Weiterführung der Revolution oder Restaurierung des Kapitalismus? – Kritik an der „Theorie von den Produktivkräften” Liu Schaoqis und anderer politischer Hochstapler

Vom Verfasserkollektiv der Staatlichen Plankommission

Der vorliegende Text wird nach der deutschen Ausgabe der Peking Rundschau Nr. 37 vom 14. September 1971 wiedergegeben.

Die reaktionäre „Theorie von den Produktivkräften“ ist eine ideologische Strömung des internationa­len Revisionismus. Nach dieser „Theorie“ soll und kann man in einem Land, solange seine Produktivkräf­te kein sehr hohes Niveau erreicht haben und es keinen hochentwickelten Kapitalismus hat, keine sozialistische Revolution führen. Mit dieser Theorie betrachtet man die Entwicklung der Gesellschaft einfach als ein natür­liches Ergebnis der Entwicklung der Produktivkräfte, insbesondere der Produktionsinstrumente. Das Proleta­riat brauche deshalb überhaupt keine Revolution zu machen, argumentiert man, da der Kapitalismus mit der Weiterentwicklung der Produktivkräfte in den Sozialis­mus „friedlich hineinwachsen“ werde.

In jedem kritischen Moment der Entwicklung der chinesischen Revolution traten der Renegat, versteckte Kollaborateur und Arbeiterverräter Liu Schaoqi und andere pseudo-marxistische politische Hochstapler, das zerlumpte Fähnchen der „Theorie von ‘den Produktivkräften“ schwingend, wütend gegen den revolutionären Kampf des Proletariats auf, in dem Versuch, die Revolution zu erdrosseln. In der Periode der demokratischen Revolution verleumdeten sie das Proletariat als „unreif“, unter dem Vorwand, daß Chinas „Produktivkräfte rückständig“ seien, und ver­traten die Ansicht, daß die Revolution in China nur von der Bourgeoisie geleitet werden könnte, und wi­dersetzten sich der Ergreifung der politischen Macht durch das Proletariat. Nachdem das Proletariat die politische Macht ergriffen hatte, tobten sie, daß es „in China nicht zu viel, sondern zu wenig Kapitalismus“ gäbe, waren dafür, man solle den Kapitalismus un­beschränkt entwickeln, und stellten sogar das reak­tionäre Programm der „Festigung der neudemokrati­schen Ordnung“ auf, in der üblen Absicht, das Rad der sozialistischen Revolution zurückzudrehen und China auf den Abweg des Kapitalismus zu leiten.

Im Jahre 1956 wurde die sozialistische Umgestaltung der Landwirtschaft, des Handwerks, der kapitalisti­schen Industrie und des kapitalistischen Handels (im Folgenden als die drei großen Umgestaltungen bezeich­net) im wesentlichen vollendet. In diesem entschei­denden Moment, wo es darum ging, ob die sozialisti­sche Revolution weiter vorwärtsgeführt werden könnte oder nicht, traten Liu Schaoqi und andere politische Hochstapler nach sorgsamer Vorbereitung mit der „Theorie von den Produktivkräften“ in anderem Gewand hervor und behaupteten, der inländische Hauptwiderspruch in China sei „der Widerspruch zwischen dem fortgeschrittenen sozialistischen Sy­stem und den zurückgebliebenen gesellschaftlichen Produktivkräften“. Mit dieser absurden Behauptung verfälschten sie das marxistisch-leninistische Grundprin­zip der Wechselbeziehungen zwischen den Produktiv­kräften und den Produktionsverhältnissen und zwischen ökonomischer Basis und Überbau, setzten sich der äußerst wichtigen wissenschaftlichen Schlußfolgerung unseres großen Führers Vorsitzenden Mao entgegen, daß der inländische Hauptwiderspruch in China „der Wider­spruch zwischen der Arbeiterklasse und der Bourgeoisie“ ist, und negierten den Klassenkampf im wirtschaftli­chen, politischen und ideologischen Bereich und versuch­ten, mit einem einzigen Federstrich die Weiterführung der Revolution unter der Diktatur des Proleta­riats auszustreichen und die „theoretische“ Grundla­ge für ihre konterrevolutionäre revisionistische Linie zu schaffen.

Weiterlesen »

Die Gesetzmäßigkeiten des Klassenkampfes in der sozialistischen Periode

Von Dji Ping

Der vorliegende Text wird nach der deutschen Ausgabe der Peking Rundschau Nr. 33 vom 22. August 1972 wiedergegeben.

Wie entwickeln und ändern sich die Klassenwidersprüche und der Klassenkampf in der historischen Periode des Sozialismus und welches sind deren Gesetz­mäßigkeiten?

Um die Gesetzmäßigkeiten des Klassenkampfes in der Zeit des Sozialismus zu beherrschen, muß man sich über den Hauptwiderspruch im Lande in dieser Periode im klaren sein. Schon am Vorabend der Grün- dung des neuen China stellte Vorsitzender Mao im Jahre 1949 auf der zweiten Plenartagung des VII. Zentral­komitees der KP Chinas eindeutig fest, daß nach der Machtergreifung im ganzen Lande und der Lösung der Bodenfrage der innere Hauptwiderspruch „der Wider­spruch zwischen der Arbeiterklasse und der Bourgeoi­sie“ ist. Später hob er mehrmals hervor, daß während der ganzen historischen Periode des Sozialismus der Kampf zwischen dem Proletariat und der Bourgeoisie, zwischen dem sozialistischen und kapitalistischen Weg weiter geht, daß die Gefahr einer kapitalistischen Restauration bestehen bleibt.

Im Jahre 1962 legte Vorsitzender Mao auf der zehnten Plenartagung des VIII. Zentralkomitees der Partei in noch umfassenderer Weise die grundlegende Linie un­serer Partei in der ganzen historischen Periode des So­zialismus dar und mahnte uns: „Nie den Klassenkampf vergessen!“ Bei der Führung des chinesischen Volkes im Kampf für die sozialistische Revolution und den Aufbau des Sozialismus hat Vorsitzender Mao dadurch, daß er den Standpunkt, die Auffassungen und die Me­thode des dialektischen Materialismus und des histori­schen Materialismus anwendete und so den Hauptwi­derspruch zwischen dem Proletariat und der Bourgeoi­sie herausarbeitete, die Erfahrungen der Weiterfüh­rung der Revolution unter der Diktatur des Proletariats zusammengefaßt und die Gesetzmäßigkeiten des Klas­senkampfes zwischen dem Proletariat und der Bourgeoi­sie unablässig enthüllt.

