Deklaration der Internationalen Konferenz in Hamburg

Hier dokumentiere ich die Deklaration der Internationalen Konferenz „Widerstand gegen den Imperialismus ist gerechtfertigt!“ in Hamburg vom letzten Wochenende (Quelle):

DEKLARATION

Internationale Konferenz in Hamburg: Widerstand gegen den Imperialismus ist gerechtfertigt!

Die internationale Konferenz, die am 10. und 11.Februar in Hamburg stattfand, endete mit der Verlesung der gemeinsamen Schlussdeklaration. In der gemeinsamen Schlussdeklaration wurde darauf aufmerksam gemacht, dass es notwendig ist, Musa Aşoğlu und allr politischen Gefangenen zu unterstützen. Die Konferenz bei der nach jedem inhaltlichen Beitrag Fragen der Teilnehmer beantwortet wurden, endete mit folgender Schlussdeklaration:

SCHLUSSDEKLARATION

Dies ist die Schlussdeklaration der Internationalen Konferenz, die wir als Musa Aşoğlu Freiheitskomitee am 10. und 11.Februar 2018 in Hamburg veranstaltet haben:

Musa Aşoğlu ist ein Internationalist, der sich seit Jahrzehnten im antifaschistischen und antiimperialistischen Kampf befindet. Musa Aşoğlu ist Marxist-Leninist. Er ist einer von uns.

In Europa nehmen der Rassismus und rassistische Angriffe von Tag zu Tag zu. Nach ofiziellen Angaben haben sich bis zu 500 bewaffnete Neonazis und Rechtsradikale in den Untergrund abgesetzt und könnten jederzeit bewaffnete Aktionen durchführen. Die NSU Morde haben gezeigt, dass sogenannte demokratische und multikulturelle Länder wie Deutschland rassistisch-faschistische Organisationen und Personen finanziell, logistisch und personell unterstützen. Faschismus und Rassismus gehören zum Imperialismus. Somit ist Rassismus und Faschismus Staatspolitik.

Musa Aşoğlu hat dagegen gekämpft und tut dies auch weiterhin.
Auch wir setzen uns dagegen ein.

Die Staaten der EU, allen voran die Bundesrepublik Deutschland, treiben die Militarisierung von Tag zu Tag voran, um gegen potentielle Aufstände vorzugehen, die aufgrund des von ihnen verursachten Hungers auf der ganzen Welt entstehen. Im Zeitalter des Imperialismus legen sich täglich Millionen von Kindern mit leerem Magen schlafen. Für diese Ungerechtigkeit verlangen wir Rechenschaft!

Der Imperialismus hat die Welt in ein einziges Blutbad verwandelt. Krieg, Massenmorde und Invasionen dienen dem Zweck, diese Ordnung so lange wie möglich aufrecht zu erhalten. Einzig wir Revolutionäre stehen dem entgegen. Aus diesem Grund wurde ein Kopfgeld von 3 Millionen US-Dollar auf Musa Aşoğlu und zwei weitere Genossinnen ausgesetzt.

Wir warnen die USA, Deutschland und alle anderen Imperialisten: Beendet eure Angriffe gegen Revolutionäre, Antiimperialisten und Antifaschisten!

Wir sind verschiedene Gruppen, Organisationen und Einzelpersonen, die sich mit dem seit dem 2.Dezember 2016 in Isolationshaft in Hamburg befindenden Musa Aşoğlu solidarisieren und seine sofortige Freilassung fordern. Zudem fordern wir die sofortige Freilassung aller revolutionären Gefangenen weltweit. Wir erklären, dass wir diese Forderungen kämpfen werden.

