W.I. Lenin über die Einheit

WI Lenin

W.I. Lenin:

EINHEIT

 […] Die marxistischen Arbeiter fassen die Einheit nicht so auf. Mit liberalen Arbeiterpolitikern, mit Leuten, die die Arbeiterbewegung desorganisieren und den Willen der Mehrheit verletzen, kann es keine Einheit geben, weder eine föderative noch irgendeine andere. Geben kann und soll es eine Einheit aller konsequenten Marxisten, aller Verfechter der marxistischen Gesamtheit und der uneingeschränkten Losungen, unabhängig von den Liquidatoren [1] und ohne sie.

Die Einheit ist eine große Sache und eine große Losung! Doch die Arbeitersache braucht die Einheit unter den Marxisten, nicht aber die Einheit der Marxisten mit den Gegnern und Verfälschern des Marxismus. Und wir müssen jeden, der von der Einheit spricht, fragen: Einheit mit wem? Mit den Liquidatoren? Dann haben wir nichts miteinander zu schaffen.

Wenn aber von einer tatsächlich marxistischen Einheit die Rede ist, so werden wir sagen: Seit dem Bestehen der prawdistischen Zeitungen rufen wir zum Zusammenschluß aller Kräfte des Marxismus auf, zur Einheit von unten, zur Einheit in der praktischen Arbeit.

Kein Liebäugeln mit den Liquidatoren, keine diplomatischen Verhandlungen mit den Zirkeln derer, die die Gesamtheit zerstören — alle Kräfte für den Zusammenschluß der marxistischen Arbeiter auf dem Boden der marxistischen Losungen, auf dem Boden der marxistischen Gesamtheit.

Als ein Verbrechen werden die klassenbewußten Arbeiter jeglichen Versuch betrachten, ihnen den Willen der Liquidatoren aufzuzwingen, und als ein ebensolches Verbrechen werden sie die Zersplitterung der Kräfte der wirklichen Marxisten betrachten.

Denn die Grundlage der Einheit ist die Klassendisziplin, die Anerkennung des Willens der Mehrheit, die einmütige Arbeit in den Reihen dieser Mehrheit und in gleichem Schritt mit ihr. Wir werden nicht müde werden, alle Arbeiter zu dieser Einheit, zu dieser Disziplin, zu dieser einmütigen Arbeit aufzurufen.

Quelle: W.I. Lenin: Einheit. In: Lenin-Werke Band 20, S. 228-229

 

Anmerkung:

[1] Liquidatorentum: Nach 1908 bis 1912 opportunistische, menschewistische Strömung in der Sozialdemokratischen Arbeiterpartei Russlands (SDAPR), die sich „um den Preis der Absage an das Programm und an die Taktik der Partei von der zaristischen Regierung die Zustimmung zur Existenz einer offenen, legalen, angeblichen „Arbeiterpartei“ erlangen“ wollten und bereit waren „sich mit dem Stolypinischen Regime auszusöhnen, um sich ihm anzupassen. Darum wurden die Liquidatoren auch „Stolypinische Arbeiterpartei“ genannt“ (Stalin).

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Kim Jong Il über den Revisionismus und die Konterrevolution

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In seiner klassischen Schrift „ÜBER DIE GRUNDFRAGEN DES AUFBAUS EINER REVOLUTIONÄREN PARTEI“ (Abhandlung verfasst anlässlich des 47. Jahrestages der Gründung der Partei der Arbeit Koreas am 10. Oktober Juche 81, 1992) geht der Genosse Kim Jong Il auf die Rolle des Revisionismus und der Konterrevolution (auf den Seiten 10-14) ein (Link zum gesamten Werk):

Der Zusammenbruch der sozialistischen Ordnungen und der Parteien, die durch einen harten revolutionären Kampf die Macht ergriffen hatten und jahrzehntelang den Sozialismus gestalteten, hinterließ ernste Lehren.

Die historische Lehre aus dem Sturz der sozialistischen Regierungsparteien und Systeme in verschiedenen Ländern ist es, dass für die endgültige Vollendung des Werkes des Sozialismus die Reinheit der sozialistischen Ideologie unbeirrbar bewahrt werden muss.