Der Klassenkampf ist unvermeidlich

Im Jahre 1957 wies Vorsitzender Mao auf folgendes hin: „Die Klassenfeinde werden unbedingt nach Gele­genheiten suchen, sich geltend zu machen. Sie werden sich mit dem Verlust der Staatsmacht und ihres Eigentums nicht abfinden. Die Feinde werden immer noch Angriffe unternehmen, wie sehr auch die Kom­munistische Partei sie im voraus gewarnt und ihnen den grundsätzlichen strategischen Kurs klargemacht hat. Der Klassenkampf ist eine vom Willen des Men­schen unabhängige, objektive Tatsache. Das heißt, der Klassenkampf läßt sich nicht vermeiden.“

Daß die Klassenfeinde und alle finsteren Elemente auf der Bildfläche erscheinen werden, ist ihrer reaktionä­ren Natur wegen gewiß. Es geschah in der Vergan­genheit nicht und wird auch in Zukunft nicht geschehen, daß die gestürzten reaktionären Klassen freiwillig von

der Bühne der Geschichte abtreten, ohne Widerstand zu mobilisieren. Ihre reaktionäre Klassennatur und idealistische Weltanschauung verleiten sie beständig, sich selbst zu überschätzen und die Kräfte der Revo­lution zu unterschätzen. Sie halten die absolute Über­legenheit des Proletariats für eine absolute Unterle­genheit. Daher zögern sie nicht, sich in Szene zu setzen, sobald sich eine Gelegenheit bietet. Trotz wiederholter Rückschläge und schamloser Niederlagen werden sie weiterhin nach diesem Gesetz handeln.

Die Praxis des Kampfes für die Konsolidierung der Diktatur des Proletariats in den über 20 Jahren seit der Befreiung hat die Richtigkeit der von Vorsitzendem Mao enthüllten Gesetzmäßigkeiten bewiesen. In der ersten Periode nach der Gründung des neuen China, als das chinesische Volk die Bewegung zum Widerstand gegen die amerikanische Aggression und zur Hilfelei­stung für Korea durchführte, bestachen dem Gesetz Zuwiderhandelnde Kapitalisten Kader in Regierungsäm­tern und staatlichen Betrieben, hinterzogen Steuern und beschäftigten sich mit anderen illegalen Aktivitäten, um den Sozialismus zu unterminieren und den staat­lichen Sektor der Wirtschaft zu sabotieren. Sie lan­cierten einen wütenden Angriff gegen das Proletariat, indem sie sich in seine Reihen einschlichen und seine Kader auf ihre Seite zogen. Im Jahre 1955 tischte die konterrevolutionäre Clique um Hu Feng ein „Memo­randum“ von 300 000 chinesischen Schriftzeichen auf. Sie versuchte so, sich in den Reihen der Revolution ein­zunisten und sie vom Innen her zu unterminieren. Auf diesem Wege hätte die proletarische Staatsmacht gestürzt werden sollen. Im Jahre 1957 machten sich die bürgerlichen Rechten die Ausrichtungsbewegung in unserer Partei, die darauf abzielte, die Unzulänglich­keiten in der Partei zu überwinden, zunutze und ver­suchten so, diese zu zerstören, das sozialistische System zu bekämpfen und die Staatsmacht an sich zu reißen. All diese Beispiele beweisen, daß die Klassenfeinde von selbst hervortreten, um uns anzugreifen. Das ist ein objektives, vom menschlichen Willen unabhängiges Gesetz.

Auch Vertreter der Bourgeoisie, die sich in die Partei eingeschlichen haben, handeln diesem Gesetz nicht zu­wider. Sie vertreten die Interessen und den Willen der gestürzten Ausbeuterklassen und aller reaktionären Kräfte. Sie werden hartnäckig Anstrengungen machen, sich durchzusetzen. Alle Verschwörer und Karrieristen von Gao Gang bis Liu Shaoqi und andere politische Hochstapler unternahmen ausnahmslos aus eigenem Antrieb Angriffe gegen die Partei, um die Führung der Partei und die Staatsmacht zu usurpieren sowie die Linie und die Politik der Partei und die sozialistische Ordnung zu verändern. Ihre reaktionäre Klassennatur und doppelzüngige Taktik und ihre tief verwurzelte reaktionäre Weltanschauung bestimmen, daß sie der Par­tei und dem Volk feindlich gesinnt sind. Es ist unmög­lich, sie daran zu hindern oder sie zu retten. Als die gegen die Partei gerichteten Aktivitäten der politischen Schwindler vom Schlage Liu Shaoqis ans Tageslicht kamen, tat Vorsitzender Mao mit der Großzügigkeit eines proletarischen Revolutionärs mehrmals sein Bestes, um sie zu retten. Aber ohne auch nur die leiseste Reue zu zeigen, setzten sie ihre konterrevolutionären verbreche­rischen Machenschaften fieberhaft fort und verursachten schließlich ihren eigenen Untergang. Die Lage unserer sozialistischen Revolution und unseres Aufbaus des Sozialismus wird immer besser, die proletarische Dik­tatur ist weiter gefestigt worden und die revolutionäre Linie des Vorsitzenden Mao in auswärtigen Angelegen­heiten hat einen Erfolg nach dem anderen gezeitigt. All dies hat die Volksmassen aller Nationalitäten Chi­nas begeistert und angespornt.

Weiterlesen »

Bundesweites Bündnis gegen die Preisexplosion gegründet

Nachfolgend wird ein Aufruf gegen des Bündnisses „Nicht auf unserem Rücken“ gegen die derzeitige Preisexplosion abgedruckt. Achtet auf weitere Ankündigungen unter: http://www.nichtaufunseremruecken.org

Wir alle bemerken die Preisexplosion – im Supermarkt, bei der Gasabrechnung und in der politischen Diskussionen in Betrieb, Stadtteil, Schule oder Universität. Erst das 100 Milliarden-€-Aufrüstungspaket für die Bundeswehr und jetzt die „Gasumlage“. Diese ist eine direkte Umverteilung von unten nach oben, welche durch den Staat beschlossen und eingetrieben wird. Hinzu kommen die immer wiederkehrenden Debatten um 42-Stunden-Woche und Rente mit 70.

Als unterschiedliche Bündnisse, Organisationen und Gruppen vernetzen wir uns gemeinsam, um lokal und bundesweit sichtbare Proteste gegen die Preisexplosion zu organisieren und diese Zustände nicht unwidersprochen zu lassen. Wir werden diese Krise nicht auf unserem Rücken austragen lassen.

