Deutsche Polizisten …

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Hier wird ein Beitrag von http://www.demvolkedienen.org gespiegelt (zudem noch ein Tipp zu einem Song von Slime):

In einem Interview plaudert ein Bulle aus dem Nähkästchen und wäscht seine eigenen Hände in Unschuld. Hier einige der interessanteren Passagen dazu wo die deutsche Polizei steht:

„Ich wurde selbst schon zum Racial Profiling aufgefordert. Als ich im Streifendienst angefangen habe, bekam ich von meinem Vorgesetzten mehrfach eine durchschnittliche Beurteilung. Also habe ich nachgefragt: ‚Was muss ich tun, um besser als der Durchschnitt zu sein?‘ Er hat zu mir gesagt: ‚Geh an den Bahnhof und kontrollier‘ Neger. Geh raus und kontrollier‘ Bimbos. Dann hast du spätestens bei jedem Dritten eine Anzeige.“

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Wie ist nun die Wohnungsfrage zu lösen?

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Diese und andere Fragen in Bezug auf die gegenwärtigen „Wohnungsnot“ der werktätigen Massen beantwortet Friedrich Engels in seiner Schrift „ZUR WOHNUNGSFRAGE“ von 1872 (In: Marx-Engels-Werke (MEW) Band 18, S. 209-287, Link zu MEW Band 18):

Friedrich Engels

„Wie ist nun die Wohnungsfrage zu lösen? In der heutigen Gesellschaft gerade wie eine jede andere gesellschaftliche Frage gelöst wird: durch die allmähliche ökonomische Ausgleichung von Nachfrage und Angebot, eine Lösung, die die Frage selbst immer wieder von neuem erzeugt, also keine Lösung ist.“ Dies sollten sich die Ökonomisten, Reformisten und Revisionisten hinter die Ohren schreiben, anstatt mit ihren Appellen an den heutigen imperialistischen Staatsapparat, doch endlich mehr in den „sozialen Wohnungsbau“ zu investieren und für „bezahlbare Mieten“ zu sorgen, immer neue Illusionen in eben diesen imperialistischen Staat zu erzeugen. Dagegen setzt Friedrich Engels klar auf die proletarische Revolution, wenn er weiter ausführt:

„Wie eine soziale Revolution diese Frage lösen würde, hängt nicht nur von den jedesmaligen Umständen ab, sondern auch zusammen mit viel weitergehenden Fragen, unter denen die Aufhebung des Gegensatzes von Stadt und Land eine der wesentlichsten ist. Da wir keine utopistischen Systeme für die Errichtung der künftigen Gesellschaft zu machen haben, wäre es mehr als müßig, hierauf einzugehn. Soviel aber ist sicher, daß schon jetzt in den großen Städten hinreichend Wohngebäude vorhanden sind, um bei rationeller Benutzung desselben jeder wirklichen „Wohnungsnot“ sofort abzuhelfen. Dies kann natürlich nur durch Expropriation der heutigen Besitzer, resp. durch Bequartierung ihrer Häuser mit obdachlosen oder in ihren bisherigen Wohnungen übermäßig zusammengedrängten Arbeitern geschehen, und sobald das Proletariat die politische Macht erobert hat, wird eine solche, durch das öffentliche Wohl gebotene Maßregel ebenso leicht ausführbar sein, wie andere Expropriationen und Einquartierungen durch den heutigen Staat.“ (Friedrich Engels, Zur Wohnungsfrage. In: MEW Band 18, S. 226-227)

 Wie die siegreiche Große Sozialistische Oktoberrevolution, dieses Problem gelöst hat und welche Politik die siegreichen Bolschewiki auf dem Gebiete des Wohnungswesens eingeschlagen haben, zeigt ein Blick in Punkt 17. des „PROGRAMM DER KOMMUNISTISCHEN PARTEI RUSSLANDS (BOLSCHEWIKI)“ von 1919 (Link zum gesamten Programm der KPR):

„Um die Wohnungsfrage zu lösen, die während des Krieges besonders akut geworden ist, hat die Sowjetmacht alle Häuser der kapitalistischen Hausbesitzer restlos enteignet und sie den städtischen Sowjets übergeben; sie hat eine Massenumsiedlung der Arbeiter aus den Randgebieten in die Häuser der Bourgeoisie vorgenommen; sie hat die besten davon den Arbeiterorganisationen zur Verfügung gestellt und festgelegt, daß diese Gebäude auf Kosten des Staates instand gehalten werden; sie hat begonnen, die Arbeiterfamilien mit Möbeln usw. zu versorgen.

