Kurt Gossweiler: Die Fehler der KPD im Umgang mit dem Proletariat

Nachstehend spiegle ich eine Zusammenstellung aus dem Jahr 2017 zum Thema „Die Fehler der KPD im Umgang mit dem Proletariat“ von Kurt Gossweiler zur Diskussion um die Schaffung der antifaschistischen Einheits- und Volksfront (Quelle):

Band 2Eine höchst wichtige, aber nichtsdestotrotz bisher kaum bekannte Studie erstellte der Historiker Dr. Kurt Gossweiler mit der ihm eigenen Gründlichkeit bereits 1957. Er untersuchte nämlich die Geschichte der deutschen Arbeiterbewegung dahingehend, wie es dem deutschen Monopolkapital gelingen konnte, die Mehrheit der Arbeiterklasse für ihre Zwecke einzuspannen. Unter Ausnutzung politischer Parteien vertiefte die Bourgeoisie die Spaltung der Lohnabhängigen. Das führte zu einer Zersplitterung, die bis heute selbst in Krisenzeiten nicht überwunden werden konnte. Konkret geht es dabei um die Rolle der SPD, als einer Stütze der bürgerlichen Ordnung und die Fehler und Versäumnisse der KPD bei der Auseinandersetzung mit noch so kleinen linken Abweichungen, die schwerwiegende Folgen nach sich zogen.

Analysen zu den geschichtlichen Ereignissen

Erstaunlich ist, daß die Studie nicht einmal 1986, als die opportunistische Richtung der sog. „Perestrojka“ in der UdSSR längt erkennbar war, in den führenden Kreise der SED zur Kenntnis genommen wurde. Es mußte also erst eine Zeit kommen, in der mehr und mehr Klarheit darüber herrschte, welche opportunistischen und revisionistischen Kräfte auch innerhalb der SED Fuß gefaßt hatten und was eigentlich zum Sturz des sozialistischen Weltsystems geführt hatte. Über den modernen Revisionismus der antikommunistischen Chruschtschow-Clique hatte Kurt Gossweiler damals schon eine sehr klare Vorstellung.

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GFP: Die Zeit der Großmanöver

Bildergebnis für nie wieder krieg nie wieder faschismus

Bildergebnis für nie wieder krieg nie wieder faschismusAngesichts der sich immer weiter verschärfenden innerimperialistischen Widersprüche, veröffentliche ich hier einen Artikel über die Vorbereitung einer großangelegten NATO-Kriegsübung, an der sich die Bundeswehr führend beteiligt (Quelle):

BERLIN (GFP-Bericht) – Inmitten sich verschärfender globaler Spannungen bereitet sich die Bundeswehr auf eine der größten NATO-Kriegsübungen seit dem Ende des Kalten Kriegs vor. Die Verlegung von 10.000 deutschen Soldaten mit schwerem Gerät nach Norwegen hat begonnen. Dort wird in Kürze das Manöver Trident Juncture 2018 mit über 40.000 Militärs und rund 10.000 Landfahrzeugen starten. Teil der Übung ist die abschließende Erprobung der NATO-„Speerspitze“, die ab dem 1. Januar 2019 von Deutschland geführt wird. Szenario ist ein NATO-Krieg gegen einen „Angreifer“, der nach Lage der Dinge nur Russland sein kann. Trident Juncture 2018 ist vorläufiger Höhepunkt einer ganzen Reihe gegen Moskau gerichteter westlicher Großmanöver. Moskau wiederum hat nach dem Urteil von Experten mit dem kürzlich beendeten Großmanöver Wostok 2018 bewiesen, dass ihm im Konfliktfall „enormer operativer Handlungsspielraum“ zur Verfügung steht. Zugleich spitzt sich die Lage unter anderem mit US-Sanktionen gegen eine Abteilung von Chinas Verteidigungsministerium weiter in Richtung auf eine Weltkrise zu.