  • Automatische Anpassung aller Löhne, Sozialleistungen und Renten an die Preisentwicklung! Sofortige Erhöhung der Grundsicherung auf 850€!
  • Senkung von Mehrwertsteuer und Energiesteuer – weg mit der Gasumlage!
  • Sofortige Preisstopps für Lebensmittel, Miete, Spritpreis und Energie auf Kosten der Profite der Monopole!
  • Verbot von Zwangsräumungen, Kündigungen und von Strom- und Gassperren!
  • 100 Milliarden für die Pflege, Wohnen, Bildung und kostenlosen & gut ausgebauten Nahverkehr statt für die Bundeswehr!
  • Krisenprofiteure zur Kasse – die Reichen sollen zahlen!

Quelle: http://www.nichtaufunseremruecken.org/2022/09/15/bundesweites-buendnis-gegen-die-preisexplosion-gegruendet/

Warum es notwendig ist, Weltgeschichte zu studieren

Von Schi Djun

Der vorliegende Text wird nach der deutschen Ausgabe der Peking Rundschau Nr. 22 vom 6. Juni 1972 wiedergegeben.

Vorsitzender Mao hat uns gelehrt: „Eine politische Partei, die eine große revolutionäre Bewegung führt, kann nicht siegreich sein, wenn sie über keine revolutionäre Theorie verfügt, keine Geschichtskenntnisse besitzt, kein tiefes Verständnis für die praktische Bewegung hat.“ Während er stets die Notwendigkeit betont, gewissenhaft marxistisch-leninistische Theorien zu studieren und Untersuchungen und Studien vorzu- nehmen, hat Vorsitzender Mao die Parteimitglieder und Kader zugleich gelehrt, daß sie dem Studium der Ge­schichte, chinesischer wie ausländischer, große Beach­tung schenken müssen, und daß Kenntnis oder Unkenntnis der Geschichte einer der Gründe ist für den Sieg oder Nicht-Sieg einer proletarischen revolutionären Partei. Zu einer Zeit, da eine ausgezeichnete Situation in der chinesischen Revolution und der Welt­revolution besteht, die sich beide kraftvoll entwickeln, wird es für unsere Sache der sozialistischen Revolution von großem Nutzen sein, wenn wir Weltgeschichte studieren.

Charakteristische Besonderheit der Weltsituation

Das Zeitalter, in dem wir leben, ist „ein großes Zeit­alter der radikalen Veränderung des Gesellschaftssy­stems in der Welt, ein weltumstürzendes Zeitalter“. Staaten wollen Unabhängigkeit, Nationen wollen Be­freiung und die Völker wollen Revolution — dies ist zu einer unwiderstehlichen Strömung der Geschichte geworden. Die Zeiten sind für immer vorbei, da zwei Supermächte die Welt beherrschen konnten. In einem solchen Zeitalter lebend, müssen wir darauf vorbereitet sein, an großen Kämpfen teilzunehmen, die sich in der Form durch viele Besonderheiten von den Kämpfen in den vergangenen Epochen unterscheiden.

Siegreich in seiner Revolution, muß das sozialistische China danach streben, größere Beiträge für die Menschheit zu leisten. Da die chinesische Revolution ein Teil der Weltrevolution ist, sind alle revolutionären Aufga­ben, die wir übernehmen, mit den revolutionären Kämp­fen der Völker der Welt eng verbunden. Um die Welt im Herzen zu tragen, ist es notwendig, sie zu verstehen. Die Welt von heute ist eine Entwicklung der Welt von gestern und vorgestern. Die gegenwärtigen Kämpfe der Völker der Welt gegen den Imperialismus und seine La­kaien sind eine Fortsetzung und Entwicklung ihrer frü­heren und langen Kämpfe gegen Klassenunterdrückung, nationale Unterdrückung und Kolonialherrschaft. Welt­geschichte zu studieren, wird uns ermöglichen, durch Erwerben von Kenntnissen über den gesamten Prozeß der Weltgeschichte und Lernen aus historischen Erfah­rungen die Besonderheiten der gegenwärtigen Weltsi­tuation besser zu verstehen, ihre Haupttendenz voraus­zusehen, unsere Zuversicht auf den Sieg des Proletariats und der revolutionären Völker zu verstärken und unsere Bewußtheit des proletarischen Patriotismus und Inter­nationalismus zu erhöhen. Das wird der Förderung der gegenseitigen Unterstützung zwischen den Völkern Chinas und anderer Länder in revolutionären Kämpfen nutzen und dadurch der Weltrevolution zur noch größeren Entwicklung verhelfen.

Die charakteristische Besonderheit der heutigen Welt­lage ist „Aufruhr“, oder „Aufruhr in der ganzen Welt“. Dieser „Aufruhr“, der eine Klassennatur hat, ist ein Ausdruck der Verschärfung der Hauptwidersprüche der Welt. Warum kommt „Aufruhr in der ganzen Welt“ auf? Ist er etwas Gutes oder Schlechtes? Wie soll man dieses komplizierte internationale Phänomen einschätzen? Begreifen der Weltgeschichte wird uns lehren, daß Sturz des alten Gesellschaftssystems und Errichtung eines neuen eine große Revolution ist, gekennzeichnet durch seelenbewegende Klassenkämpfe und welterschüt­ternde Veränderungen. Dies ist an jedem großen Wen­depunkt in der Geschichte der Menschheit der Fall ge­wesen. Der Prozeß des Zusammenbruchs des westlichen Sklavensystems war durchsetzt von wiederholten Skla­venaufständen im antiken Römischen Reich und von endlosen ausländischen Invasionen, wobei sich Bürger­kriege mit Kriegen nach außen hin zugleich ereigneten. Im Verlauf des Zusammenbruchs des Feudalsystems der Welt fegte die bürgerliche Weltrevolution über Europa und Amerika hinweg; es gab häufige Bürgerkriege und internationale Kriege, Restaurationsversuche und Wi­derstand dagegen sowie das aufeinanderfolgende Hervortreten von Systemen der Monarchie und Repu­blik — eine große Umwälzung während beinahe 200 Jahre.