Die Aufgabe der KPR besteht darin, auf dem obengenannten Wege weiterzuschreiten und sich – ohne die Interessen der nichtkapitalistischen Hausbesitzer zu verletzen – mit allen Kräften einzusetzen für eine Verbesserung der Wohnverhältnisse der werktätigen Massen, für die Überwindung der zu engen Besiedlung sowie der gesundheitswidrigen Zustände in den alten Stadtvierteln für den Abriß nicht benutzbarer sowie den Umbau alter und die Errichtung neuer, den neuen Lebensbedingungen der Arbeiter entsprechender Wohnstätten, für eine rationelle Ansiedlung der Werktätigen.“

 

Massen ohne Zuhause

Massen ohne Zuhause

Wohnungs- und Obdachlosigkeit auf Nachkriegsrekordniveau. Bis 2018 1,2 Millionen Menschen betroffen. Zunehmend auch Familien auf der Straße

Von Anselm Lenz, junge Welt vom 15.11.2017, S. 1 (www.jungewelt.de)
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Die BRD baut ab – wohnungslos ist man für den Standort Deutschland: Seit 1990 ist der Bestand an Sozialwohnungen um 60 Prozent gesunken. Bund, Länder und Gemeinden haben »letzte Reserven bezahlbaren Wohnraums« an private Investoren verkauft (Wärmehalle in Berlin).
Achthundertsechzigtausend Menschen sind im Jahr 2016 ohne Wohnung. Das entspricht einem Zuwachs von 150 Prozent innerhalb von 24 Monaten. Dass weitere 350.000 hinzukommen werden, ist bereits heute abzusehen; 2018 werden voraussichtlich 1,2 Millionen Menschen in der BRD ohne Wohnung sein.

Die Bundesarbeitsgemeinschaft Wohnungslosenhilfe e. V. (BAGW) stellte am Dienstag ihren Jahresbericht vor. Werena Rosenke und Thomas Specht, Geschäftsführende des Vereins, konstatieren »teils rechtswidrige Zustände« und »elende Bedingungen« im Land der »Exportweltmeister« mit dem Mantra »es geht uns doch noch so gut«.

So würden etwa Zeltstädte wegen »Störung der öffentlichen Ordnung« aufgelöst, ohne dass neue Unterkünfte, zu deren Bereitstellung die Kommunen verpflichtet sind, tatsächlich zur Verfügung gestellt würden. »Herausragendes Negativbeispiel« auf Länderebene sei der rot-rote Senat in Berlin (2002 bis 2011), der zur Haushaltskonsolidierung mindestens hunderttausend Sozialwohnungen verschachert hat: »Berlin ist eine Katastrophe, das schlechteste Beispiel in ganz Deutschland«, so Specht.

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Mao Tsetung: WARUM KANN DIE CHINESISCHE ROTE MACHT BESTEHEN?

Der nachfolgende Text, den Mao Tsetung in der Periode des zweiten revolutionären Bürgerkrieges (1927-1937) in China geschrieben hat, ist ein grundlegender Text für das Verständnis des Volkskrieges und dessen Ziel der gesamtnationalen Eroberung der politischen Macht. Er wurde auch grundlegend in der Internationalen Kommunistischen Bewegung in den 1960/1970er Jahren diskutiert und auf die jeweiligen konkreten Verhältnisse angewandt. Beispielhaft für diese Diskussion sind u.a. Texte von IBRAHIM KAYPAKKAYA (1949-1973, weitere Infos zu Ibo) aus der Türkei/Kurdistan und von CHARU MAZUMDAR (1916-1972, Texte von Charu Mazumdar in Englisch) aus Indien. Wichtig zum Verständnis des Textes von Mao Tsetung sind auch die Anmerkungen zu diesem Text, die von den chinesischen Genossen im Band I der Ausgewählten Werke Mao Tsetungs geschrieben wurde. (Die Quelle ist: Mao Tsetung, Ausgewählte Werke Band I, Peking, 1968, S. 67-78):

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MAO TSETUNG:

WARUM KANN DIE CHINESISCHE ROTE MACHT BESTEHEN?