Zweitgrößte Kriegsübung seit 1990

Mit Hochdruck bereitet die NATO ihr Großmanöver Trident Juncture 2018 vor, das vom 25. Oktober bis zum 7. November in Norwegen durchgeführt werden soll. Die Kriegsübung ist die größte der NATO seit 2002 sowie die zweitgrößte seit dem Ende des Kalten Kriegs. Teilnehmen werden über 40.000 Soldaten – Militärs aus sämtlichen Bündnisstaaten, aber auch aus den offiziell noch neutralen Ländern Finnland und Schweden, die praktisch freilich längst als informelle Mitglieder des Kriegsbündnisses behandelt werden.[1] Trainiert wird ein „Artikel 5-Szenario“, also der Fall, dass ein NATO-Mitglied von einem fremden Staat angegriffen wird. Nach Lage der Dinge kann der „Angreifer“ in Norwegen lediglich Russland sein.[2] Laut Auskunft der Bundeswehr sind im Rahmen von Trident Juncture 2018 nicht zuletzt „grenzübergreifende Übüngstätigkeiten mit Schweden und Finnland geplant“.[3] Trainiert wird mit annähernd 10.000 Landfahrzeugen aller Art, mehr als 130 Militärflugzeugen und 70 Kriegsschiffen. Neben einer „Volltruppenübung“ unter klimatisch harten Bedingungen sind eine computergestützte Gefechtsstandübung im Joint Warfare Centre Stavanger sowie ein Marinemanöver unter deutscher Führung in der Ostsee vorgesehen. Die Übungspläne sind umfassend: Beim Marinemanöver etwa wird die Kooperation von Über- und Unterwassereinheiten mit Seepatrouillenflugzeugen und mit amphibischem Gerät erprobt.

Bundeswehr: Führend dabei

Die Bundeswehr stellt bei Trident Juncture 2018 mit rund 10.000 Soldaten ungefähr ein Viertel der beteiligten Militärs. Das Manöver ist der abschließende große Test für die NATO-„Speerspitze“ (Very High Readiness Joint Task Force, VJTF), eine besonders schnell einsetzbare Eingreiftruppe, die ab 2019 für ein Jahr von den deutschen Streitkräften geführt wird. Die VJTF ist theoretisch überall auf der Welt einsetzbar, in der Praxis jedoch auf Operationen gegen Russland fokussiert; dies zeigt etwa der Aufbau einer Art Mini-Hauptquartiere, die das Kriegsbündnis in acht Staaten Ost- und Südosteuropas in größtmöglicher Nähe zu Russland unterhält. Sie sollen blitzschnelle Operationen der „Speerspitze“ ermöglichen. Um ihre VJTF-Tauglichkeit unter Beweis zu stellen, will die Bundeswehr 30 Kampfpanzer vom Typ Leopard 2, 75 Schützenpanzer der Typen Marder und Boxer sowie zehn Panzerhaubitzen 2000 nach Norwegen bringen. Die Verlegung hat Ende August begonnen. Sie wird vom Logistikkommando der Bundeswehr organisiert und gilt in der Truppe als vollwertiges Übungselement. Ein Großteil wird über den Hafen in Emden abgewickelt, der als „besonders für das Anlegen von RoRo-Schiffen geeignet“ gilt; bei letzteren handelt es sich laut Angaben der Bundeswehr um Schiffe, „die bewegliche Güter im Roll on Roll off-Verfahren transportieren“, bei denen die Ladung also nicht auf das Schiff gehoben, sondern gefahren wird.[4] Emdens Hafen verfügt über mehrere Anlegestellen dafür; dies erlaubt ein größtmögliches Verlegetempo.