Die historischen Erfahrungen zeugen davon, dass bei Entartung des Gedankengutes die Partei der Arbeiterklasse wie auch die sozialistische Ordnung verfallen und ihre Existenz beendet wird. Das Erscheinen von abtrünnigen Elementen innerhalb der Partei, deren organisatorisch-ideologische Zersetzung und die Änderung der Volksstimmung entsprangen der ideologischen Entartung. Die ideologische Degeneration entkräftet unweigerlich selbst eine mächtige ökonomische und militärische Macht und verdammt die sozialistische Ordnung, die jahrzehntelang eine Aufwärtsentwicklung erlebte, zum Verfall.

Zu den äußerst gefährlichen Geistesströmungen, die den Sozialismus untergraben, gehören Revisionismus, Dogmatismus und Kriechertum.

Es ist die bürgerliche Ideologie, die direkt mit der sozialistischen konfrontiert ist, aber sie kann niemals die Anziehungskraft der sozialistischen Ideologie hemmen. Die bürgerliche Ideologie, die gewinnsüchtige Forderungen der Ausbeuterklasse widerspiegelt, kann ihr reaktionäres Wesen nicht bemänteln, selbst wenn sie sich mit heuchlerischen Worten schönfärbt. Es ist selbstverständlich, dass die werktätigen Volksmassen nicht die bürgerliche Ideologie, die die Forderungen der ihre Souveränität mit Füßen tretenden Ausbeuterklasse widerspiegelt, sondern die sozialistische Ideologie akzeptieren, die ihren souveränen Forderungen entspricht. Aus diesem Grunde nutzten die Imperialisten und Kapitalisten den Revisionismus, ein Produkt der Revision der sozialistischen Ideologie nach ihrem eigenen Geschmack, als ein ideologisches Werkzeug aus. Der Revisionismus bleibt nach wie vor die Hauptgefahr für die Verwirklichung des Werkes des Sozialismus. Der Revisionismus, die Widerspiegelung der bürgerlichen Ideologie in der kommunistischen Bewegung, trat in den kapitalistischen Ländern dem revolutionären Übergang zum Sozialismus in den Weg, während er in den sozialistischen Ländern den Weg zur Restauration des Kapitalismus eröffnete und dabei als ein ideologisches Werkzeug der Imperialisten für die Strategie des „friedlichen Übergangs“ ausgenutzt wurde. Wie hinterlistig der moderne Revisionismus sich auch tarnen mag, wir müssen sein reaktionäres Wesen durchschauen und mit aller Konsequenz gegen ihn vorgehen und ihn zurückweisen.

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Der Anti-Stalinismus der SED

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Im Gegensatz zur damaligen KP Chinas unter Mao Tsetungs Führung (Link), welche der Linie des Marxismus-Leninismus folgte und diesen verteidigte, folgte die SED der Linie des Chruschtschow-Revisionsmus bis hin zur vollständigen Konterrevolution unter Gorbatschow. So schätzt die SED den XX. Parteitag der KPdSU (vom Februar 1956) als richtig ein und beteiligt sich an der Hetze gegen J.W. Stalin, die Chruschtschow in seiner berüchtigten „Geheimrede“ über den angeblichen Personenkult um Stalin auf dem XX. Parteitag der KPdSU entfaltete. Aber lest selbst (aus: Geschichte der SED. Abriß, Berlin/DDR, 1978, S. 343):

„Der XX. Parteitag [der KPdSU, 1956] erörterte weitere Schritte zur Überwindung des Personenkults und seinen Folgen. Dieser war im Zusammenhang mit einer Reihe konkreter historischen Bedingungen entstanden, äußerte sich in einer Überbetonung der Rolle und der Leistungen J.W. Stalins und hatte zur Verletzung der Leninschen Normen des Parteilebens und von Gesetzen des Sowjetstaates geführt. Es zeugte von der Kraft und dem revolutionären Geist der KPdSU, dass sie derartige Erscheinungen aufdeckte, entschlossen gegen den Personenkult, der dem Marxismus-Leninismus und dem Sozialismus wesensfremd ist, auftrat und alles unternahm, um seine Folgen auf allen Gebieten der Parteiarbeit, der staatlichen und ideologischen Tätigkeit auszumerzen. der Parteitag beschloss Maßnahmen, um die Leninschen Normen des Parteilebens und die Kollektivität der Leitung sorgsam zu wahren, die sozialistische Gesetzlichkeit strikt einzuhalten und die sozialistische Demokratie allseitig zu entwickeln.“ 

Diese Worte hätten auch die Chruschtschow-Revisionisten nicht „besser“ wählen können. Hier noch ein Lesetip zu eben dieser verlogenen „Geheimrede“ Chruschtschows und dem XX. Parteitag (Link).