(5.Oktober 1928)

I. DIE INNENPOLITISCHE LAGE

Das gegenwärtige Regime der neuen Militärmachthaber der Kuomintang bleibt immer noch das Regime der Kompradorenklasse in der Stadt und der Feudalherrenklasse im Dorf; nach außen hin hat es vor dem Imperialismus kapituliert, nach innen hin hat es die alten Militärmachthaber durch die neuen ersetzt und die wirtschaftliche Ausbeutung und politische Unterdrückung der Arbeiterklasse und der Bauernschaft noch mehr verschärft. Die Kompradorenklasse und die Feudalherrenklasse haben die Führung der bürgerlich-demokratischen Revolution, die von Kuangtung ausgegangen war, auf halbem Weg an sich gerissen und damit die Revolution sofort auf den Weg der Konterrevolution umgeleitet; die Arbeiter, die Bauern und alle anderen Schichten des einfachen Volkes und selbst die Bourgeoisie [1] leiden immer noch unter dem konterrevolutionären Regime und haben nicht im geringsten ihre politische und wirtschaftliche Befreiung erlangt.

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J.W. Stalin: Über das Programm der Kommunistischen Internationale

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J. W. STALIN:

ÜBER DAS PROGRAMM DER KOMMUNISTISCHEN INTERNATIONALE

Rede am 5. Juli 1928

Vor allem, Genossen, muß die Frage des Umfangs des Entwurfs für das Programm der Komintern geprüft werden.

Man sagt, der Programmentwurf sei zu groß, zu umfangreich. Man fordert, er solle auf die Hälfte, auf ein Drittel reduziert werden. Man fordert, das Programm solle einige allgemeine Formeln enthalten, man solle sich hierauf beschränken und diese Formeln als Programm bezeichnen.

Ich denke, daß diese Forderungen jeder Grundlage entbehren. Wer eine Reduzierung des Programms auf die Hälfte oder sogar auf ein Drittel fordert, verstellt nicht die Aufgaben, vor denen die Verfasser des Programmentwurfs standen. Es handelt sich darum, daß das Pro­gramm der Komintern nicht das Programm der Partei irgendeines einzelnen Landes oder, sagen wir, ein Programm nur für „zivilisier­te“ Nationen sein kann. Das Programm muß alle kommunistischen Parteien der Welt, alle Nationen, alle Völker, sowohl Weiße als auch Farbige umfassen. Das ist der grundlegende und charakteristischste Zug des Programmentwurfs. Wie kann man aber die wichtigsten Erfordernisse und die Grundlinien der Arbeit aller Sektionen der Komintern, sowohl der östlichen als auch der westlichen, erfassen, wenn man das Programm auf die Hälfte oder auf ein Drittel redu­ziert? Mögen die Genossen versuchen, diese unlösbare Aufgabe zu lösen. Daher denke ich, daß, wenn man das Programm auf die Hälfte oder auf ein Drittel reduzierte, dies schon kein Programm mehr wäre, sondern eine leere Aneinanderreihung abstrakter Formeln, die den Sektionen der Komintern nichts bieten können.