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Ernst Thälmann zu den Jahren 1930 bis 1933

Ernst Thaelmann

Antifa_Her_zu_unsDie gegenwärtige faschistische Gefahr in der BRD, die nicht nur durch die faschistische Wahlpartei AfD sondern auch durch die Faschisierung des BRD-Staatsapparates durch die Merkel-Seehofer-Scholz-Regierung droht, zwängt einem geschichtliche Parallelen zu den Jahren 1930 bis 1933 in der damaligen so genannten „Weimarer Republik“ geradezu auf. Hierzu ist eine klare Positionierung zugunsten der Politik der damaligen Kommunistischen Partei Deutschlands (KPD) unter der Führung Ernst Thälmanns notwendig. Durch die Analyse der Situation in den Jahren 1930 bis 1933 in den Reden und Aufsätzen von Ernst Thälmann, gewinnt man nicht nur Klarheit über die Politik der damaligen KPD, sondern auch Einsichten für den antifaschistischen Kampf in der heutigen BRD. Daher können die „REDEN UND AUFSÄTZE 1930-1933“ von Ernst Thälmann in zwei Halbbänden (Köln, 1975) als PDF-Dateien hier eingesehen werden:

Ernst Thälmann REDEN UND AUFSÄTZE 1930-1933 Band 1

Ernst Thälmann REDEN UND AUFSÄTZE 1930-1933 Band 2

 

GFP: Richtungskämpfe im Establishment

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Nachstehend dokumentiere ich einen Beitrag des Informationsportals http://www.german-foreign-policy.com „Richtungskämpfe im Establishment“, das zuerst hier erschienen ist:

Richtungskämpfe im Establishment

BERLIN(Eigener Bericht) – Mit der Beförderung des bisherigen Präsidenten des Bundesamtes für Verfassungsschutz, Hans-Georg Maaßen, zum Staatssekretär im Bundesinnenministerium feiert die äußerste Rechte einen neuen Erfolg. Maaßen hatte rechte Demonstranten mit einer Relativierung rassistischer Angriffe auf Migranten in Schutz zu nehmen versucht; bereits zuvor hatte er eine gewisse Nähe zu AfD-Abgeordneten gezeigt. Maaßens Aufstieg geschieht in einer Zeit, in der sich weitere Teile des deutschen Establishments in Politik, Wirtschaft und Medien nach rechts bewegen. Prominentestes Beispiel ist die AfD, deren Bundestagsfraktion von einem ehemaligen Leiter der Hessischen Staatskanzlei und einer ehemaligen Mitarbeiterin von Goldman Sachs geführt wird. Weitere Beispiele bieten Elitenorganisationen wie die Friedrich A. von Hayek-Stiftung, in denen ultrarechte Kräfte das Ruder übernommen haben. Schon im Jahr 2010 berichtete ein einflussreicher Regierungsberater von Debatten über „ein klein wenig Diktatur“; es finde sich nur „kein Verfassungsorgan“, das zu entsprechenden Schritten bereit sei.

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Über den Revisionismus der Honecker-Ära

Im folgenden dokumentiere ich einen Beitrag über den Revisionismus in der DDR unter Erich Honecker, der zuerst hier auf http://www.kpd-hessen.de erschienen ist:

Dieser Artikel behandelt das Thema des Revisionismus während der Honecker-Ära. Es handelt sich dabei um eine chronologische Darlegung der Entwicklung des Revisionismus Erich Honeckers mit Fokus auf die Jahre 1971 bis 1989/90, also den Zeitraum vom VIII. Parteitag der SED im Juni 1971 bis zum (geplanten) XII. Parteitag der SED im Mai 1990, welcher nicht mehr stattfand.

Der Artikel kann hier als PDF herunter geladen werden.

Sozialismus in den Farben der DDR“ –
Über den Revisionismus Erich Honeckers

Diesem Thema wurde aus meiner Sicht jahrzehntelang nicht die notwendige Aufmerksamkeit gewidmet. Womöglich lag das daran, dass Erich Honecker nach 1990 Mitglied der KPD war und man aus gewissen persönlichen Gründen keine Kritik an ihm üben wollte. Was auch immer die Gründe nun gewesen sein mögen, für einen Marxisten hat nur die objektive Realität Gültigkeit und keine subjektiven Wünsche, keine persönlichen Kungeleien. Mit dieser Überzeugung werde ich auch dieses Thema behandeln.

Kritik muss an allem geübt werden, um es beurteilen zu können. Ein Fetisch, den man nicht kritisieren darf, dürfte jedem, der den dialektischen Materialismus verstanden hat, unbekannt sein.