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Der Kampf der PdAK gegen den modernen Imperialismus und Revisionismus

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Der prinzipienfeste Kampf der Partei der Arbeit Koreas (PdAK) gegen den modernen Imperialismus und Revisionismus – Eine Textsammlung

 

EINLEITUNG 1. Thema:

DER REVISIONISTISCHE KAMPF GEGEN DEN „PERSONENKULT“ UND DIE THEORIE ÜBER DEN FÜHRER (Kim Jong Il. Biographischer Abriss, Verlag für fremdsprachige Literatur, Pyongyang, Korea, Juche 90 (2001), S. 29-33, Link: http://www.nordkorea-info.de/files/4034a.pdf )

HAUPTTEXT:

  • Kim Jong Il: Der Führer der Arbeiterklasse spielt im revolutionären Kampf die entscheidende Rolle. (In: Kim Jong Il, Ausgewählte Werke Band 1, Verlag für fremdsprachige Literatur, Pyongyang, Korea, Juche 103 (2014), S. 360-364)

 

EINLEITUNG 2. Thema:

ANALYSE DES MODERNEN IMPERIALISMUS UND REVISIONISMUS (Kim Jong Il. Biographischer Abriss, Verlag für fremdsprachige Literatur, Pyongyang, Korea, Juche 90 (2001), S. 37-40)

HAUPTTEXTE:

  • Kim Jong Il: Merkmale des modernen Imperialismus und dessen aggressive Natur (In: Kim Jong Il, Ausgewählte Werke Band 1, a.a.O., S. 138-150)
  • Kim Jong Il: Über das reaktionäre Wesen des modernen Revisionismus und den revolutionären Standpunkt unserer Partei im Kampf gegen den Revisionismus (In: Kim Jong Il, Ausgewählte Werke Band 1, a.a.O., S. 291-306)
  • Kim Il Sung: Die Intensivierung des Kampfes gegen den Revisionismus (In: Kim Il Sung, Werke Band 16, Verlag für fremdsprachige Literatur, Pyongyang, Korea, Juche 73 (1984), S. 161-170)
  • Kim Il Sung: Über die nächsten Aufgaben der Regierung der DVRK (In: Kim Il Sung, Werke Band 16, a.a.O., S. 448-458)

 

EINLEITUNG 3. Thema:

FÜR DIE WIEDERHERSTELLUNG DES SOZIALISMUS (Kim Jong Il. Biographischer Abriss, Verlag für fremdsprachige Literatur, Pyongyang, Korea, Juche 90 (2001), S. 192-196)

HAUPTTEXTE:

  • Kim Il Sung: Gespräch mit dem Vorsitzenden der Arbeiterpartei – Kommunisten Schwedens vom 29. Juni 1992 (In: Kim Il Sung, Werke Band 43, S. 400 ff.)
  • Kim Jong Il: Über die Grundfragen des Aufbaus einer revolutionären Partei (Verlag für fremdsprachige Literatur, Pyongyang, Korea, Juche 81 (1992), Link: http://www.nordkorea-info.de/files/3029.pdf )

 

Wer sich die entsprechenden Bücher aus der DVRK gedruckt besorgen möchte, dem sei folgender Link empfohlen: http://www.nordkorea-info.de/kataloge.html 

Hamburg: Revolutionär zu sein ist kein Verbrechen, sondern eine Aufgabe!

An diesem Wochenende findet in Hamburg eine Internationale Konferenz unter dem Motto „Revolutionär zu sein ist kein Verbrechen, sondern eine Aufgabe!“ für den Revolutionär aus der Türkei Musa Asoglu statt. Genosse Musa wird zur Zeit in Hamburg der Prozess mithilfe des sog. Antiterrorparagraphen § 129 b (StGB) wegen Mitgliedschaft in der türkischen DHKP/C (Revolutionäre Volksbefreiungspartei/-front) gemacht. Weitere Infos auf der Webseite des Freiheitskomitee FREE MUSA

Kein automatischer Alternativtext verfügbar.