Kommunistische Dokumentation: 100 Jahre Novemberrevolution

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Ein Jahr nach der großen sozialistischen Oktoberrevolution erhebt sich die deutsche Arbeiterklasse und fegt ihrerseits die Hohenzollern von ihrem Thron. Was waren die Voraussetzungen für die Revolution. Warum konnte sie besiegt werden? Der Revolution folgte auch die Geburt der revolutionären Arbeiterpartei des deutschen Proletariats, der KPD!

Video-Dokumentation: 100 Jahre Novemberrevolution

Zum Weiterlesen:

Lehrbriefe – Die Novemberrevolution 1918 in Deutschland

Geschichte der deutschen Arbeiterbewegung in acht Bänden, Band 3, Berlin/DDR, 1966″ (S. 87-199)

Karl Liebknecht: Trotz alledem! (Artikel, 15. Januar 1919). In: Karl Liebknecht, Gesammelte Reden und Schriften, Band IX, Berlin/DDR, 1968, S. 675-679

 

Kommentar der KP Chinas: Zur Stalinfrage

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Um die Spaltung der Internationalen Kommunistischen Bewegung Ende der 1950er und 1960er Jahre besser verstehen zu können, ist ein Studium des Dokumentes der Kommunistischen Partei Chinas „Die Polemik über die Generallinie der internationalen kommunistischen Bewegung“ (Verlag für fremdsprachige Literatur, Peking, 1965) unerlässlich. Hierin findet sich auch der Kommentar „Zur Stalinfrage“, in dem die plumpe Hetze der sowjetischen Chruschtschow-Revisionisten seit der sog. „Geheimrede über den Personenkult“ von Chruschtschow auf dem XX. Parteitag der KPdSU (1956) gegen den Genossen Stalin widerlegt wird.

ZK der KP Chinas: Zur Stalinfrage [1]

Zweiter Kommentar zum Offenen Brief des ZK der KPdSU

Von den Redaktionen der „Renmin Ribao” und der Zeitschrift „Hongqi”, 13.09.1963

 

Die Stalinfrage ist eine Frage von Weltbedeutung, die bei allen Klassen in allen Ländern der Welt Widerhall gefunden hat und bis heute immer noch viel diskutiert wird. Die verschiedenen Klassen und verschiedenen politischen Parteien und Gruppierungen, die verschiedene Klasseninteressen vertreten, sind verschiedener Meinung darüber. Vermutlich wird in diesem Jahrhundert ein endgültiges Urteil in dieser Frage unmöglich sein. Aber in der internationalen Arbeiterklasse und unter den revolutionären Völkern hat die Mehrheit doch in Wirklichkeit dieselbe Meinung, nämlich: Sie sind dagegen, Stalin völlig zu negieren, ja, sein Andenken wird ihnen immer teurer. Auch in der Sowjetunion ist das der Fall. Unsere Polemik gegen die Führer der KPdSU ist eine Auseinandersetzung mit einer Gruppe von Menschen. Wir hoffen, diese Leute zu überzeugen und damit die Revolution zu fördern. Diesem Zweck soll der vorliegende Artikel dienen.

 

Die Kommunistische Partei Chinas ist von Anfang an der Ansicht, dass Genosse Chruschtschow völlig falsch und hinterhältig gehandelt hat, als er mit seinem so genannten „Kampf gegen den Personenkult” Stalin in Bausch und Bogen verdammte.

 

Im Brief des ZK der KP Chinas vom 14. Juni wird darauf hingewiesen, dass der so genannte „Kampf gegen den Personenkult“ der in sich abgeschlossenen Lehre Lenins über die gegenseitigen Beziehungen zwischen Führer, Partei, Klasse und Masse zuwiderläuft und das Prinzip des demokratischen Zentralismus der Partei untergräbt.