Da ist auch Erich Honecker keine Ausnahme, trotz seines Parteibuches, trotz seiner Lippenbekenntnisse zum Sozialismus. Was letztendlich zählt bei der Bewertung einer Person sind primär die Taten, nicht die Worte.

Zur Form dieses Artikels: Dieser Artikel wird neben einem Abschnitt zur Zeit vor 1971 hauptsächlich die Jahre 1971 bis 1989/90 behandeln, also die Honecker-Ära. Die chronologische Abfolge der Kapitel orientiert sich an den Parteitagen der SED. Ausnahme bilden die Kapitel über Honeckers Verhältnis zum Maoismus und den „Sozialismus in den Farben der DDR“. Zum Inhalt des Artikels: Der Artikel befasst sich mit der revisionistischen Verwandlung der SED, an der Erich Honecker maßgebenden Einfluss hatte, samt der Anhängerschaft seiner Clique. Also sei, aufgrund seiner führenden Rolle, der Name Honecker nicht bloß als Einzelperson verstanden, sondern auch als pars pro toto („Ein Teil der für das Ganze steht“).

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Zur Sammlungsbewegung „aufstehen“

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Kommunisten sollten sich bei der Bewertung einer politischen Bewegung nicht auf das stützen, was sie selbst gerne hätten oder was sie sich wünschen würden, sondern darauf stützen, was der objektive Klasseninhalt einer Bewegung ist. Und da ist bei „aufstehen“ bestenfalls ein Schüren sozialdemokratischer Illusionen festzustellen. Den Klasseninhalt von „aufstehen“ würden Karl Marx und Friedrich Engels mit konservativem oder Bourgeoissozialismus bezeichnen:

„Ein Teil der Bourgeoisie wünscht den sozialen Mißständen abzuhelfen, um den Bestand der bürgerlichen Gesellschaft zu sichern.

Es gehören hierher: Ökonomisten, Philanthropen, Humanitäre, Verbesserer der Lage der arbeitenden Klassen, Wohltätigkeitsorganisierer, Abschaffer der Tierquälerei, Mäßigkeitsvereinsstifter, Winkelreformer der buntscheckigsten Art.[1] Und auch zu ganzen Systemen ist dieser Bourgeoissozialsmus ausgearbeitet worden.

Als Beispiel führen wir Proudhons „Philosophie de la misere“ an.

Die sozialistischen Bourgeois wollen die Lebensbedingungen der modernen Gesellschaft ohne die notwendig daraus hervorgehenden Kämpfe und Gefahren. Sie wollen die bestehende Gesellschaft mit Abzug der sie revolutionierenden und sie auflösenden Elemente. Sie wollen die Bourgeoisie ohne das Proletariat. Die Bourgeoisie stellt sich die Welt, worin sie herrscht, natürlich als die beste Welt vor. Der Bourgeoissozialismus arbeitet diese tröstliche Vorstellung zu einem halben oder ganzen System aus. Wenn er das Proletariat auffordert, seine Systeme zu verwirklichen und in das neue Jerusalem einzugehen, so verlangt er im Grunde nur, daß es in der jetzigen Gesellschaft stehenbleibe, aber seine gehässigen Vorstellungen von derselben abstreife.

Eine zweite, weniger systematische, nur mehr praktische Form dieses Sozialismus suchte der Arbeiterklasse jede revolutionäre Bewegung zu verleiden, durch den Nachweis, wie nicht diese oder jene politische Veränderung, sondern nur eine Veränderung der materiellen Lebensverhältnisse, der ökonomischen Verhältnisse ihr von Nutzen sein könne. Unter Veränderung der materiellen Lebensverhältnisse versteht dieser Sozialismus aber keineswegs Abschaffung der bürgerlichen Produktionsverhältnisse, die nur auf revolutionärem Wege möglich ist, sondern administrative Verbesserungen, die auf dem Boden dieser Produktionsverhältnisse vor sich gehen, also an dem Verhältnis von Kapital und Lohnarbeit nichts ändern, sondern im besten Fall der Bourgeoisie die Kosten ihrer Herrschaft vermindern und ihren Staatshaushalt vereinfachen.