Die Verfasser des Programms standen vor einer zweifachen Auf­gabe: einerseits, das Hauptsächliche und Grundlegende in allen kommunistischen Parteien der Welt zu erfassen, anderseits, dieses Hauptsächliche und Grundlegende so zu erfassen, daß die einzelnen Thesen des Programms keine leere Formeln sind, sondern praktische Leitsätze für die verschiedenartigsten Länder und Völker, für die verschiedenartigsten kommunistischen Parteien und kommunisti­schen Gruppen. Sie werden zugeben, daß es völlig undenkbar ist, diese zweifache Aufgabe in einem kurzen und gedrängten Pro­grammentwurf zu lösen. Am kuriosesten ist, daß dieselben Genossen, die eine Reduzierung des Programms auf die Hälfte oder sogar auf ein Drittel vorschlagen, zugleich solche Vorschläge machen, die die Tendenz haben, den vorliegenden Programmentwurf auf das Doppelte, wenn nicht auf das Dreifache zu erweitern. In der Tat, wenn man in dem Programm­entwurf ausführliche Formulierungen über die Gewerkschaften, über die Genossenschaften, über Kultur, über die nationalen Minderheiten in Europa usw. gibt, ist es dann nicht klar, daß sich daraus keinerlei Reduzierung des Programms ergeben kann? Der vorliegende Pro­grammentwurf müßte auf das Doppelte, wenn nicht auf das Dreifa­che erweitert werden.

Dasselbe muß man von den Genossen sagen, die entweder fordern, daß das Programm eine konkrete Instruktion für die kommunisti­schen Parteien sein soll oder daß in ihm alles und jedes, einschließ­lich der einzelnen Thesen des Programms, erläutert werden soll. Erstens kann man nicht verlangen, daß das Programm nur eine In­struktion oder hauptsächlich eine Instruktion sein soll. Das ist falsch. Eine solche Forderung kann man an ein Programm nicht stellen, schon ganz abgesehen davon, daß die Erfüllung einer solchen Forde­rung den Umfang des Programms unglaublich erweitern würde. Zweitens kann in einem Programm nicht alles und jedes, einschließ­lich der einzelnen deklarativen oder theoretischen Thesen des Pro­gramms, erläutert werden. Hierfür gibt es Kommentare zum Pro­gramm, Man darf ein Programm nicht mit Kommentaren verwech­seln.

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Programm der Kommunistischen Internationale (1928)

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PROGRAMM DER KOMMUNISTISCHEN INTERNATIONALE 1928

(Nach der Ausgabe: Programm der Kommunistischen Internationale Hamburg/Berlin 1928)

Einführung

Die Epoche des Imperialismus ist die Epoche des sterbenden Kapi­talismus. Der Weltkrieg 1914 bis 1918 und die allgemeine Krise des Kapitalismus, die er entfesselte, beweisen als unmittelbare Folgen des tiefen Widerspruches, in den die wachsenden Produktivkräfte der Weltwirtschaft mit den staatlichen Schranken geraten, daß im Scho­ße der kapitalistischen Gesellschaft die materiellen Voraussetzungen für den Sozialismus bereits herangereift sind; sie beweisen, daß die kapitalistische Hülle zu einer unerträglichen Fessel für die weitere Entwicklung der Menschheit geworden ist und daß die Geschichte den Sturz des kapitalistischen Joches durch die Revolution auf die Tagesordnung stellt.

Von den Zentren der kapitalistischen Macht bis in die entferntesten Winkel der kolonialen Welt unterwirft der Imperialismus die gewal­tige Masse der Proletarier aller Länder der Diktatur der finanzkapita­listischen Plutokratie. Mit elementarer Gewalt enthüllt und vertieft der Imperialismus alle Widersprüche der kapitalistischen Gesell­schaft, steigert die Unterdrückung der ausgebeuteten Klassen bis zum äußersten und treibt den Kampf der kapitalistischen Staaten auf die Spitze. Dadurch verursacht er unabwendbar weltumspannende imperialistische Kriege, die das gesamte herrschende Regime aufs tiefste erschüttern, und führt mit eherner Notwendigkeit zur proleta­rischen Weltrevolution.

