus

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Der Genosse Kim Il Sung kennzeichnet schon 1966 (als andere „Kommunisten“ noch die revisionistischen Beschlüsse des XX. und XXII. Parteitag der KPdSU als theoretische „Meilensteine“ priesen) den modernen Revisionismus in seinem Bericht an die Parteikonferenz der Partei der Arbeit Koreas (5. Oktober 1966) „DIE GEGENWÄRTIGE LAGE UND DIE AUFGABEN UNSERER PARTEI“ wie folgt:

„[…] Der heutige Revisionismus revidiert unter dem Vorwand einer „veränderten Situation“ und einer „schöpferischen Entwicklung“ den Marxismus-Leninismus und höhlt sein revolutionäres Wesen aus. Er verneint den Klassenkampf und die Diktatur des Proletariats, predigt die Klassenzusammenarbeit und verzichtet auf den antiimperialistischen Kampf. Der heutige Revisionismus verbreitet auch Illusionen über den Imperialismus und behindert in jeder Weise das revolutionäre Ringen der Völker um soziale und nationale Befreiung.

Natürlich kann der heutige Revisionismus, dem infolge des prinzipiellen Kampfes der marxistisch-leninistischen Parteien bereits ein ernster Schlag versetzt wurde, seiner Niederlage nicht entgehen. Das bedeutet jedoch nicht, dass er schon vollständig überwunden ist. Der heutige Revisionismus bildet immer noch eine große Gefahr in der kommunistischen Weltbewegung. Er zeigt sich vor allem in der Schwäche gegenüber dem Imperialismus und im passiven gegenüber dem revolutionären Ringen der Völker. Deshalb darf man die Auseinandersetzung mit dem heutigen Revisionismus nicht vernachlässigen. […]

Der Umstand, dass die Meinungsverschiedenheiten zwischen den Bruderparteien den Rahmen ideologischer und theoretischer Fragen gesprengt und einen solchen Grad erreicht haben, dass es jetzt schwer ist, sie auszuräumen, erfüllt die Kommunisten der ganzen Welt mit tiefem Schmerz. Wie ernst die Meinungsverschiedenheiten zwischen den Bruderparteien jedoch auch sein mögen, sie sind trotzdem eine innere Angelegenheit des sozialistischen Lagers und der kommunistischen Weltbewegung. Die Meinungsverschiedenheiten dürfen nicht zum organisierten Bruch zwischen den Parteien führen, man muss sie in jedem Fall  – ausgehend vom Wunsch nach Zusammenschluss – durch ideologischen Kampf überwinden.

Kein einziges sozialistisches Land darf aus dem sozialistischen Lager und der kommunistischen Weltbewegung ausgeschlossen werden. Niemand hat das Recht, die Bruderländer und  -parteien extrem bzw. entstellt zu beurteilen und die Ansicht zu vertreten, dass irgendeines der dreizehn sozialistischen Länder außerhalb des sozialistischen Lagers und der kommunistischen Weltbewegung steht. Wir sind der Meinung, dass man bei der Beurteilung der Führung der jeweiligen Bruderländer und -parteien ein Höchstmaß an Sorgfalt üben muss.

Keinesfalls darf man die Beziehungen zwischen den Bruderparteien wie Beziehungen zum imperialistischen Feind betrachten. Selbst dann, wenn die Führung einer Bruderpartei Fehler macht, müssen ihr selbstverständlich die Kommunisten durch kameradschaftliche Kritik wieder auf den richtigen Weg helfen.

Gleichzeitig darf man auf Grund einzelner Entscheidungen, die in dieser oder jenen Weise im gesellschaftlichen Leben der Bruderländer auftreten, keine leichtfertigen Schlüsse über den Charakter dieser Gesellschaft ziehen. Solch ein Charakter wird dadurch bestimmt, welche Klasse an der Macht ist und welche Formen des Eigentums an den Produktionsmitteln bestehen. […]“

Quelle: Kim Il Sung Werke Band 20, Pyongyang, 1984, S. 365-369

 

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