Seinen entsprechenden Ausdruck erreicht der Bourgeoissozialismus erst da, wo er zur bloßen rednerischen Figur wird.

Freier Handel! im Interesse der arbeitenden Klasse; Schutzzölle! Im Interesse der arbeitenden Klasse; Zellengefängnisse! im Int eresse der arbeitenden Klasse: das ist das letzte, das einzige ernstgemeinte Wort des Bourgeoissozialismus.

Der Sozialismus der Bourgeoisie besteht eben in der Behauptung, daß die Bourgeois Bourgeois sind — im Interesse der arbeitenden Klasse.“ (Marx/Engels, Manifest der Kommunistischen Partei. In: MEW Band 4, S. 488-489)

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Streben der imperialistischen Großmächte um Welthegemonie oder die Herausbildung „neuimperialistischer Länder“?

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In der Diskussion über das unhaltbare Geschwätz der MLPD  und deren Theorie-Fürst Stefan Engel „Über die Herausbildung der neuimperialistischen Länder“ (Essen, Juli 2017) ist nun eine fundierte marxistisch-leninistische Analyse der Bolsevik Parti (BP Nordkurdistan/Türkei) erschienen. Die Genossinnen und Genossen entlarven die Kategorie der „neuimperialistischen Länder“, wie sie die MLPD und Stefan Engel benutzen, als eindeutig unmarxistisch und analysieren stattdessen die Ökonomie und Politik ihres Landes, Nordkurdistan/Türkei, mit reichhaltigen Fakten. Diese Analyse ist als Nr. 43 der Reihe „Wichtige Artikel von Bolsevik Partizan – Zeitschrift für den Aufbau der Bolschewistischen Partei in Nordkurdistan/Türkei“ August 2018 erschienen und hat den Titel „Was bestimmt die Entwicklungen in der Welt 2018? Streben der imperialistischen Großmächte um Welthegemonie oder die Herausbildung „neuimperialistischer Länder“?“ und kann für 2,– Euro hier bestellt werden: info@bolsevikparti.org

Hier kann die deutsche Übersetzung als PDF-Datei heruntergeladen werden:

Wichtige Artikel aus BOLSEVIK PARTIZAN Nummer 43

Diese Arbeit ist wirklich diskutierenswert, weil sie u.a. auch eine klare Analyse der Ökonomie der Türkei liefert, auch wenn man nicht alle Schlussfolgerungen und Thesen von BP teilt, wie z.B. die Einschätzung, dass die Türkei/Nordkurdistan „ein abhängig kapitalistisches Land auf mittlerer kapitalistischer Entwicklungsstufe“ ist.

42. Todestag des Vorsitzenden Mao Tsetung

Dieses Plakat der Kommunistischen Partei der Türkei / Marxistisch-Leninistisch (TKP/ML) aus der Türkei/Nordkurdistan erinnert an den heutigen 42. Todestag des Vorsitzenden MAO TSETUNG. Ein Artikel dazu in türkischer Sprache findet sich hier. Auf der englischenFacebook-Seite „Lal salam“ findet sich folgende Würdigung des Vorsitzenden Mao:

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Ohne eine Volksarmee hat das Volk nichts – Mao Tsetung

Heute vor 42 Jahren – am 9. September 1976 – starb der chinesische kommunistische Führer Mao Tsetung. Er war einer der wichtigsten Führer in der Geschichte der Internationalen Kommunistischen Bewegung. Er trug wichtige Beiträge zur Theorie und Praxis des Marxismus-Leninismus bei. Unter Maos Führung führte die Kommunistische Partei Chinas einen lange andauernden Volkskrieg bis zur siegreichen Revolution im bevölkerungsreichsten Land der Welt. Nach dem Sieg von 1949 fuhr Mao damit fort eine Führungsrolle in der KP Chinas zu spielen, durch den Prozess des sozialistischen Aufbaus, den er mit der Theorie und Praxis des Kampfes gegen den Revisionismus verband. Mao wurde ein weltweites Symbol des Antiimperialismus und der proletarischen Revolution, er inspirierte das Volk Marxisten-Leninisten überall auf der Welt, einschließlich der USA, zu werden. Seine Theorie und Praxis müssen weiterhin von den Revolutionären studiert werden.