 

Der Offene Brief des ZK der KPdSU vermeidet jede Erwiderung auf unsere prinzipiellen Argumente, brandmarkt jedoch die chinesischen Kommunisten als „Verteidiger des Personenkults und Hausierer mit fehlerhaften Ideen Stalins”.

 

Lenin hat im Kampf gegen die Menschewiki gesagt: „Ein prinzipielles Argument des Gegners unbeantwortet lassen und ihm nur ‚Pathos’ zuschreiben heißt nicht diskutieren, sondern schimpfen.“[2] Das ZK der KPdSU verhält sich in seinem Offenen Brief genau wie die Menschewiki.

 

Obwohl der Offene Brief des ZK der KPdSU, statt zu diskutieren, zu Beschimpfungen Zuflucht nimmt, wollen wir im Gegenteil den Offenen Brief mit prinzipiellen Argumenten und einer großen Zahl von Tatsachen beantworten.

 

Die große Sowjetunion war der erste Staat der Diktatur des Proletariats. Der Hauptleiter der Partei und Regierung dieses Staats der proletarischen Diktatur war zuerst Lenin und nach dessen Tod Stalin.

 

Nach Lenins Tod war Stalin nicht nur der Führer der sowjetischen Partei und Regierung, sondern der anerkannte Führer der internationalen kommunistischen Bewegung.

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Revolution und Konterrevolution im Deutschland November 1918

Novemberrevolution 1918

Nachfolgend werden hier Dokumente aus dem November 1918 aus dem Buch von Wolfgang Malanowski, Novemberrevolution 1918. Die Rolle der SPD, Berlin, 1968 nachgedruckt, die deutlich zeigen, wie die konterrevolutionäre SPD in der Novemberrevolution 1918 klar mit der Reaktion um das alte kaiserliche Beamten- und Offiziers-Korps paktierte, um die Revolution der Arbeiter, Soldaten und Bauern vom November 1918 niederzuhalten und niederzuschlagen. Zuerst wurde dies hier veröffentlicht (Ein weiterer Artikel mit dem Titel Die Novemberrevolution. Was geschah 1918 in Deutschland? liefert eine Einschätzung der Novemberrevolution.):

»Helft dem Vaterlande«
Appell Reichskanzler Friedrich Eberts an die Beamten am 12. November 1918

Die neue Regierung hat die Führung der Geschäfte übernommen, um das deutsche Volk vor Bürgerkrieg und Hungersnot zu bewahren und seine berechtigten Forderungen auf Selbstbestimmung durchzusetzen. Diese Aufgabe kann sie nur erfüllen, wenn alle Behörden und Beamten in Stadt und Land ihr hilfreiche Hand leisten. Ich weiß, daß es vielen schwer werden wird, mit den neuen Männer zu arbeiten, die das Reich zu leiten unternommen haben, aber ich appelliere an ihre Liebe zu unserem Volke. Ein Versagen der Organisation in dieser schweren Stunde würde Deutschland der Anarchie und dem schrecklichsten Elend ausliefern. Helft also mit mir dem Vaterlande durch furchtlose und unverdrossene Weiterarbeit ein jeder auf seinem Posten, bis die Stunde der Ablösung gekommen ist.

Aus: Reichsanzeiger vom 12. November 1918.

»Die OHL will mit Ebert zusammengehen«
Generalfeldmarschall Paul von Hindenburg am 10. November 1918 an das Feldheer

An alle Heeresgruppen und Armeeoberkommandos und selbständigen Stellen des Großen Hauptquartiers.

1. Damit angesichts der dem Vaterlande durch den Bolschewismus drohenden Gefahr des Bürgerkrieges das Heer in Festigkeit und Ordnung in die Heimat zurückgeführt werden kann, sind alle Offiziere und Mannschaften moralisch verpflichtet, alle mit Recht bestehenden Gewissensbedenken bezüglich des Seiner Majestät dem Kaiser und König geleisteten Fahneneides zurückzustellen und unvermindert ihre Pflicht zu tun zur Rettung der deutschen Lande aus größter Gefahr. Aus demselben Grunde habe ich mich entschlossen, auf meinemPosten zu verharren und gemäß der mir mündlich gewordenen Weisung Seiner Majestät des Kaisers und Königs den Oberbefehl über das deutsche Feldheer übernommen.