In den mehr als 100 Jahren seit der Geburt des Mar­xismus, da das Proletariat auf die Weltbühne trat, sind der revolutionäre Kampf zum Sturz der Bourgeoisie und anderer Ausbeuterklassen und die Befreiungskämpfe der unterdrückten Völker mit voller Kraft angeschwol­len und erschütterten die ganze Welt. Deswegen ist die große Umwälzung in der Weltlage eine normale Erschei­nung in dem großen Zeitalter der Revolution und steht in Übereinstimmung mit der objektiven Gesetzmäßig­keit der Entwicklung der Geschichte. Der „Aufruhr“ der heutigen Welt widerspiegelt den Kampf auf Leben und Tod zwischen zeitgenössischen revolutionären Kräften und konterrevolutionären Kräften, ist ein „Aufruhr“, in dem die alte Welt der imperialistischen Herrschaft ihrem Zusammenbruch entgegengeht und eine neue sozialisti­sche Welt zum Sieg schreiten wird.

Weiterlesen »

Warum die Grünen die neuen Braunen sind

Die theoretischen und ideologischen Grundlagen des heute so beliebten „Ökologismus“, der „grünen Umweltschützer“ und der volksfeindlichen Politik der „rot-grün-gelben Ampelmännchenregierung“, macht der damalige Vorsitzende der KPD/ML (Neue Einheit) Klaus Sender bereits 1980 in seiner Schrift „Über den historischen Hintergrund der „grünen“ und antiindustriellen Ideologie (Geschichtliche Übersicht)“ klar aus:

Noch nie hat es eine derart offene Propagierung der „grünen Programme“, die schon vor dreißig Jahren die Programme der USA waren, gegeben, wie im Jahre 1979: unverholene Programme der Bevölkerungsreduzierung, der Abschiebung der schweren Arbeit auf „Kolonialvölker“, Produktionsverlagerungen weg von hier und Reduzierung der Arbeiterklasse, „Anti-Kernenergie-Kampagne“ in den westeuropäischen Staaten, Entpolitisierung, Herausreißen aus dem historischen Zusammenhang. Dies war zugleich begleitet mit offenen Kriegsdrohungen gegen die unterdrückten Völker.“ (Neue Einheit Nr. 2/81, S. 18).

Anhand dieser Analyse der (welt-)politischen der damaligen Zeit und der Strategie des (US-)Imperialismus in der Periode 1945-1980, wird klar, warum heute die Regierungs- und Kriegspartei „Die Grünen/Bündnis 90“ so penetrant die Interessen (US-)Monopolkapitals und deren transatlantischen NATO-Clique hier in der BRD vertreten. Daher wird die Schrift des Genossen Klaus Sender im Anschluss abgedruckt. Das Original ist online hier zu finden: www.neue-einheit.com/deutsch/hintergrund-gruene-ideologie-ks1980.pdf

Europäische Werte: 1,21 Euro Mindestlohn

In der Zeitung der DKP „Unsere Zeit“ (UZ) vom 16.09.2021 (Seite 12) berichtet Werner Rügemer über die sozialen Verhältnisse unter dem faschistischen Selenski-Regime in der Ukraine. Dieser Beitrag erschien zuerst in den „NachDenkSeiten“ und wurde von der Redaktion der UZ redaktionell gekürzt. Hier der Link zum gesamten Artikel: http://www.maoistdazibao.wordpress.com/2022/08/08/unsere-europaischen-werte-121-euro-mindestlohn-in-der-ukraine/

Die ärmste und kränkste Bevölkerung Europas, Drehscheibe für Niedriglohnarbeiter, Weltspitze beim Handel mit dem weiblichen Körper und mehr Soldaten als jeder europäische NATO-Staat: Willkommen in der Ukraine. Der Beitrag erschien am 21. Juli auf den „NachDenkSeiten“. Für den Nachdruck in der UZ wurde er gekürzt und redaktionell überarbeitet.

96 Euro für Vollzeitarbeit – 2017 war das der monatliche Mindestlohn in der Ukraine. Selbst den bekam ein Drittel der meist weiblichen Beschäftigten in der Textil- und Lederindustrie nur durch erzwungene, unbezahlte Überstunden. Das offizielle Existenzminimum in der Ukraine 2017: 166 Euro pro Monat.

Textilindustrie

Etwa 2.800 Textilunternehmen sind in der Ukraine registriert. Die Zahl nicht registrierter Kleinbetriebe dieser Branche dürfte ebenso hoch liegen. 220.000 Menschen arbeiten in der Textilbranche, überwiegend ältere Frauen. Sie halten sich durch Subsistenzwirtschaft über Wasser, zum Beispiel durch einen eigenen Garten mit Hühnerstall.

Die Ukraine führte 2015 einen Mindestlohn ein. Der lag zunächst bei 34 Cent pro Stunde, stieg über die Jahre an und liegt seit 2021 bei 1,21 Euro pro Stunde. Bezahlt wird er bei Weitem nicht immer. Verbreitet sind Stücklöhne – eine bestimmte Zahl an Kleidungsstücken muss innerhalb einer Stunde fertig genäht werden, klappt das nicht, muss unbezahlt nachgearbeitet werden – und unbezahlter Urlaub, der angeordnet wird, wenn keine Aufträge vorliegen. Westliche Gewerkschaften und „Menschenrechtler“ blicken nach Südostasien, wenn es um Niedriglöhne in der Textilindustrie geht. Dabei sind die Löhne in der Ukraine noch niedriger als in Bangladesch.

Die ukrainischen Textilunternehmen dienen meist als Zulieferer für international vernetzte Billigproduzenten in benachbarten EU-Staaten. So gehen beispielsweise 41 Prozent der in der Ukraine gefertigten Schuhe als Halbfertigware an die Niedriglohnfabriken Rumäniens, Ungarns und Italiens, wo sie das unschuldige Etikett „Made in EU“ bekommen.

Die Hungerlöhne führen dazu, dass Textilarbeiterinnen sich selbst nur in Second-Hand-Klamotten aus dem Westen kleiden können. Die Ukraine importiert mehr Textilien als sie exportiert.

Autozulieferer, Pharma, Maschinenbau

Ähnlich läuft es auch in anderen Branchen. Die Ukraine war ein Schwerpunkt industrieller Produktion der Sowjetunion. Nach der Selbstständigkeit 1991 übernahmen Oligarchen die Firmen, machten Gewinne, steckten aber nichts in Innovationen. Für westliche Firmen standen Millionen gut qualifizierter Beschäftigter zu Niedrigstlöhnen bereit.