Quelle

 

Leserbrief: FÜR EINEN KÄMPFERISCHEN ANTIFASCHISMUS UND WARUM DER „JUGENDWIDERSTAND“ DAFÜR NICHT TAUGT

Nachfolgend dokumentiere ich einen Leserbrief von Antifaschisten aus Österreich an die AfA (Antifaschistische Aktion – Infoblatt) zu den Ereignissen in Chemnitz und deren Kritik an der Bande rechter Liquidatoren, die sich „Jugendwiderstand“ nennt (Quelle):

Wir haben von einer Gruppe von AntifaschistInnen einen Leserbrief zugeschickt bekommen, den wir allen Leserinnen und Lesern der „AfA“ sehr empfehlen können und auch gerne hier veröffentlichen. Der Blick vieler AntifaschistInnen in Österreich richtet sich derzeit auf Chemnitz in Deutschland, auf die rassistische Mobilisierung und auf die Kämpfe der AntifaschistInnen. Viele Diskussionen werden über nun notwendige Haltungen von kämpferischen AntifaschistInnen geführt und Antworten werden verlangt. Wir denken dieser Leserbrief der eine Kritik am „Jugendwiderstand“ ist wird helfen einige dieser Fragen zu beantworten!

Leserbrief von kämpferischen AntifaschistInnen aus Österreich

Für einen kämpferischen Antifaschismus und warum der „Jugendwiderstand“ dafür nicht taugt
Chemnitz als Widerspiegelung der deutschen Zustände

Die jüngsten Ereignisse in der ostdeutschen Stadt Chemnitz zeigten nicht nur mit aller Dringlichkeit die Notwendigkeit eines kämpferischen Antifaschismus auf, sie brachten auch allerhand falschen „Antifaschismus“ ans Licht, wie jener der sogenannten Gruppe „Jugendwiderstand“* aus Deutschland. Mit ihrer jüngsten Stellungnahme präsentiert sich diese Gruppe sinnbildlich für all jene „Organisationen“ die den kämpferischen (bis hin zu proletarischem) Antifaschismus als leere Worthülse vor sich her tragen, unabhängig von jeglichem sozialem Inhalt, unabhängig vom Imperialismus, unabhängig von den deutschen Zuständen.

Die rassistischen Demonstrationen bis hin zu Pogromen in Chemnitz, die der Jugendwiderstand (wie neuerdings auch der BND-Chef) für eine bloße „Inszenierung“, für ein (für Deutschland?) „unwürdiges Schauspiel“ hält, stehen weder für sich alleine, noch sind diese „vom Himmel“ gefallen. Abgesehen von der jüngeren Geschichte Deutschlands auf die wir hier nicht genauer eingehen müssen, zeigen die vergangenen Jahre deutlich, dass Rassismus, Chauvinismus und faschistische Angriffe keine „Inszenierung“ einiger „alter Säcke“ sind, sondern notwendiger Bestandteil einer imperialistischen Nation die wieder zu ihrer „alten Stärke“ gelangen will, die wieder von der Führung Europas träumt. Neben dem offen staatlichen Rassismus gibt es über 2.200 dokumentierte rassistische Angriffe pro Jahr in Deutschland, beinahe täglich gibt es laut offiziellen Zahlen – manchmal kleinere, manchmal größere – Anschläge auf Asylheime und nicht selten kommt es zu rassistischen Morden (dabei bildet der NSU nur die Spitze des Eisberges und zeigt gleichzeitig die massiven staatlichen Verstrickungen auf). Diese Realität durch eine „Naziszene“ zu ersetzen und gleichzeitig die herrschende Klasse in Deutschland vollkommen aus dem Schussfeld zu nehmen, ist im besten Fall kindlich naiv, im schlechtesten ein wahrer Hilfsdienst am reaktionären deutschen Staat.