2. Nachdem die Bewegung zur Bildung von Soldatenräten in das Feldheer bereits eingedrungen ist und meines Erachtens durch Widerstand nicht mehr aufgehalten werden kann, ist es notwendig, diese Bewegung in die Hand der Offiziere zu bekommen. Zu diesem Zweck sind bei allen Kompanien, Batterien, Eskadrons pp. Vertrauensräte zu bilden. Unter Aufhebung der hierüber ergangenen Verfügung der OHL vom 10. November 1918 I/S Nr. 1 führe ich hierzu aus: Es wird sich empfehlen, die Vertrauensräte aus der freien Wahl von Offizieren und Mannschaften hervorgehen zu lassen und die Anzahl ihrer Mitglieder je nach den Verhältnissen in dem betreffenden Truppenteil zu bestimmen. Die Vertrauensräte sind zweckmäßig in allen wirtschaftlichen und sozia­len Fragen zur engsten Mitarbeit von den Truppenbefehls­habern heranzuziehen, damit die Ordnung im Heer aufrecht­erhalten wird. Die Führung der Truppen muß dabei jedoch fest in der Hand der Kommandobehörde bleiben. In diesem Sinne ist auf die Mannschaften einzuwirken und ist ihnen klarzumachen, daß im gegenwärtigen Augenblick, wo die allerschwierigsten Bewegungen des Heeres zum Schluß des Krieges noch gefordert werden, die Rückführung der Armee nur gewährleistet ist, wenn diese Bewegungen in strengster Ordnung und Manneszucht zur Ausführung gelangen.

3. Es kann bekanntgegeben werden, daß die OHL mit dem Reichskanzler Ebert, dem bisherigen Führer der gemäßigten sozialdemokratischen Partei, zusammengehen will, um die Ausbreitung des terroristischen Bolschewismus in Deutschland zu verhindern.

4. Die OHL hat den Reichskanzler gebeten, daß seitens der Regierung für das Feldheer die Beibehaltung der Rangabzeichen verfügt wird. Inzwischen muß es im Einzelfall dem Taktgefühl des Offiziers überlassen bleiben, derart zu handeln, daß Ausschreitungen der Mannschaften vermieden werden.

Aus: Die deutsche Revolution 1918 bis 1919. Hrsg. von Gerhard A. Ritter und Susanne Miller, Frankfurt 1968, S. 92

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Kim Jong Il: Über die Juche-Ideologie

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Kim Jong Il veröffentlichte sein klassisches Werk „Über die Juche-Ideologie“ am 31. März 1982.

Zum besseren besseren Verständnis der Juche-Ideologie (sowie ihrem Verhältnis zum Marxismus-Leninismus) und dem revolutionären Kampf wird hier der Abschnitt 4) des 3. Kapitels „Das sozialhistorische Grundprinzip der Juche-Ideologie“ der klassischen Schrift des Genossen Kim Jong IlÜber die Juche-Ideologie“ abgedruckt. Diese Leseprobe soll Interesse an einer weiteren Lektüre der gesamten Schrift machen (Link). Weiterhin hebt ein Beitrag des Auslandssenders der DVRK die  „Stimme Koreas“  die Bedeutung dieses klassischen Werke hervor (Link):

 

4) Das Selbstbewusstsein der Volksmassen ist im revolutionären Kampf entscheidend

Die Revolution wird durch den bewussten Kampf der Volksmassen vorangetrieben und zum Sieg geführt.

In neuer Weise beleuchtete Kim Il Sung den Grundsatz, dass das Selbstbewusstsein der Volksmassen im revolutionären Kampf entscheidend ist.

Das Handeln der Menschen wird von ihrem Denken und Bewusstsein bestimmt, reguliert und kontrolliert.

Die Bewusstheit ist überhaupt das wesentlichste Attribut, das den Menschen zum höchst entwickelten und stärksten Wesen der Welt macht. Das Bewusstsein ist die Funktion des Hirns, des höchst organisierten menschlichen Organs. Das Hirn ist für die Tätigkeit des Menschen das Wesentlichste, und das Bewusstsein als Funktion des Gehirns bestimmt das ganze Handeln des Menschen.