Der Imperialismus schlägt die ganze Welt in die Fesseln des Fi­nanzkapitals, zwingt die Proletarier aller Länder, Völker und Rassen mit Hunger, Blut und Eisen unter sein Joch und steigert die Ausbeu­tung, Unterdrückung und Knechtung des Proletariats ins Maßlose. Damit stellt der Imperialismus dem Proletariat unmittelbar die Auf­gabe, die Macht zu erobern, und nötigt die Arbeiter, sich aufs engste zur einheitlichen internationalen Armee der Proletarier aller Länder zusammenzuschließen, über alle Grenzpfähle, über alle Unterschiede von Nation, Kultur, Sprache, Rasse, Geschlecht und Beruf hinweg. So schließt der Imperialismus, der den Prozeß der Schaffung der materiellen Voraussetzungen des Sozialismus entwickelt und zu Ende führt, zugleich damit das Heer seiner Totengräber zusammen, indem er das Proletariat vor die Notwendigkeit stellt, sich in einer internationalen Kampfassoziation der Arbeiter zu organisieren.

Andererseits spaltet der Imperialismus von der großen Masse der Arbeiterklasse den Teil ab, dessen materielle Existenz die gesichert­ste ist. Diese vom Imperialismus gekaufte und bestochene Ober­schicht der Arbeiterklasse, die die führenden Kaders der sozialdemo­kratischen Parteien stellt, ist an der imperialistischen Ausbeutung der Kolonien interessiert, ist „ihrer“ Bourgeoisie und „ihrem“ imperiali­stischen Staate treu ergehen und war in Zeiten entscheidender Klas­senkämpfe im Lager der Klassenfeinde des Proletariats zu finden. Die durch diesen Verrat verursachte Spaltung der sozialistischen Bewegung im Jahre 1914 und der weitere Verrat der sozialdemokra­tischen Parteien, die zu bürgerlichen Arbeiterparteien wurden, zeig­ten klar: das internationale Proletariat kann seine historische Missi­on – die Zerschmetterung des imperialistischen Joches und die Auf­richtung der proletarischen Diktatur – nur im unerbittlichen Kampfe gegen die Sozialdemokratie erfüllen. Die Organisierung der Kräfte der Weltrevolution ist deshalb nur auf der Plattform des Kommunis­mus möglich. Der opportunistischen Zweiten Internationale der So­zialdemokratie, die zur Agentur des Imperialismus innerhalb der Arbeiterklasse geworden ist, tritt unausbleiblich die Dritte, die Kommunistische Internationale entgegen – die internationale Orga­nisation der Arbeiterklasse, die die wahre Einheit der revolutionären Arbeiter der ganzen Welt verkörpert.

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Wir bekamen Semih frei, wir werden Nuriye auch frei bekommen!

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Es ist genau ein Jahr her seitdem Nuriye und Semih ihren Widerstand in der Yüksel Straße [in Ankara] begannen. Am 17. November wenn sie zum vierten Mal vor Gericht gezerrt werden, wird es der 254. Tag ihres Hungerstreikes sein. Die beiden Widerstandskämpfer sind die Hoffnung der Völker der Türkei und der Welt mit ihrem Widerstand gegen den Faschismus geworden. Während ihre Körper von Tag zu Tag schwächer werden, ist ihre Willenskraft gewachsen …

Dies ist die Willenskraft, die den Faschismus in die Enge treibt … Die Richter und Staatsanwälte sind machtlos gegenüber dieser Willenskraft! Jeder Prozess hat das Gesetz zertrampelt, die Richter und Staatsanwälte haben jede Methode angewandt nicht mit Nuriye konfrontiert zu werden. Die Rache wird gegen Nuriye angewandt, weil sie den Widerstand auch alleine begonnen hat, jeden Tag setzt sie ihren Widerstand in der Gefängnisabteilung des Krankenhauses fort gegen die Drohung der Zwangsernährung an jedem Tag. Der Widerstand wird jeden Tag in Yüksel und dem Numune Krankenhaus fortgesetzt, wo Nuriye gefangen gehalten wird!

Wir erneuern unseren Aufruf, die Gerichtsverhandlung in diesem Fall in dieser Woche zu beachten, den Rechtsanwälte, Akademiker, Gewerkschafter, Studenten und Revolutionäre aus aller Welt beobachten. Alle jene, die nicht an diesem Prozess teilnehmen können, alle unsere Freunde und Genossen rufen wir dazu auf, vor den türkischen Konsulaten zu demonstrieren. … Wir werden die Welt noch einmal von der Türkei aus erschüttern! Wir glauben daran, weil der Faschismus im Streben liegt! Weil der Faschismus hoffnungslos ist gegenüber dem Hungerstreik und der Willenskraft von Nuriye und Semih, Esra Özakca und dem siebzigjährigen Mehmet Güvel und Feridun Osmanagaoglu! Wir werden damit fortfahren den Faschismus in die Enge zu treiben, wo immer er seinen Fuß setzt!

