Massaker an Genossinnen und Genossen in Indien!

Aus gegebenem Anlass spiegele ich hier einen Beitrag der Genossinnen und Genossen des Jugendwiderstands MLM:

Die „Größte Demokratie der Welt“ hat wieder zugeschlagen. Antimaoistische „Elitetruppen“ ihrer Militärpolizei haben im Süden Odishas 28 Militante der Kommunistischen Partei Indiens (Maoistisch) und der Volksbefreiungsguerrilaarmee (PLGA) ermordet – angeblich soll dabei ein Polizist gefallen sein, ein anderer leicht verletzt. Was für eine Art „Gefecht“ das gewesen sein soll, dürfte damit klar sein und wird aktuell auch von indischen fortschrittlichen Intellektuellen wie Varavara Rao angeprangert. Die indische Reaktion greift zu Massakern um die Revolution physisch zu vernichten, doch wo Unterdrückung ist, ist immer auch Widerstand und früher oder später wird das Volk siegen!

Schaut in die Augen der jungen und alten ermordeten Genossen – sie sind auch für uns gefallen! Schluss mit Passivität, Zweifel und Onlineheldentum – Werdet aktiv! Organisiert euch auf Basis der selben Weltanschauung! Leistet euren Beitrag im Kampf gegen den Imperialismus und für die proletarische Revolution!

Nieder mit dem völkermöderischen indischen Staat!
Übt Solidarität mit den indischen Kommunisten und der neudemokratischen Revolution! Unterstützt den Volkskrieg in Indien!
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Aufruf zur Unterstützung des Volkskrieges in Indien – ICSPWI

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Internationales Komitee zur Unterstützung des Volkskrieges in Indien (ICSPWI):

Nach der internationalen Beratung über die Entscheidungen, die bei dem Gesprächstreffen am 17. September in Italien angenommen wurden, ist der abschließende Plan folgender:

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  1. Eine breit und offen geführte Kampagne wurde angenommen, die sich in zwei Aktionstagen konkretisiert:

24. November 2016 – Gedenken an den 5. Jahrestag der Ermordung Kishenji’s: Aktionen in der Nähe der indischen Botschaften, Konsulaten etc. in Verbindung mit den nationalen und lokalen Bedingungen.

28. Januar 2017 – Öffentliche Versammlungen mit Videos, Lautsprechern, Musik etc.

Freiheit für Ajith – Kobad Gandhy und allen politischen Gefangenen in Indien – Stoppt die Operation Grüne Jagd (OGH) – Nieder mit dem proimperialistischen und faschistischen Modi-Regime – Unterstützt den Volkskrieg!

2.

Einladung für eine Europa-Reise von Repräsetanten von Intellektuellen und Organisationen, die sich in Indien gegen die Operation Grüne Jagd (OGH) und das faschistische Modi- Regime engagieren – im Frühling 2017

3.

Internationale und internationalistische Demonstration in Europa zum 50. Jahrestag des Naxalbari-Aufstandes 1967-2017 – vielleicht im Mai 2017

Ein neues Gesprächstreffen wird die Europa-Reise und die Demonstration organisieren. Ort und Zeit dieses Gesprächstreffen wird in den nächsten Wochen bekanntgegeben.

ICSPWI Oktober 2016

Wegen Informationen, Veröffentlichungen, Postern, Aufrufen und dem Senden von lokalen Beschlüssen – wendet Euch an:

csgpindia@gmail.com

Bertolt Brecht: Faschismus und Kapitalismus

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Bertolt Brecht: Faschismus und Kapitalismus

 Die Geschäfte des Kapitalismus sind nun in verschiedenen Ländern (ihre Zahl wächst) ohne Roheit nicht mehr zu machen. Manche glauben noch, es ginge doch; aber ein Blick in ihre Kontobücher wird sie früher oder später vom Gegenteil überzeugen. Das ist nur eine Zeitfrage.

Es kann in einem Aufruf gegen den Faschismus keine Aufrichtigkeit liegen, wenn die gesellschaftlichen Zustände, die ihn mit Naturnotwendigkeit erzeugen, in ihm nicht angetastet werden. Wer den Privatbesitz an Produktionsmitteln nicht preisgeben will, der wird den Faschismus nicht loswerden, sondern ihn brauchen.

Ich weiß natürlich, daß solche Wörter wie Privatbesitz an Produktionsmitteln unschöne, wenig romantische, gar nicht poetische Wörter sind. Aber niemand von uns denkt daran, diese Wörter ihrer Schönheit wegen zu verwenden. Sie sind nur nötig. Das heißt: das zu sagen, was sie sagen, ist nötig. Und vor die Wahl gestellt, so unschöne und trockene und doktrinäre Wörter zu gebrauchen und von so niedrigen Dingen, wie dem Erwerb des Unterhalts und der Möglichkeit, sich satt zu essen, zu reden oder den Faschismus siegen zu lassen, sollte man sich für sie entscheiden.