Das Denken und Bewusstsein widerspiegeln die Bedürfnis-se und die Interessen der Menschen und üben daher auf ihre Tätigkeit den aktivsten Einfluss aus. Losgelöst von den bestimmenden und regulierenden Faktoren des Bewusstseins ist eine eigenständige und schöpferische Tätigkeit des Menschen undenkbar.

Der Mensch muss, wenn er ein eigenständiges und schöpferisches Wesen sein will, in sich das Selbstbewusstsein entwickeln. Es kommt darin zum Ausdruck, dass er der Herr seines Schicksals ist und den Willen hat, es selbst zu gestalten. Der Mensch mit solch einem Bewusstsein vermag auch entsprechend zu handeln und so die Natur zu bezwingen und gegen jene Tyrannen entschieden zu kämpfen, die die Souveränität aushöhlen und unterdrücken. Die Tätigkeit der Menschen, die Welt wissenschaftlich zu erkennen und sie aktiv zu verändern, ist die Widerspiegelung seiner Bewusstheit, und das Handeln der Menschen für die Umwälzung der Natur und Gesellschaft ist schließlich funktional durch ihr Denken und Bewusstsein determiniert.

Das Selbstbewusstsein spielt eine entscheidende Rolle in der revolutionären Bewegung für die Souveränität der Volksmassen.

Jede revolutionäre Bewegung ist eine bewusste Bewegung, die durch das Wachrütteln der Volksmassen mit fortschrittlichen Ideen beginnt und gestützt auf deren Kraft zum Sieg geführt wird.

Das Denken und Bewusstsein ist der ausschlaggebende Faktor für das Handeln der Menschen in der Revolution und beim Aufbau.

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Juche-Ideologie und Marxismus-Leninismus

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Der Zusammenhang von Juche-Ideologie und Marxismus-Leninismus

Was ist der Zusammenhang von der Juche-Ideologie und dem Marxismus-Leninismus und wie ist die Sicht der Juche-Ideologie auf den Marxismus? Hier eine Antwort auf die Frage von einer Delegation des Institutes für Philosophie; Psychologie und Recht der mongolischen Akademie der Wissenschaften:

Die Juche-Ideologie ist eine neue und bahnbrechende philosophische Ideologie, die das menschenzentrierte philosophische Prinzip klärt. Aber das bedeutet nicht, dass die Juche-Ideologie nichts mit dem Marxismus-Leninismus gemein hat oder dass das erstere den letzteren verneint. Die Grundprinzipien des Marxismus-Leninismus sind die Wahrheit. Die Juche-Ideologie hat eine enge Verbindung mit dem Marxismus-Leninismus mit der Gemeinsamkeit in ihrer Mission und dem Klassenideal. In anderen Worten: Die Juche-Ideologie übernimmt die Mission und das Klassenprinzip des Marxismus-Leninismus. Die Juche-Ideologie stimmt der Wahrheit des Marxismus-Leninismus zu und betrachtet ihn als ihre Voraussetzung. Die Juche-Ideologie ist eine Theorie gegründet, entwickelt und bereichert im Kurs auf ihre schöpferische Anwendung und Weiterentwicklung in Übereinstimmung mit den Erfordernissen der revolutionären Praxis unserer Zeit.

Wie auch immer das historische Verdienst der Juche-Ideologie ist nicht, den Marxismus-Leninismus entwickelt zu haben, sondern ein neues menschenzentriertes philosophisches Prinzip geklärt zu haben. In einem Wort, es gibt ein Erbe zwischen der Juche-Ideologie und dem Marxismus-Leninismus, aber das hauptsächliche ist die Originalität der Juche-Ideologie. Die Juche-Ideologie übernimmt die historischen Großtaten des Marxismus-Leninismus, aber betrachtet ihn nicht als eine komplette revolutionäre Ideologie der Arbeiterklasse.