Tausende Unternehmen, vor allem aus den USA und der EU, vergeben Zulieferaufträge für eher einfache Teile. Vor allem deutsche Firmen: Porsche, VW, BMW, Schaeffler, Bosch und Leoni etwa für Autokabel. Pharmakonzerne wie Bayer, BASF, Henkel, Ratiopharm und Wella lassen ihre Produkte abfüllen und verpacken. Arcelor Mittal, Siemens, Demag, Vaillant und Viessmann unterhalten Montage- und Verkaufsfilialen. Hier werden durchaus Löhne von zwei bis drei Euro gezahlt. Mehr als der Mindestlohn, aber immer noch deutlich weniger als in Ungarn, Polen oder Rumänien.

Arbeitsmigration

Die selektive Ausnutzung von Standortvorteilen durch westliche Kapitalisten hat nicht zu volkswirtschaftlicher Entwicklung geführt. Im Gegenteil verarmte die Ukraine. Immer mehr Ukrainer sahen sich gezwungen, ihr Land zu verlassen und im Ausland nach Arbeit zu suchen.

Schon bis Ende der 1990er Jahre waren mehrere hunderttausend Ukrainer nach Russland ausgewandert. Dort waren die Löhne zwar nicht viel höher, die Lebenshaltungskosten aber spürbar geringer.
Seit den 2000er Jahren und beschleunigt durch die Folgen des Maidan-Putsches 2014 sind etwa fünf Millionen Ukrainer als Arbeitsmigranten unterwegs. Zwei Millionen leben mehr oder weniger dauerhaft im Ausland. Drei Millionen pendeln in die Nachbarstaaten. Insbesondere Polen, das Ansprüche auf westliche Teile der Ukraine erhebt, fördert die Arbeitsmigration aus der Ukraine. Zwei Millionen Ukrainer verdingen sich in Polen vor allem als Putzkräfte, Haushaltshilfen, Kellner, Altenpfleger oder Lkw-Fahrer. In Polen blüht das Geschäft von Vermittlungsagenturen, die Ukrainer zu polnischen Staatsangehörigen erklären und sie etwa als häusliche Pflegekräfte nach Deutschland oder in die Schweiz vermitteln. Da wird schon mal der dortige Mindestlohn bezahlt für eine 40-Stunden-Woche. In Wirklichkeit sind die Pflegekräfte oft 24 Stunden in Bereitschaft.

Weiterlesen »

Warum Kommunisten nicht für die Erhaltung des „Sozialstaates“ betteln sollten

Gegenwärtig kündigt sich eine neue Welle des sozialen Protestes gegen Inflation, Preissteigerung und die Kriegspolitik in der BRD an. Manche sprechen schon von einem „heißen Herbst“ gegen die Kahlschlag-Pläne der Ampel-Bundesregierung. Den Widerstand dagegen wird von unterschiedlichen Kräften organisiert (von der inzwischen rechtssozialdemokratischen Partei „Die Linke“ bis hin zu Parteien/Gruppen mit kommunistischen Anspruch). Die alte Frage von Reform oder Revolution wird in neuer Erscheinungsform wieder neu gestellt. Lassen wir Rosa Luxemburg mit einem Abschnitt aus ihrem Werk „Sozialreform oder Revolution?“ (Leipzig, 1899) zu Wort kommen:

Wer sich daher für den gesetzlichen Reformweg anstatt und im Gegensatz zur Eroberung der politischen Macht und zur Umwälzung der Gesellschaft ausspricht, wählt tatsächlich nicht einen ruhigeren, sicheren, langsamen Weg zum gleichen Ziel, sondern auch ein anderes Ziel, nämlich statt der Herbeiführung einer neuen Gesellschaftsordnung bloß quantitative Veränderungen in der alten. So gelangt man von den politischen Ansichten Bernsteins zu demselben Schluss wie von seinen ökonomischen Theorien: dass sie im Grunde genommen nicht auf die Verwirklichung der sozialistischen Ordnung, sondern bloß auf die Reformierung der kapitalistischen, nicht auf die Aufhebung des Lohnsystems, sondern auf das Mehr oder Weniger der Ausbeutung, mit einem Worte, auf die Beseitigung der kapitalistischen Auswüchse und nicht des Kapitalismus selbst abzielen.“ (Rosa Luxemburg, Sozialreform oder Revolution? In: Gesammelte Werke Band 1. Erster Halbband, Berlin, 1990, S. 428-429)

Warum sich die Illusion vom „Sozialstaat“ in Deutschland so hartnäckig hält und was dessen (historische) Grundlagen sind, erklärt der Artikel „Die Sozialstaatsillusion und der Widerspruch von Lohnarbeit und Kapital“ aus der Sonderheft 1 (Juni 1971, S. 7-70) der westdeutschen Zeitschrift „Probleme des Klassenkampfes“:

Weiterlesen »

Warum greift der imperialistisch-revisionistische Chor die KP Chinas und die große proletarische chinesische Kulturrevolution wütend an

Aus der „Zëri i Popullit“ (29. Dezember 1966)

Der vorliegende Text wird nach der deutschen Erstauflage, Verlag “Naim Frashëri” , Tirana, 1966 wiedergegeben.

Alle konterrevolutionären Kräfte — die Impe­rialisten, mit den amerikanischen an der Spitze, die modernen Revisionisten, mit den abtrünnigen sowjetischen’ Führern an der Spitze, und die ver­schiedenen Reaktionäre haben sich wütend auf die KP Chinas und den Genossen Mao Tse-tung gestürzt; sie greifen insbesondere durch ungezügelte Verleumdungen die große proletarische Kulturre­volution an, welche sich erfolgreich in der Volks­republik China entwickelt. Die schwarze Fahne dieser wilden antimarxistischen und anti-chinesi­schen Kampagne haben jetzt die verräterischen Führer der KP der SU in die Hände genommen.

Warum tun sie das eigentlich? Welche sind ihre Ziele? Das steht mit den Schlägen in Verbindung, die das Komplott, welches die chruschtschowschen Revisionisten nach dem Tode Stalins gegen den Sozialismus und die revolutionäre marxistisch- leninistische Weltbewegung organisierten, bekom­men hat und weiterhin bekommt. Die große pro­letarische chinesische Kulturrevolution, die sich unter der Führung der KP Chinas und gemäß den Lehren des Genossen Mao Tse-tung entwickelt, ist ein anderer schwerer Schlag’ für die feindlichen Pläne der Chruschtschowianer, weil diese Kulturrevolution mit einer revolutionären Entschlossenheit die im Schosse der KP Chinas versteckten Revisionisten aufdeckt und vernichtet und jede Möglichkeit, die in Richtung einer revisionistischen Degenerierung führt, liqui­diert.