 

WIR RUFEN JEDEN DAZU AUF, AM PROZESS VON NURIYE UND SEMIH AM 17. NOVEMBER TEILZUNEHMEN …

WIR RUFEN JEDEN DAZU AUF, VOR DEN TÜRKISCHEN KONSULATEN ZU DEMONSTRIEREN UND IN SOLIDARITÄTSHUNGERSTREIKS ZU TRETEN.

DER IMPERIALISMUS REGIERT ÜBER DIE VÖLKER MIT UNBEGRENZTEM HUNGER UND KRIEG!

DAHER IST ES ZEIT, DEN HUNGER IN EINE WAFFE ZU VERWANDELN UND DEN IMPERIALISMUS DAMIT ZU SCHLAGEN!

WIR SIND DAS VOLK, WIR SIND IM RECHT, WIR WERDEN SIEGEN! DER IMPERIALISMUS WIRD VERLIEREN, DER WIDERSTAND DES VOLKES WIRD SIEGEN!

 

Volksfront – Komitee für internationale Beziehungen

antiemperialistresist@gmail.com

http://www.anti-imperialistfront.org/

12.11.2017

 

Dies ist eine nicht autorisierte Übersetzung des englischen Originals, das unter www.anti-imperialistfront.org einsehbar ist.

Die „Lehren“ der MLPD zu 100 Jahren Oktoberrevolution oder: Stefan Engel der deutsche Sluzki * ?!

In ihrer Ausgabe vom 10. November 2017 berichtet die „Rote Fahne. Magazin der MLPD“ Nr. 23/2017 auf den Seiten 18-21 über die Ergebnisse des „Internationalen Seminars zu den theoretischen und praktischen Lehren der Oktoberrevolution von 1917 in Russland“, das von den beiden internationalen Organisationen ICOR und IKMLPO veranstaltet worden ist und das mehr als 1000 Teilnehmer aus 46 Ländern besucht haben. Allerdings nutzte Stefan Engel (der langjährige MLPD-Vorsitzende) und Moderator dieses internationalen Seminars diese internationale Bühne, um seine anti-leninistischen Thesen und angebliche „Weiterentwicklungen des Marxismus-Leninismus“, die er in etlichen seiner Bücher seit Jahren veröffentlicht hat, nun auch international zu verbreiten.

 

Was sich seit Lenin verändert hat?

Fragt die Rote Fahne auf Seite 19. Die Antwort der MLPD: es habe „immense Veränderungen“ seit Lenins Analyse des Imperialismus in seiner klassischen Schrift „Der Imperialismus als höchstes Stadium des Kapitalismus“ von 1916 gegeben, weil es zu Lenins Lebzeiten nur „wenige internationale Monopole“ gegeben habe, „heute sind es 114.000 – dieses ungeheuere Ausmaß der Monopolisierung ist eine neue Qualität“. Doch worin äußert sich diese neue Qualität und vor allem was ändert dies an der Gültigkeit der Leninschen Imperialismusanlayse?

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TKP/ML und KKE(m-l) zur Oktoberrevolution

„Der Imperialismus ist der Vorabend der sozialistischen Revolution“

Fast drei Jahrzehnte nach dem Zusammenbruch der Ostblockregime 1989-1991 scheinen die Dinge klarer zu sein für jeden, der die Welt interpretieren und die Verantwortlichkeiten tragen möchte. Der ideologische Deckmantel der „Globalisierung“ , „des Endes der Geschichte“ und „des Klassenkampfes“, der in den imperialistischen Think-Tanks (Denkfabriken) ineinandergeflochten wurde, ist jetzt ausgefranst. Der kapitalistische Sturm und die imperialistische Barbarei und Gewalt fällt auf die Milliarden der werktätigen Volksmassen zurück und zeigt so sein wahres Gesicht.