Quelle

Zum 120. Geburtstag von Bert Brecht

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Bert Brecht und Helene Weigel in Buckow (Grafik: Arno Mohr)

Ob zum 120. Geburtstag von Bert Brecht (10.02.1898 bis 14.08.1956) oder dem 200. Geburtstag von Karl Marx (05.05.1818 bis 14.03.1883) oder dem diesjährigen 100. Jahrestag der Gründung der Kommunistischen Partei Deutschlands (30.12.1918 bis 01.01.1919) für die Kommunistinnen und Kommunisten in der BRD steht dieses Jahr der Kampf für die Rekonstituierung und den Wiederaufbau der revolutionären KPD, dem Kampfstab des Proletariats in der BRD, ganz oben auf der Aktions- und Tagesordnung. Wie eine solche Partei aussehen muss, beschreiben u.a. die Genossen W.I. Lenin (in seiner Schrift „Was tun?“ (Lenin-Werke Band 5, S. 355-551) und J.W. Stalin (in seiner Schrift „Grundlagen des Leninismus“ im VIII. Kapitel „Die Partei“ (Stalin-Werke Band 6, S. 149-164) sowie der Vorsitzende Mao Tsetung (in dem Sammelband Mao Tsetung „ÜBER DIE KOMMUNISTISCHE PARTEI„, Verlag Rote Fahne, Köln, 1976, ISBN 3-8106-0022-9). Bert Brecht bringt das alles in seinem Gedicht „Wer aber ist die Partei“ auf den Punkt:

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Wer aber ist die Partei?

Wer aber ist die Partei?

Sitzt sie in einem Haus mit Telefonen?

Sind ihre Gedanken geheim, ihre Entschlüsse unbekannt?

Wer ist sie?

Wir sind sie.

Du und ich und ihr – wir alle.

In deinem Anzug steckt sie, Genosse und denkt in deinem Kopf.

Wo ich wohne, ist ihr Haus, und wo du angegriffen wirst, da kämpft sie.

Zeige uns den Weg, den wir gehen sollen, und wir

Werden ihn gehen wie du, aber

Gehe nicht ohne uns den richtigen Weg

Ohne uns ist er

Der falscheste.

Trenne dich nicht von uns!

Wir können irren, und du kannst Recht haben, also

Trenne dich nicht von uns!

Daß der kurze Weg besser ist als der lange, das leugnet keiner

Aber wenn ihn einer weiß

Und er vermag ihn uns nicht zu zeigen, was nützt uns seine Weisheit?

Sei bei uns weise!

Trenne dich nicht von uns!

Bertolt Brecht

 

Bolsevik Parti: Faschistische türkische Armee raus aus Afrin!

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Hier dokumentiere ich einen Aufruf der Bolschewistischen Partei Nordkurdistan-Türkei zum Angriff der Armee des faschistischen türkischen Staates auf Nordsyrien und die dort lebenden Völker, insbesondere die Kurdinnen und Kurden.

Faschistische türkische Armee raus aus Afrin! Alle Imperialisten raus 
aus Syrien! Schluss mit dem der imperialistischen und reaktionären 
Besatzung! Schluss mit dem Krieg! Es lebe die Verschwisterung der 
Völker!  

Der kolonialistische Angriffskrieg der seit Wochen vorbereitet und angekündigt wurde – hat begonnen! Seit Tagen wird Afrin/Westkurdistan (Rojava) durch die türkische faschistische Armee von der Grenze aus mit Granaten und Kanonen beschossen. Heute, am 20. Januar wird Afrin seit 17.00 Uhr  von der türkischen Luftwaffe schwer bombardiert.Das ist der Beginn einer kolonialistischen Besatzungsoperation des türkischen-faschistischen Staates in Afrin, die sich vor allem gegen das kurdische Volk und gegen alle anderen Völker in Afrin richtet. Der russische Imperialismus als Schutzmacht des Assad-Regimes, hat seine Militärmacht 17 km von der türkischen Grenzen zurückgezogen und somit diese Operation ermöglicht. Die US-Imperialisten, die sich als Schutzmacht der Kurden in Syrien ausgeben, haben verlautbart, „wir sind in Afrin nicht anwesend“. Somit haben sie das Signal gegeben, dass im Falle eines Angriffs der Türkischen Republik gegen Afrin, die USA nicht bereit sind ihre eigenen Soldaten in Gefahr zu bringen.