Aber um in seinem Entscheidungskampf mit seinem Proletariat einzutreten, muß der Kapitalismus sich aller, auch der letzten Hemmungen entledigen und alle seine eigenen Begriffe, wie Freiheit, Gerechtigkeit, Persönlichkeit selbst Konkurrenz, einen nach dem anderen über Bord werfen. So tritt eine einstmals große und revolutionäre Ideologie in der niedrigsten Form gemeinen Schwindels, frechster Bestechlichkeit, brutalster Feigheit, eben in faschistischer Form, zu ihrem Endkampf an, und der Bürger verläßt den Kampfplatz nicht, bevor er seine allerdreckigste Erscheinungsform angenommen hat.

Warum ist es erschreckend, daß es dem geistigen Arbeiter erst gesagt werden muß, daß das Verbot von 14 kommunistischen Zeitungen ihn zu einem Wutschrei veranlassen müßte? Es ist erschreckend, weil es hier, wo die Stätte der Wahrheit und der Entwicklung geschlossen wurde, niemals gesehen worden war, und daß, als die Wahrheit verboten wurde, nichts verboten wurde, was er je gesagt hätte oder je sagen würde. Ihn betrifft das Verbot der Wahrheit nicht. Er hat nichts mit Wahrheit zu tun. Er schreibt, was keinen Wert hat, also wird es nicht verboten, was er schreibt. Was soll der geistige Arbeiter tun? Die Polizei verbietet die Wahrheit, und die Zeitungen bezahlen die Lüge!

 

Aus: Aufsätze über den Faschismus. 1933 bis 1939.

In: Bertolt Brecht, Gesammelte Werke Band 20, Frankfurt/Main, 1967, S. 188 f.

 

Poster: Verteidigt das Leben des Vorsitzenden Gonzalo!

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Aus gegebenem Anlass, den Aktivitäten des reaktionären peruanischen Staates in den letzten Monaten, veröffentliche ich hier Poster in verschiedenen Sprachen zur Verteidigung des Lebens des Vorsitzenden Gonzalo. (Diese Poster sind nur erste Vorschläge. Kritik, Verbesserungsvorschläge, eigene Ideen usw. sind nicht nur willkommen, sondern ausdrücklich erwünscht). Der Vorsitzende der Kommunistischen Partei Perus (PCP) ist seit September 1992 unter Isolationshaftbedingungen von der peruanischen Reaktion eingekerkert. Beobachtet seine  Lage und die Angriffe des peruanischen Staates auf das Leben des Vorsitzenden Gonzalo auf http://www.demvolkedienen.org

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Vorbereitung für die Ermordung des Vorsitzenden Gonzalo

Im folgenden spiegle ich einen Beitrag des revolutionären Internetportals DemVolkeDienen über die jüngsten Pläne des reaktionären peruanischen Staates zur Vorbereitung der Ermordung des (PCP-) Vorsitzenden Gonzalo (Link):

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Am 7. Oktober wurde von der reaktionären peruanischen Presse der Ausschnitt eines Interviews mit „einem der führenden Psychoanalytiker des Landes“ veröffentlicht. Darin tätigt dieser Aussagen wie:
„[Die Kommunistische Partei Perus] war überhaupt nicht populär. Eine Sache ist es, ein Volk zu terrorisieren, aber eine andere ist es, seinen Respekt zu erlangen.

Ob es mit seinem Titel des Psychoanalytikers zusammenhängt, dass er Tatsachen nicht analysieren kann sei mal dahingestellt – selbst ein Blinder muss erkennen, dass das peruanische Volk die KPP und den Volkskrieg den sie führt unterstützt, wenn beispielsweise bei der Beerdigung der Genossin Edith Lagos, die am 3. September 1982 im Kampf gegen die Reaktion fiel, über 30.000 Menschen in Huamanga in der Region Ayacucho, wo damals knapp doppelt so viele Menschen lebten, teilnehmen.Entierro de Edith Lagos

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Größter Streik der Welt: 180 Millionen streiken in Indien

Im folgenden spiegle ich einen Artikel über den großen Massenstreik in Indien, über den die bürgerlichen Medien in Deutschland schweigen (Link):

Es soll der größte Generalstreik der Geschichte des Landes und damit möglicherweise der größte Streik in der Menschheitsgeschichte überhaupt gewesen sein: Bis zu 180 Millionen Beschäftigte beteiligten sich nach Gewerkschaftsangaben am Freitag, 2. September, an einem Ausstand im öffentlichen Dienst in Indien.