 

Die strukturelle, gesamte und unheilbare Krise des Systems hat eine neue Runde des Angriffs gegen das Proletariat und das Volk entzündet, die nur mit der Periode der „ursprünglichen Akkumulation“ verglichen werden kann.

 

  1. Die innerimperialistischen Widersprüche und Gegensätze (in der Hauptsache zwischen den USA und Russland) verstärken sich und die Neuaufteilung der Welt. Die Ausweitung der Einflussgebiete, die Kontrolle der Märkte und der Energieförderstrecken beschleunigen den Prozess der Rückeroberung und Dekolonisierung der Welt. Die imperialistischen Kriege und Invasionen, der Wettstreit militärischer und nuklearer Bewaffnung, die militärischen Spannungen in aller Welt und ebenso die ökonomischen – geostrategischen Widersprüche, das allgemeine Ungleichgewicht schaffen eine explosive Mischung, die das Volk mit neuen entsetzlichen Gefahren bedrohen und die Möglichkeit eines allgemeinen Krieges näher bringen.
  2. Der Widerspruch (Hauptwiderspruch) zwischen dem Imperialismus und dem Volk wird durch den Angriff einer Handvoll imperialistischer Länder auf kleinere kapitalistische und abhängige Länder ausgedrückt. Das Ausbluten, das Ausbeuten und der Raub der natürlichen Ressourcen dieser Länder, die Zerstörung ihrer Produktivkräfte, ihre Umwandlung in Basen der Imperialisten, das Zertrampeln jedes Konzeptes der nationalen Souveränität verschärfen die Unterdrückung der Völker und die Ausbeutung wird verdoppelt (durch das Monopolkapital und die lokale Reaktion).
  3. Der Widerspruch zwischen Kapital und Arbeit (Grundwiderspruch) wird durch den Ansturm, die Expansion und Vorherrschaft des parasitären monopolistischen Finanzkapitals verstärkt, welches in der gesamten kapitalistischen Welt mittelalterliche Arbeits- und Sozialbedingungen hervorbringt, um die werktätigen Massen überauszubeuten und seinen unstillbaren Durst nach Profit zu befriedigen.

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Kurt Tucholsky zum 10. Jahrestag der Novemberrevolution

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Nachfolgend werden zwei Glossen von Kurt Tucholsky aus dem Jahr 1928 zum 10. Jahrestag der Novemberrevolution von 1918 wiedergegeben:

 

November-Umsturz

Die deutsche Revolution hat im Jahre 1918 im Saale stattgefunden.

Das, was sich damals abgespielt hat, ist keine Revolution gewesen: keine geistige Vorbereitung war da, keine Führer standen sprungbereit im Dunkel; keine revolutionären Ziele sind vorhanden gewesen. Die Mutter dieser Revolution war die Sehnsucht der Soldaten, zu Weihnachten nach Hause zu kommen. Und Müdigkeit, Ekel und Müdigkeit.

Die Möglichkeiten, die trotzdem auf der Straße gelegen haben, sind von Ebert und den Seinen verraten worden. Fritz Ebert, den man nicht dadurch zu einer Persönlichkeit steigern kann, dass man ihn Friedrich nennt, ist solange gegen die Errichtung einer Republik gewesen, als er nicht merkte, dass hier ein Posten als Vorsitzender zu holen war; der Genosse Scheidemann è tutti quanti sind verhinderte Regierungsräte gewesen.

Weisen wir auf diesen Verrat an der eigenen Klasse hin, so wird uns ununterbrochen versichert, Ebert habe keine silbernen Löffel gestohlen. Wenn man so unbegabt ist, hat man ehrlich zu sein – das wäre ja noch schöner!

Es ist auch nicht richtig, dass damals nichts zu machen gewesen ist. Die SPD hat nicht gewollt, weil sie keinen Mut, keine Charakterstärke, keine Tradition mehr hatte – wer vier Jahre hindurch Kriegskredite bewilligen mußte, konnte das freilich nicht mehr haben.

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