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J.W. Stalin: Den Hitlerstaat vernichten – das kann man und soll man

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Am 2. Februar 1943 – vor 75 Jahren – siegt die Rote Armee in der Schlacht um Stalingrad und die letzten deutschen Soldaten der faschistischen deutschen 6. Armee ergeben sich. Damit stoppt die Rote Armee unter dem Oberbefehl von J.W. Stalin den Griff des deutschen Imperialismus nach der Weltmacht und –herrschaft. Stalingrad bedeutete die Wende im II. imperialistischen Weltkrieg gegen die faschistischen Länder. Aus diesem Anlass wird im Folgenden ein Ausschnitt aus Ulrich Huars Buch „Beiträge Stalins zur sowjetischen Militärwissenschaft und politik(Link zum gesamten Buch) abgedruckt. Außerdem sei auf die Rede J.W. Stalins „DER 25. JAHRESTAG DER GROSSEN SOZIALISTISCHEN KOTOBERREVOLUTION“ (6. November 1942) (In: Stalin Werke Band 14, S. 279-292) hingewiesen, mit der der Oberbefehlshaber der Roten Armee die Lage zum Jahreswechsel 1942/1943 klar analysiert und zum Kampf gegen die deutschen faschistischen Invasoren mobilisiert.

 

„…den Hitlerstaat vernichten – das kann man und soll man.“

Am 6. November, vierzehn Tage vor der Offensive der sowjetischen Armeen an der Stalingrader Front, gab Stalin den traditionellen Bericht zum 25. Jahrestag der Großen Sozialistischen Oktoberrevolution.201) Von den Vorbereitungen auf die Offensive wußte zu diesem Zeitpunkt nur ein sehr kleiner Kreis der Führung des HQ, des Generalstabs und des Politbüros. Die Geheimhaltung der Bereitstellung von starken Reserven, ihrer Bewaffnung und sonstigen materiell-technischen Ausrüstung hatte Freund und Feind darüber im Unklaren gelassen. Selbst die Frontoberbefehlshaber, die die Operation durchzuführen hatten, wußten nur soviel, wie sie für die Lösung ihrer Aufgaben unbedingt wissen mußten. Sie kannten natürlich die zu erreichenden taktische Ziele an ihrer Front, worüber sie ebenfalls zur Geheimhaltung verpflichtet waren. Der Bericht war in erster Linie ein politischer Bericht, der in der Darstellung des bisherigen militärischen Verlaufs über schon vorher Gesagtes nicht hinausging.

Das „Hauptziel der deutschen Offensive“ im Sommer habe darin bestanden, „Moskau vom Osten her zu umgehen ….“ „Das Vorrücken der Deutschen im Süden in der Richtung auf die Erdölgebiete hatte das Nebenziel, nicht nur und nicht so sehr die Erdölgebiete zu besetzen, als vielmehr unsere Hauptreserven nach dem Süden abzuziehen und die Moskauer Front zu schwächen, um bei dem Schlag gegen Moskau um so leichter einen Erfolg erzielen zu können.“ So erkläre sich, daß sich „die Hauptgruppierungen der deutschen Truppen nicht im Süden, sondern im Gebiet Orel und Stalingrad“ befänden. „Das Hauptziel der Sommeroffensive der Deutschen bestand darin, Moskau einzukreisen und den Krieg in diesem Jahre zu beenden.“202)

Inwieweit diese Ausführungen Stalins zu den Täuschungsmanövern des HQ gehörten, die tatsächliche Stoßrichtung der Armeen der Donfront, der Südwestfront und Stalingrader Front geheim zu halten, muß ich hier offen lassen. Der Hinweis Stalins, daß der Gegner beabsichtige, „unsere Hauptreserven nach dem Süden abzuziehen und die Moskauer Front zu schwächen…“ deuten darauf hin.202 a)