Quelle des englischen Originals

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Ernst Thälmann: Die neue Etappe der Bolschewisierung der KPD

Ernst Thaelmann

Erschreckend aktuell liest sich die Analyse des KPD-Vorsitzenden Ernst Thälmann vom August 1932 „Die neue Etappe der Bolschewisierung der KPD“. Hier werden die Strategie und Taktik der KPD gegen Faschismus und Kriegsgefahr in den 1930er Jahren analysiert. Daher wird hier das vollständige Dokument abgedruckt, das dem Band III der „Auswahl der Reden und Schriften 1930-1933. Für ein freies sozialistisches Deutschland“ (Verlag Neuer Weg, Stuttgart, 1977, S. 403-421) von Ernst Thälmann entnommen ist:

 

Ernst Thälmann:

Die neue Etappe der Bolschewisierung der KPD

 

I. Die Reichstagswahlen vom 31. Juli 1932

Die KPD hat bei den Reichstagswahlen vom 31. Juli einen ernsten Erfolg errungen. Sie ging als einzige siegreiche Partei aus einem Wahlkampf hervor, der von der Bourgeoisie mit dem entgegengesetzten Ziel geführt worden war. Die faschistischen Machthaber, die Regierung Papen-Schleicher und ihre nationalsozialistischen Handlanger, hatten den Reichstag aufgelöst, um mit Hilfe des Wahlkampfes und eines Wahlsieges der reaktionären Parteien ihre Politik der unmittelbaren Aufrichtung der faschistischen Diktatur in Deutschland zu fördern. Nachdem durch den faschistischen Umsturz vom 20. Juli ein bestimmter Wendepunkt auf dem Wege zur faschistischen Diktatur überschritten wurde, galt es für die faschistischen Machthaber erst recht, mit Hilfe der Reichstagswahl ihre Machtpositionen in den Massen zu festigen, Hemmungen und Widerstände auszuschalten. Das ist mißlungen.

Ein Wahlkampf, der mit einem Terror gegen die Kommunistische Partei sondergleichen durchgeführt wurde, endete mit einem stolzen Wahlsieg der KPD.

Ein Wahlkampf, der von den Machthabern im wesentlichen auf Wunsch und Betreiben der Führer der faschistischen Massenbewegung, der Nationalsozialisten, in Szene gesetzt wurde, weil diese auf einen neuen Massenzuwachs, vor allem aus dem proletarischen Lager, spekulierten, endete mit einer Stagnation, teilweisen Erscheinungen des Rückganges der nationalsozialistischen Welle.

Ein Wahlkampf, bei dem die soziale Hauptstütze der bürgerlichen Klassenherrschaft, der „gemäßigte Flügel des Faschismus“, die Sozialdemokratie, unter den denkbar günstigsten objektiven Bedingungen einer seit 1919 noch nicht vorhanden gewesenen Scheinopposition agitierte und die größten Anstrengungen entfaltete, um klassenbewußte revolutionäre Arbeiter aus der roten Klassenfront in die Gefolgschaft des Reformismus zu verführen, endete mit einer neuen, ernsten Niederlage der Sozialdemokratie, mit dem Übergang von mehr als einer halben Million sozialdemokratischer Arbeiter in die Gefolgschaft des Kommunismus.

Am Ende eines Wahlkampfes, in dem die „linken“ Filialen des Sozialfaschismus, SAP und Brandleristen, alle Formen ihrer schamlosen Betrugsmanöver gegen die Kommunistische Partei zur Entfaltung gebracht hatten, erwies es sich, daß durch die Politik der KPD diese Grüppchen nahezu zerschmettert wurden.

Alle Fraktionen der Bourgeoisie hatten großsprecherisch eine Niederlage der Kommunisten angekündigt. Ganz besonders die Sozialdemokratie spekulierte auf einen Niedergang, eine Isolierung der KPD von den Massen. Die Nationalsozialisten gaben sich der trügerischen Hoffnung hin, in die Reihen der kommunistischen Arbeitermassen eindringen, in die KPD, diesen einzigen Schutzwall gegen den Einbruch des Faschismus in das Proletariat, eine Bresche schlagen zu können. Die Papen, Schleicher und Gayl rechneten auf eine Wahlniederlage der KPD, um desto leichter ihre geplanten Verbotsmaßnahmen und faschistischen Anschläge auf die revolutionären Klassenorganisationen des deutschen Proletariats durchführen zu können.