Es soll der größte Generalstreik der Geschichte des Landes und damit möglicherweise der größte Streik in der Menschheitsgeschichte überhaupt gewesen sein: Bis zu180 Millionen Beschäftigte beteiligten sich nach Gewerkschaftsangaben am Freitag den 2. September 2016 an einem Ausstand im öffentlichen Dienst in Indien. 10 Gewerkschaftsverbände hatten die Beschäftigten zum Streik aufgerufen.

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Maoistisches zur Gentrifizierung

Zur Diskussion um die Gentrifizierung in den imperialistischen Staaten ist die Strategiediskussion aus den 1970er Jahren, wie sie in Texten der Gauche prolètarienne (GP) aus Frankreich präsentiert wird, sehr interessant und diskussionswürdig. Hier sei auf zwei Bücher in deutscher Sprache hingewiesen, die Originaldokumente der französischen Genossinnen und Genossen abdrucken:

  • Gauche prolètarienne: Volkskrieg in Frankreich? Strategie und Taktik der proletarischen Linken, Berlin/West, Verlag Klaus Wagenbach, 1972 (ISBN: 3 8031 1034 3). Hier sind Texte von den Genossinnen und Genossen der Gauche prolètarienne in chronologischer Reihe zusammengestellt.
  • Trikont, Bewaffneter Kampf und Massenlinie. Beiträge der Gauche prolètarienne zur Vorbereitung des bewaffneten Aufstandes, München, Trikont-Verlag, 1972 (ISBN: 3 920385 17 9). Hier sind theoretische Dokumente der GP ins Deutsche übersetzt. Beide Titel sind noch antiquarisch zu beziehen.

Zu den aktuellen Kämpfen in den USA berichtet die Webseite des Jugendwiderstandes MLM (Link) über die Kämpfe der maoistischen Genossinnen und Genossen der Red Guards LA und der Massen im Arbeiter- und Armenviertel „Boyle Heights“ von Los Angeles in einer Übersetzung, die hier gespiegelt ist:

Rebellion in Boyle Heights

Wir haben einen sehr lesenswerten Text der Red Guards Los Angeles zu ihrem Kampf gegen Gentrifizierung im Arbeiter- und Armenviertel „Boyle Heights“ übersetzt:

Rebellion in Boyle Heights
Anti-Gentrifizierung, Kapitalismus und die Notwendigkeit einer revolutionären Partei

Am Samstagabend versammelte sich die Nachbarschaft von Boyle Heights und sandte eine simple und klare Botschaft an die Kunstgalerien, ihre Besitzer und Schirmherren, die das Viertel zur Zeit mit ihrer widerlichen bürgerlichen Kunst überschwemmen: VERPISST EUCH! Ihr seid hier nicht willkommen!

Diese Konfrontation hat sich schon seit langem angedeutet und sie wird nur die erste in einer langen Reihe von Konfrontationen sein, sollten diese Galerien den Forderungen der Nachbarschaft keine Beachtung schenken. Mitglieder der Red Guards Los Angeles haben aktiv am Bündnis zur Verteidigung von Boyle Heights teilgenommen, welches vor einigen Monaten gebildet wurde, um der immer schneller voranschreitenden Gentrifizierung des Viertels Boyle Heights entgegenzutreten. Die Organisierungsarbeit mit den Bewohnern dieses Viertels war eine großartige Erfahrung für uns. Es war inspirierend, die Bereitschaft der Nachbarschaft zu sehen, zusammenzustehen gegen die bürgerlichen Stadtentwickler, Spekulanten und Galeriebesitzer, die einen sehr viel größeren Zugriff auf Kapital und die repressive Staatsmaschinerie haben als dieses vor allem von Migranten geprägte Arbeiterviertel jemals haben wird – zumindest solange sich dieses Land weiterhin unter Kontrolle der Kapitalisten und ihrer Schweine-Fußsoldaten befindet. Trotz dieses offensichtlichen Machtungleichgewichts bleibt die Nachbarschaft widerständig und steht standhaft zu ihren Zielen.
Der Anti-Gentrifizierungskampf in Boyle Heights macht uns das maoistische Prinzip, welches unsere Arbeit entscheidend bestimmt, mehr als klar: Die Volksmassen, und nur die Volksmassen, sind die Triebkraft der Weltgeschichte. Der vereinte Widerstand der Nachbarschaft ist in der Lage Berge zu versetzen und wird sich als mächtig genug erweisen, um die Kräfte der Gentrifizierung zurückzudrängen, die nun beginnen in Form von Kunstgalerien und anderer Geschäfte zur Bewirtung der Reichen aufzutreten und nur kalte Gleichgültigkeit für die von ihnen verursachte Zerstörung der Nachbarschaft und ihrer Kultur übrig haben.
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