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Zur Politischen Ökonomie des Sozialismus II

Im Folgenden soll ein Ausschnitt aus J.W. Stalins Rede „ÜBER DIE RECHTE ABWEICHUNG IN DER KPdSU(B)“ (April 1929) „IV. Kapitel: Die Meinungsverschiedenheiten in den Fragen der inneren Politik“ (Stalin-Werke Band 12, S. 38-60) wiedergegeben werden. Hier rechnet Genosse Stalin mit den ökonomischen Fehlern des Revisionisten, Renegaten und Verräters Nikolai Bucharin ab. Denn nur mit der Linie Stalins, der Einschränkung der Warenproduktion und dessen Wertgesetz sowie der verstärkten sozialistischen Industriealisierung und Kollektivierung (in der Landwirtschaft), können die ökonomischen Grundlagen des Sozialismus aufgebaut werden. Dagegen steht die Politik des Bucharinismus in der Ökonomie mit ihrer Idealisierung der Neuen Ökonomischen Politik (NÖP), mit ihrer Ausweitung der Warenproduktion und des Warenumsatzes sowie der Förderung der Kulakenwirtschaften auf dem Land und dem Abbau des sozialistischen Volkseigentums, was zur Restauration (Wiederherstellung) des Kapitalismus führt. Sehr anschaulich zeigt Sergei Eisensteins Dokumentarfilm „DIE GENERALLINIE. Das Alte und das Neue“ (1926-1929) die Geschichte des Aufbaus des Sozialismus auf dem Lande in der UdSSR.

Über diese Themen der Politischen Ökonomie zum Aufbau des Sozialismus schreibt u.a. auch Kim Il Sung in seinem Artikel „ÜBER EINIGE THEORETISCHE PROBLEME DER SOZIALISTISCHEN ÖKONOMIK. Antwort auf Fragen von Funktionären des Bereiches Wissenschaft und Bildung 1. März 1969“ (Verlag für fremdsprachige Literatur, Pyöngyang, 1983) über seine Erfahrungen beim sozialistischen Aufbau in der Demokratischen Volksrepublik Korea (DVRK).

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J.W. Stalin:

ÜBER DIE RECHTE ABWEICHUNG IN DER KPdSU(B)

Rede auf dem Plenum des ZK und der ZKK der KPdSU(B) im April 1929

d) Über die NÖP und die Marktbeziehungen

Der vierte Fehler Bucharins betrifft die Frage der NÖP (der Neuen Ökonomischen Politik). Der Fehler Bucharins besteht hier darin, dass er nicht sieht, dass die NÖP zwei Seiten hat, er sieht nur die eine Seite der NÖP. Als wir im Jahre 1921 die NÖP einführten, richteten wir ihre Spitze gegen den Kriegskommunismus, gegen ein Regime und eine Ordnung, die jegliche Freiheit des privaten Handels ausschließen. Wir waren und sind der Meinung, dass die NÖP eine gewisse Freiheit des privaten Handels bedeutet. Diese Seite der Sache hat sich Bucharin gemerkt. Das ist sehr gut.

Aber Bucharin irrt sich, wenn er annimmt, dass diese Seite der Sache die NÖP erschöpft. Bucharin vergisst, dass die NÖP noch eine andere Seite hat. Die Sache ist die, dass die NÖP durchaus nicht volle Freiheit des privaten Handels, freies Spiel der Preise auf dem Markt bedeutet. NÖP heißt Freiheit des privaten Handels in bestimmten Grenzen, in einem bestimmten Rahmen, bei Gewährleistung der regulierenden Rolle des Staates auf dem Markt. Darin gerade besteht die zweite Seite der NÖP. Dabei ist diese Seite der NÖP für uns von größerer Wichtigkeit als ihre erste Seite. Wir haben auf dem Markt kein freies Spiel der Preise, wie es gewöhnlich in den kapitalistischen Ländern der Fall ist. Wir bestimmen im Wesentlichen die Preise für das Getreide. Wir bestimmen die Preise für die Industriewaren. Wir bemühen uns, eine Politik der Senkung der Selbstkosten der Produktion und der Preisherabsetzung für die Industriewaren durchzuführen, und sind bestrebt, die Stabilität der Preise für die Erzeugnisse der Landwirtschaft zu wahren. Ist es nicht klar, dass es solche besonderen und spezifischen Zustände auf dem Markt in den kapitalistischen Ländern nicht gibt?