Die konterrevolutionaeren Komplotte des Imperia­lismus und der chruschtschowschen Revisionisten sind gescheitert und werden weiterhin scheitern

Es ist jetzt vollkommen bewiesen, dass einer der vorgezogensten Wege der amerikanischen Im­perialisten und der chruschtschowschen Revisioni­sten, um den Sozialismus und die kommunistische Weltbewegung zu zerschlagen, der Weg der soge­nannten «friedlichen Evolution», der Weg um die Festung von innen zu nehmen, ist, indem man sich auf die verräterischen, revisionistischen und kon­terrevolutionären Elemente stützt, indem man diese aktiv unterstützt und ermutigt, der Weg, durch den auch die chruschtschowsche Clique an die Macht kam. Die maskierte chruschtschowsche Clique hatte, indem sie umstürzlerische Methoden anwandte, indem sie sich auf eine gegen das Volk gestellte und von ihm losgerissene Schicht bürokratisierter, verbürgerlichter und degenerierter Kadern und In­tellektuellen, welche den revolutionären Geist und die revolutionären Merkmale verloren hatten, an- lehnte, und indem sie aus Mangel an Wachsamkeit in der Führung der KP der SU nach dem Tode Stalins und aus deren Wankelmütigkeit, Zugeständ­nissen und Unentschlossenheit einen offenen Kampf, gestützt auf die Partei und die Massen., gegen die revisionistische Gefahr zu führen, profitierte, die Zügel der Partei und des Staates in der Sowjetunion an sich gerissen. All dies gebrauchte diese Clique, um die Diktatur des Proletariates zu liquidieren und die durch vergossenes Blut, durch titanenhaften Kampf und Arbeit des sowjetischen Volkes, unter der Führung Stalins errungenen Siege zu unter­graben, sowie um die revisionistischen und abtrünnigen Elemente in den anderen Ländern zu unterstützen, damit auch sie nach ihrem Beispiel handeln, die Macht in ihren Ländern an sich reißen und der Restaurierung des Kapitalismus den Weg bahnen sollten.

Die Machtergreifung der Revisionisten in der . SU und in einigen anderen sozialistischen Ländern war das größte konterrevolutionäre imperialistisch- revisionistische Komplott gegen die Arbeiterklasse und die Sache des Sozialismus. Aber dieses Komplott vollzog sich nicht innerhalb eines Tages. Der poli­tische konterrevolutionäre Umschwung wurde von den Revisionisten stufenweise vorbereitet. Hinter Maskierungen und pseudomarxistischen und pseu­do-sozialistischen Losungen begannen sie den Geist der Menschen zu bearbeiten, sie ideologisch zu entarten, und die Kader, die Kommunisten und die werktätigen Massen von den revolutionären Idealen zu entblößen und ihnen die bürgerlichen und klein­bürgerlichen Gedanken, Sitten und. Ausdrücke ein­zudrillen. Das war eine unterirdische schweigsame Arbeit, die von innen her die Grundmauern der sozialistischen Ordnung zerfraß und untergrub. So wurde durch die quantitativen, kleinen, täglichen und unsichtbaren Veränderungen der Ausbruch des qualitativen konterrevolutionären Putsches, die Liquidierung der Diktatur des Proletariates und ihre Ersetzung durch die revisionistische Diktatur, die Verfolgung einer bürgerlichen und kapitalisti­schen Politik auf allen Lebensgebieten, sowohl innerhalb des Landes als auch auf der internationa­len Arena, vorbereitet. Bei dieser verräterischen Handlung fanden die chruschtschowschen Revisio­nisten eine volle Stütze und Unterstützung bei dem amerikanischen Imperialismus, bei der Weltreak­tion, bei allen opportunistischen, liberalen, sozial­demokratischen und pazifistisch-bürgerlichen Strö­mungen auf der Welt, welche bei den Revi­sionisten ihre treuen Alliierten und eine uner­setzliche Waffe im Kampfe gegen den Sozialis­mus, die Revolution und gegen die Freiheit der Völker sahen. Indem er sich auf die aktive Unter­stützung aller konterrevolutionären Kräfte, an die Autorität und Macht des sozialistischen Staates, besonders der Sowjetunion, und an die Demagogie, als die höchste «Tugend» anlehnte, verwandelte sich der moderne Revisionismus zum größten und gefährlichsten Feind, den die Welt im Schosse des internationalen Kommunismus je gekannt hat. In Allianz mit dem Imperialismus, besonders mit dem amerikanischen, mit allen Reaktionären und allen Renegaten der Arbeiterklasse, unternahmen die modernen Revisionisten einen allgemeinen Angriff gegen den Marxismus-Leninismus, Sozialismus und die Revolution, um das Lager des Sozialismus und der kommunistischen Parteien zu entarten und zu liquidieren, um die revolutionäre Bewegung zu erdrosseln und die kapitalistische Ordnung zu ver­teidigen und zu restaurieren.

Aber das konterrevolutionäre Komplott der chruschtschowschen Revisionisten stieß an den entschlossenen Widerstand und Resistenz der PAA und der KP Chinas, an der prinzipiellen Einheit zwischen diesen und allen marxistisch-leninistischen Bruderparteien und revolutionären Kommunisten der ganzen Welt, die dem Marxismus-Leninismus treu sind und aktiv für die Erhaltung seiner Rein­heit. für den Triumph der Sache des Sozialismus kämpfen. Sie rissen der chruschtschowschen revi­sionistischen Clique die «marxistisch-leninistische» Maske herunter und zeigten in nackter Form vor aller Welt ihr wahres Gesicht als Renegat und Verräter des Sozialismus, als Alliierter und Mitar­beiter des Imperialismus und der Weltreaktion.

Indem sie sich bemühten diesen. Widerstand zu brechen und. die marxistisch-leninistischen Parteien zu. unterordnen, entwickelten die Chruschtschow sehen. Revisionisten gegen sie, besonders gegen die PAA und die KP Chinas, eine große feindliche Tätigkeit unter den verschiedensten Methoden und Formen — politische, wirtschaftliche, militärische, ideologische; übten gegen sie einen allseitigen Druck aus und verhängten wilde Blockaden, komplottierten gegen sie mit den verschworenen Feinden des Sozia­lismus — mit den amerikanischen Imperialisten, den titoistischen Verrätern, den indischen Reaktion nären und anderen. Gleichzeitig entwickelten sie gegen unsere Parteien eine weite revisionistische Diversion, setzten ihre ganze Agentur in Bewegung, unterstützten offen die parteifeindlichen Elemente und Feinde, erließen Aufrufe für eine Konterrevo­lution mit der Absicht, die Festung von innen her einzunehmen.