Die Antwort auf alle diese Spekulationen war der Wahlsieg der KPD vom 31. Juli. Die Partei erzielte mit 5,367 Millionen Stimmen, die auf die Liste der KPD entfielen (abzüglich jener etwa 80000 SAP- und anderen Stimmen, die von den Arbeiterwählern vielfach auch in dem Bewußtsein abgegeben wurden, daß sie der KPD zugute kämen), das stärkste Massenbekenntnis aus Anlaß einer Parlamentswahl, das bisher in Deutschland oder überhaupt in irgendeinem Lande für eine revolutionäre Partei des Proletariats erreicht wurde. Sie gewann etwa 700000 bis 780000 Stimmen gegenüber 1930, etwa eine Million Stimmen gegenüber den letzten größeren Parlamentswahlen vom 24. April in Preußen, Bayern, Württemberg usw., wenn man deren Ergebnis auf das Reich umrechnet. Die Partei gewann gegenüber 1930, von Ausnahmen wie Berlin, Hamburg, Chemnitz-Zwickau, Halle-Merseburg, Magdeburg, Thüringen, Südhannover-Braunschweig, Stadt Frankfurt a. M. abgesehen, fast den gesamten Verlust der Sozialdemokratie an Arbeiterstimmen und eroberte darüber hinaus fast eine halbe Million Stimmen von Arbeitern und Werktätigen zurück, die im Frühjahr bereits vorübergehend der Gefolgschaft des Nationalsozialismus verfallen waren. Betrachtet man alle diese positiven Faktoren und mißt sie an den Plänen der Bourgeoisie bei den Reichstagswahlen, so ergibt sich unzweifelhaft, daß der Wahlsieg der KPD am 31. Juli auch außerparlamentarisch im Rahmen des proletarischen Kampfes gegen den Faschismus, gegen die Diktatur der Bourgeoisie, einen ernsten Erfolg darstellt.

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Rodong Sinmun: Räuberische Natur des Kapitalismus

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Räuberische Natur des Kapitalismus

(Rodong Sinmun, Zentralorgan der PdAK, 30. Oktober Juche 107, 2018) Die Kapitalistenklasse wirbt geräuschvoll für die Entwicklung der Wissenschaft und Technologie, da sie die Produktion steigern und einen „Beitrag“ für den „Wohlstand aller Menschen“ leisten würde, aber dies ist nichts anderes als ein Sophismus, um ihre räuberische Natur zu bedecken. Das Wachstum der Produktion, das auf der Wissenschaft und Technologie in der kapitalistischen Gesellschaft beruht, gibt der Arbeiterklasse keine große Hilfe und bringt den breiten werktätigen Menschen nur Unglück und Schmerz.

In der kapitalistischen Gesellschaft betrachten die Monopolisten die Erfolge bei der Entwicklung von Wissenschaft und Technologie als sehr gute Mittel, um ihre unbegrenzte Habgier zu befriedigen. Heute bekommen die Kapitalisten größeren Profit als in der vergangenen Periode, indem sie, um konkurrenzfähig zu sein, die wissenschaftlichen und technologischen Erfolge einführen. Die Monopolisten haben die wissenschaftlichen und technologischen Erfolge als Mittel genutzt, um die werktätigen Menschen hart auszubeuten. Heute ist die Ausbeutung der werktätigen Menschen durch die Kapitalisten bis zum Äußersten gesteigert.

Die Kapitalisten vergrößern ihre Profite, indem sie die Zahl der Arbeiter auf ein Minimum verringern anstatt der Einführung der wissenschaftlichen und technologischen Erfolge. Jetzt wird in den kapitalistischen Ländern die Anzahl der Arbeiter reduziert und mehr Profite gehen an die Kapitalisten, weil die neuesten wissenschaftlichen und technologischen Erfolge eingeführt werden, um unablässig die Produktion zu erhöhen und die Managementmethoden zu verbessern. Die überwältigende Mehrheit der werktätigen Menschen kann nicht vermeiden Schäden zu durchleiden, die sich aus der ausbeuterischen und räuberischen Natur der kapitalistischen Gesellschaft ergeben.

Die Not der werktätigen Menschen kann in der kapitalistischen Gesellschaft niemals verbessert werden, solange die Produktionsmittel von einigen Monopolisten kontrolliert werden.

Rim Won

Dies ist eine nicht autorisierte Übersetzung des englischen Originals der Zeitung „Rodong Sinmun“ (Zentralorgan der Partei der Arbeit Koreas, PdAK), das auf www.rodong.rep.kp/en/ einzusehen ist. 31.10.2018 – ks