Daraus folgt, dass, solange die NÖP besteht, ihre beiden Seiten gewahrt bleiben müssen: sowohl die erste Seite, die gegen das Regime des Kriegskommunismus gerichtet ist und die Gewährleistung einer gewissen Freiheit des privaten Handels bezweckt, als auch die zweite Seite, die gegen die volle Freiheit des privaten Handels gerichtet ist und die Gewährleistung der regulierenden Rolle des Staates auf dem Markt bezweckt. Man hebe eine dieser Seiten auf – und man wird keine Neue Ökonomische Politik mehr haben.

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Zur Politischen Ökonomie des Sozialismus

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Heute sind die Probleme der Politischen Ökonomie des Sozialismus immer noch wichtiger Bestandteil des Klassenkampfes im Bereich der Ideologie. Daher werden im Folgenden die ersten drei Punkte der letzten Schrift von J.W. Stalin zur Politischen Ökonomie des Sozialismus  „ÖKONOMISCHE PROBLEME DES SOZIALISMUS IN DER UDSSR“ (1952) abgedruckt (nach J.W. Stalin, Ökonomische Probleme des Sozialismus in der UdSSR, Peking, 1972, S. 1-28). Hier wird ein erster Überblick über ökonomische Probleme – wie das Weiterwirken der ökonomischen Gesetze, der Warenproduktion und des Wertgesetzes im Sozialismus – gegeben. Diese Schrift des Genossen Stalin bietet nur einen kurzen Überblick, wer sich näher mit der Politischen Ökonomie des Sozialismus auseinandersetzen möchte, dem seien folgende Texte empfohlen:

  • Akademie der Wissenschaften der UdSSR, Institut für Ökonomie, POLITISCHE ÖKONOMIE. LEHRBUCH, Berlin/DDR, 1955, S. 431-712 (Link)
  • Mao Tse-tung, Das machen wir anders als Moskau! Kritik an der sowjetischen Politökonomie, Hamburg, 1975
  • Kim Jong Il, Zum richtigen Verständnis für den politisch-moralischen und den materiellen Stimulus (13. Juni 1967)

 

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J.W. Stalin:

ÖKONOMISCHE PROBLEME DES SOZIALISMUS IN DER UDSSR

(1952)

[..]

  1. Die Frage des Charakters der ökonomischen Gesetze im Sozialismus

Manche Genossen verneinen den objektiven Charakter der Gesetze der Wissenschaft, insbesondere der Gesetze der politischen Ökonomie im Sozialismus. Sie verneinen, dass die Gesetze der politischen Ökonomie die Gesetzmäßigkeiten von Prozessen widerspiegeln, die sich unabhängig vom Willen der Menschen vollziehen. Sie sind der Meinung, in Anbetracht der besonderen Rolle, die die Geschichte dem Sowjetstaat zugewiesen hat, könnten der Sowjetstaat, seine Führer die bestehenden Gesetze der politischen Ökonomie aufheben, könnten sie neue Gesetze „aufstellen“, neue Gesetze „schaffen“.

Diese Genossen irren sich gründlich. Sie verwechseln, wie man sieht, die Gesetze der Wissenschaft, die objektive, unabhängig vom Willen der Menschen in der Natur oder in der Gesellschaft vor sich gehende Prozesse widerspiegeln, mit den Gesetzen, die von Regierungen erlassen, nach dem Willen der Menschen geschaffen werden und nur juridische Kraft haben. Man darf sie aber auf keinen Fall verwechseln.