Aber dank der Haltung Und des entschlossenen und prinzipiellen Kampfes der KP Chinas, der PAA und aller marxistisch-leninistischen Parteien und Kräfte, erlitten die Revisionisten Niederlagen nach Niederlagen, eine schwerere als die andere. Die revisionistisch-imperialistischen Blockaden gegen die VR Albanien und die VR China scheiterten vollkommen, sie wurden zu Staub und Asche gegen­über der unüberwindbaren Kraft der albanischen und chinesischen Völker, vereint wie ein einziger Körper um ihre marxistisch-leninistischen Parteien. Die öffentliche Polemik, welche die chruschtschowsche Clique gegen die PAA und die KP Chinas vom Zaune brach, verwandelte sich in eine scharfe Schneide, welche- die revisionistischen Verräter zu Tode verwundete und ihnen die Maske herun­terriss. Sie vertiefte die allgemeine Krise des modernen Revisionismus, trug bei zur Verschärfung der Widersprüche in der revisionistischen Front selbst, beschleunigte den Differenzierungsprozess in den Reihen der kommunistischen Bewegung und setzte eine klare Grenze zwischen den revolutionä­ren Marxisten-Leninisten und den revisionistischen Renegaten, verhalf zur Organisierung der neuen marxistisch-leninistischen Kräfte, welche heute Dutzende Parteien, Organisationen und Gruppen auf allen Kontinenten zählen.

Es waren gerade diese nicht zu verbessernden Niederlagen, welche die heutigen sowjetischen Führer zwangen ihren Inspirator und berüchtigten Vorsitzenden, N. Chruschtschow, aufzuopfern und die Kampftaktiken und -methoden umzuändern, sich neue Masken aufzusetzen, um die Kommuni­sten und die Völker zu betrügen und die konterre­volutionäre chruschtschowsche Linie ohne Chruscht­schow im Verborgenen durchzuführen.

Weiterlesen »

Die bösen Folgen der allseitigen Restauration des Kapitalismus durch die Sowjetrevisionisten

Von Ming Sung

Der vorliegende Text wird nach der deutschen Ausgabe der Peking Rundschau Nr. 42 vom 22. Oktober 1974 wiedergegeben.

Die sowjetrevisionistische Renegatenclique hat, nach­dem sie in der Sowjetunion die Macht in Partei und Staat usurpierte, den Kapitalismus allseitig re­stauriert und den Sozialismus in Sozialimperialismus verwandelt. Eine bürokratische Monopolkapitalisten­klasse neuen Typs dominiert in allen gesellschaftlichen Bereichen der Sowjetunion. Unter ihrer Herrschaft ist heute die sowjetische Gesellschaft ein Bild der Deka­denz und des Verfalls. Alle dem Kapitalismus eigenen sozialen Krankheiten sind in der Sowjetunion ver­breitet.

Überall Korruption und Diebstahl

Die neuen bürokratischen Monopolkapitalisten der Sowjetunion sind eine Klasse von habgierigen und nur nach Profit strebenden Ausbeutern. Mittels der Prin­zipien „Profit an erster Stelle“ und „materieller An­reiz“ kommen sie zu hohen Gehältern, hohe Prämien, hohen Honoraren und allen möglichen Zuschlägen, ihre Einkommen sind deshalb zigfach oder gar hundertfach höher als die der sowjetischen Arbeiter und Bauer Dies befriedigt ihre Habgier jedoch noch nicht. Sie nutzen außerdem ihre privilegierten Positionen aus, um durch verschiedene Tricks noch mehr Arbeits­früchte der sowjetischen Werktätigen an sich zu reißen. So breiten sich in der Sowjetunion Amtsvergehen, Korruption und Diebstahl aus.

Dazu verwenden die neuen sowjetischen Kapitalisten verschiedenartigste Tricks. Aus Enthüllungen der Sowjetpresse entnehmen wir:

„Prämien“-Schwindel durch verfälschte „Produktions­leistungen“. Ein Beispiel: Der Direktor einer Moskauer Fabrik für Buntmetall-Gußteile arbeitete mit dem Chefingenieur, Chefbuchhalter und anderen zusammen und hatte es sich zur Gewohnheit gemacht, falsche Berichte über die „Erfüllung“ des Plans zu liefern. Allein in einem Quartal haben sie so 18 200 Rubel als „materielle Prämie“ erschwindelt.

Durch Fälschung von Quittungen Produktionsfonds unterschlagen. Ein Beispiel: Der Werkleiter einer Fruchtsaftfabrik in Baku. hat zusammen mit dem Chef­buchhalter und dem Produktionsleiter falsche Quit­tungen für den Einkauf und Transport von Früchten gemacht und verkaufte „Fruchtsäfte“ aus Leitungs­wasser, Zucker und Zitronensäure anstatt aus Früch­ten. So steckten sie in drei Jahren beinahe eine Million Rubel ein.

Privat produzieren, privat verkaufen, unter sich ver­teilen und daraus Riesengewinne schlagen. Ein Bei­spiel: Das führende Personal einer Textilfabrik in Georgien gründete in Kollaboration mit Schwarz­kaufleuten mit Ausrüstungen und Rohstoffen aus dieser Fabrik eine „Untergrundfabrik“, in der sehr gefragte Waren produziert und auf den Schwarzmärkten ver­kauft wurden. Daraus schlugen sie in kurzer Zeit ein Profit von 1,7 Million Rubel.

Die Korruptions- und Diebstahltätigkeiten der neuen sowjetischen Kapitalisten werden von den Angehörigen der Justizorgane beschirmt und unterstützt. Die Beam­ten verteidigen einander, die einen bestechen und die aderen werden bestochen, sie verteilen unter sich die Beute. Ein Beispiel dafür ist die Abteilung Recht und Kontrolle beim Ministerium für lokale Industrie Georgiens. Der ehemalige Leiter und viele Mitglieder dieser Abteilung begingen Korruption und wurden bestochen, sie waren die „Kundschafter der Diebe“.

Die dekadente, parasitäre Lebensweise

Die Lebensweise der sowjetischen bürokratischen Mo­nopolbourgeoisie ist von Privilegien, Parasitismus, Ex­travaganz und Korruption geprägt. Durch dieses dekadente Leben vergeudet sie die von ihr zusammenge­rafften Arbeitsfrüchte der Werktätigen.