Der Mord an dem Arbeiter Daniel Hillig ist ohne Zweifel von jedem Antifaschisten klar zu verurteilen, und besonders die scheußliche Instrumentalisierung für die er nun benutzt wird. Diesen jedoch mit der oberflächlichen Binsenweisheit „Arschloch ist Arschloch! Die Nationalität ist völlig egal!“ zu erklären versuchen (die als Grundhaltung unorganisierter und nicht sehr weitgehend politisierter Individuen nicht zu verurteilen ist, doch als Erklärungsversuch einer politischen Gruppe mehr als nur untauglich ist) ist nicht weniger „Gutmensch-Argument“ als jene, die der Jugenwiderstand so gerne herzhaft „kritisiert“. Als konsequente, kämpferische und proletarische Antifaschisten können wir jedoch nicht ignorieren dass es politisch einen qualitativen Unterschied macht ob ein Flüchtling bzw. Migrant aus einem unterdrückten, oder einem unterdrückenden Land kommt. So ist beispielsweise ein deutscher Migrant in Österreich (und davon gibt es nicht wenige!), oder eine Französin in Deutschland, nicht dasselbe wie ein syrischer Migrant in Österreich (oder eben in Deutschland). Dieser Unterschied unter Migranten ist nicht zu leugnen, denn der eine Migrant ist einer umfassenden nationalen Unterdrückung durch den Imperialismus unterworfen (was vor allem Flüchtlinge betrifft) der andere nicht, was eben nicht „egal“ ist. Die Haltung des Jugendwiderstandes, dass auch Flüchtlinge „Schweine. Reaktionäre. Halsabschneider. Kaputte. Lumpen“ sein können „unabhängig von ihrer Nationalität“, ist eine Binsenweisheit die zu betonen vor allem dazu hilft, den weltweiten Hauptwiderspruch zwischen Imperialismus und unterdrückten Völkern und Nationen zu negieren, und zielt in der derzeitigen Lage auf nichts anderes ab, als den deutschen Imperialismus und den widerlichen Chauvinismus den dieser hervorbringt zu vertuschen und ihn als gleichwertigen Feind wie reaktionäre MigrantInnen darzustellen. Das ist die eigentliche Realitätsverweigerung, die der Jugendwiderstand doch so gern den „Gutmenschen“in die Schuhe schiebt. Ja, auch wir als kämpferische Antifaschisten kritisieren die sogenannten „Gutmenschen“ die blind sind gegenüber reaktionären Haltungen und Klassenunterschieden unter MigrantInnen, aber noch viel schlimmer sind jene Kräfte die sich blind stellen gegenüber dem Imperialismus, blind stellen gegenüber dem deutschen Chauvinismus und seinen Zuständen, blind stellen gegenüber dem Hauptfeind.

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Die DVRK ist ein sozialistisches Bollwerk mit unbesiegbarer Leitidee

Bildergebnis für Kim Jong Il: Die DVRK ist ein unbesiegbarer mächtiger sozialistischer Staat unserer Prägung

Genau zehn Jahren sind vergangen, seitdem der Vorsitzende Kim Jong Il sein Werk „DIE DEMOKRATISCHE VOLKSREPUBLIK KOREA IST EIN UNBESIEGBAR MÄCHTIGER
SOZIALISTISCHER STAAT UNSERER PRÄGUNG“ in der Parteizeitung der PdAK „Rodong Sinmun“ und dem Regierungsorgan „Minju Joson“ veröffentlicht hat. Dieses Werk wurde am 5. September Juche 97 (2008) publiziert und es erhellt den Weg, den die Demokratische Volksrepublik Korea (DVRK) gemäß der Juche-Ideologie geht, um einen starken sozialistischen Staat aufzubauen. Hier das gesamte Werk zum herunterladen:

Kim Jong Il: Die DVRK ist ein unbesiegbarer mächtiger sozialistischer Staat unserer Prägung