Der Marxismus fasst die Gesetze der Wissenschaft – ganz gleich, ob es sich um Gesetze der Naturwissenschaft oder um Gesetze der politischen Ökonomie handelt – als die Widerspiegelung objektiver, unabhängig vom Willen der Menschen vor sich gehender Prozesse auf. Die Menschen können diese Gesetze entdecken, sie erkennen, sie erforschen, sie in ihrem Handeln berücksichtigen, sie im Interesse der Gesellschaft ausnutzen, aber sie können diese Gesetze nicht verändern oder aufheben. Umso weniger können sie neue Gesetze der Wissenschaft aufstellen oder schaffen.

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Clara Zetkin: LENINS WERK

Selected Writings - Clara Zetkin

Clara Zetkin: Lenins Werk

(19. Januar 1928)

WI Lenin

Lenin hat durch die Tat bewiesen, daß er unser genialster, unser bester Führer war. Die proletarische Revolution Rußlands steht vor uns, das gewaltigste Ereignis dieser Zeit, der erste große historische Beweis für Marxens Lehre, daß die Befreiung des Proletariats aus dem Joche des Kapitalismus das Werk des Proletariats selbst sein muß. Steht es damit vielleicht in Widerspruch, daß – soweit geschichtliches Geschehen eines Menschen Werk sein kann – die Revolution, die Sowjetrußland geschaffen hat, Lenins Werk ist? Keineswegs. Lenin war unbestritten das denkende, lenkende Hirn, das leidenschaftlich glühende Herz, der unbeugsame Wille der proletarischen Revolution. Lenin aber konnte das nur sein, weil zwei Quellströme revolutionärer Schöpfungskraft sich in ihm vereinigten. Er war bis in die tiefsten und letzten Fasern seines Wesens von der Überzeugung erfüllt, daß die wirtschaftliche, die gesellschaftliche Entwicklung zur Verwirklichung des Kommunismus durch das Proletariat führt und daß die Eroberung der Macht der große, entscheidende weltgeschichtliche Schritt zu diesem Ziel ist. Er war bis in die tiefsten, letzten Fasern seines Wesens mit den russischen Proletariern und Bauern, den Ausgebeuteten und Unterdrückten der ganzen Welt verbunden. Er liebte sie um ihres Leidens und Duldens willen, das er als eigene Qual empfand, und er achtete sie, hatte unerschütterliches Vertrauen zu ihnen als den revolutionären Kämpfern gegen die Ausbeutungs- und Herrschaftsgewalt des Besitzes, als den Werkleuten eines neuen, vollkommenen Gesellschaftsbaus. So lebte und webte in Lenin die wissenschaftliche Lehre des revolutionären internationalen Sozialismus zusammen mit dem besten, fortgeschrittensten Fühlen und Denken, Erkennen, Wollen und Handeln des Proletariats. Beides verschmolz miteinander zu einem unlöslichen Ganzen. Das höchste geschichtliche Wesen des Proletariats als revolutionärer Klasse fand in Lenin klaren Ausdruck, gab seinem Riesenwillen das leuchtende Ziel und befeuerte seine nie ermattende Tatkraft. In lebendiger Wechselwirkung aber brachte Lenin den Massen der Mühseligen und Beladenen eben dieses, ihr historisches Wesen und ihre Bedeutung als revolutionäre Klasse, zum Bewußtsein und ballte ihre erweckte Erkenntnis zu revolutionärem Willen und revolutionärer Tat zusammen. Lenin und das russische Proletariat, das Weltproletariat wurden eins. Mit dem Herzen und [dem] Verstand ging er in die Arbeiterschaft ein. Nie war er zufriedener, glücklicher, als wenn er unmittelbar unter den Arbeitern und Bauern lehrte, organisierte und die Geister vorbereitete, die politische Macht in die eigene starke Faust zu nehmen und auf dem steinigen, dornenreichen Weg zum Kommunismus vorwärtszuschreiten. Lenin ward der große, der unsterbliche Arbeiter der Weltrevolution.

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