Die Anführer der Sowjetrevisionisten besitzen prunk­volle Villen und exklusive Jagdgründe und führen das extravagante und dekadente Leben kapitalistischer Aristokraten.

Es ist allgemein bekannt, daß die sowjetischen Kapi- talisten neuen Typs ebenfalls riesige Häuser und Prunk­villen haben. Diese werden ihnen zum Teil von der Regierung zugewiesen und die anderen mit staatli­chem Material für sie gebaut-Manche der komfortablen Privatgebäude sind mit Billiardräumen und Schwimm­hallen ausgestattet, wieder andere sogar mit Marmor­treppen und -bädern. Wie berichtet wurde, hat die sowjetische Kulturministerin für ihre Tochter eine luxu­riöse Villa in der Vorstadt von Moskau bauen lassen, wobei sie für den Bau Tausende Rubel weniger bezahlte. Ein Mitglied des ZK der Partei in Georgien unterschlug über 500 000 Rubel des öffentlichen Fonds und ließ sich mit diesen Mitteln eine Privatresidenz bauen, die „prachtvoller ist“ als „die vor Jahrhunderten gebauten Kirchen und Tempel“. Mit größer werdenden Zahl der sowjetischen Kapitalisten neuen Typs, dem Ansteigen ihrer Macht und ihrer Geldmittel wachsen diese Privat­villen wie Pilzen aus der Erde.

Nach Meldungen der westlichen Presse hat die Ober­schicht dieser Kapitalisten, neuen Typs „grenzenlos“ hohe Konten in der Staatsbank. Sie können jede Summe, abheben, die sie für den Kauf von Villen, Wagen und anderem brauchen. Durch Vorschießen von einigen Dut­zend Rubel am Anfang eines jeden Monats können sie in einem Sondergeschäft so viel feine Sachen kaufen, wie sie im Monat wollen.

Diese Kapitalisten haben alle ihre Privatwagen, sogar mehrere. Sie kaufen die modernste Kleidung bei Spe­zialschneidern und essen in exklusiven und luxuriösen Restaurants.

Weiterlesen »

Eine machtvolle ideologische Waffe im Kampf gegen den Revisionismus – Notizen zum Studium von „Der Imperialismus als höchstes Stadium des Kapitalismus“

Von Hsin Feng

Der vorliegende Text wird nach der deutschen Ausgabe der Peking Rundschau Nr. 20 vom 16. Mai 1974 wiedergegeben.

„Der Imperialismus als höchstes Stadium des Kapi­talismus“ — dieses glänzende Werk wurde von Lenin mitten im heftigen Kampf gegen den Revisionismus der II. Internationale geschrieben, womit er den Er­fordernissen der großen historischen Ära des Imperialis­mus und der proletarischen Revolution entsprach.

Um die Wende des 19. Jahrhunderts vollzog sich der Übergang des Kapitalismus zum Imperialismus. Im Im­perialismus sind alle dem Kapitalismus innewohnenden Widersprüche aufs äußerste zugespitzt, und die gesell­schaftliche Revolution des Proletariats ist eine unmit­telbare Frage der Praxis. Der Ausbruch des I. Welt­krieges beschleunigte das Herankommen der Revolu­tion weiter. In den Fragen, wie man sich zu Imperia­lismus, Krieg und Revolution verhalten solle, gab es in der internationalen kommunistischen Bewegung von damals einen kompromißlosen Kampf zwischen der von Lenin repräsentierten marxistischen Linie und der von Bernstein und Kautsky vertretenen revisionistischen Linie. Lenin war der größte Bannerträger im Kampf gegen den Revisionismus der II. Internationale.

In seinem Buch „Der Imperialismus als höchstes Sta­dium des Kapitalismus“, einem seiner Hauptwerke zur Kritik des Revisionismus, analysierte Lenin das Wesen, die charakteristischen Merkmale und die Widersprüche des Imperialismus sowie dessen Verbindung mit dem Revisionismus und wies dann darauf hin, die Flut der Revisionistischen Ideen in der II. Internationale sei Keineswegs zufällig, sondern ein Produkt der Ära des Imperialismus. Um ihre reaktionäre Herrschaft auf­rechtzuerhalten, hat die Monopolkapitalistenklasse mit einem Teil der gigantischen Extraprofite, die sie aus den Kolonien und abhängigen Staaten herauspreßte, die oberste Schicht der Arbeiterklasse bestochen und so die Arbeiterbewegung gespalten. Lenin kritisierte Kautskys reaktionäres, absurdes Anbeten des Impe­rialismus und zerrte seiner sozialimperialistischen* Fratze die Maske herunter. Lenins Werk wurde zum kämpferischen Programm, das das Proletariat der ganzen Welt anleitete, am Marxismus festzuhalten und den Revisionismus zu bekämpfen.

Dieses Werk ist vor einem halben Jahrhundert veröf­fentlicht worden. Seitdem haben sich in der interna­tionalen Situation sehr große Veränderungen vollzogen. Aber wir leben, wie uns der Vorsitzende Mao stets lehrt; immer noch in der Ära des Imperialismus und der pro­letarischen Revolution, und die fundamentalen Prinzi­pien des Leninismus sind nicht überholt. Die von Lenin in diesem Werk durch seine Kritik am Revisionismus der II. Internationale gemachte theoretische Zusammenfassung ist auch heute noch unsere machtvolle ideologische Waffe zur Kritik des Sozialimperialismus und Bekämpfung des sowjetischen modernen Revisionismus.

Ausgehend von den fundamentalen Prinzipien des Marxismus trug Lenin eine große Menge von Fakten zusammen und unterzog so den Imperialismus einer wis­senschaftlichen Analyse. Aus dieser zog er den Schluß: der Imperialismus ist ein besonderes Stadium des Kapitalismus, monopolistischer Kapitalismus, parasitärer oder faulender Kapitalismus, sterbender Kapitalismus. Der Imperialismus ist der Vorabend der sozialen Revo­lution des Proletariats. Lenin kritisierte gründlich Kautskys Definition des Imperialismus, die einen Verrat am Marxismus darstellte. Nach dieser wäre der Imperialismus nicht als ein Stadium der kapitalisti­schen Entwicklung, sondern als eine bestimmte, vom Finanzkapital „bevorzugte“ Politik zu verstehen. Wenn es sich um so eine Politik handle, könnte sie also auch anders aussehen. Es kommt so heraus, als ob die Monopole in der Wirtschaft mit einem nicht annexionistischen, nicht gewalttätigen Vorgehen in der Politik nebeneinander existieren könnten.

Weiterlesen »