Pressekonferenz zum Internationalen Aktionstag der Hafenarbeiter*innen gegen Krieg und Militarisierung am 30. Oktober
Weltgewerkschaftsbund (WGB) vom 16. Oktober 2026
Cinzia Della Porta vom WGB-Sekretariat übermittelte die Grüße und die Unterstützung des WGB auf der Pressekonferenz, die am 15. Oktober in Rom stattfand, um den Internationalen Aktionstag der Hafenarbeiter:innen gegen Krieg und Militarisierung am 30. Oktober einzuleiten:
Im Namen des Weltgewerkschaftsbundes, der kämpferischen Stimme von Hunderten kämpferischer Gewerkschaften aus aller Welt mit mehr als 105 Millionen Arbeiterinnen und Arbeitern in ihren Reihen, bringe ich hiermit unsere Solidarität und Unterstützung für diesen wichtigen Aktionstag zum Ausdruck.
In einer Zeit steigender Militärausgaben, inmitten der allgemeinen Durchsetzung der Kriegswirtschaft und des Wiederauflebens von Faschismus, Rassismus und Fremdenfeindlichkeit, in einer Zeit, in der der Völkermord am palästinensischen Volk „normalisiert“ wird, in der Kuba belagert wird und in der Krieg als einziger Ausweg aus der kapitalistischen Krise angesehen wird, sollten die kämpferischen und klassenorientierten Gewerkschaften und Arbeiter*innen auf der ganzen Welt aufstehen und zurückschlagen und den Imperialismus und seine Kriege unmissverständlich verurteilen.
Die Völker auf der ganzen Welt wissen, dass von diesem Krieg nichts zu erwarten ist außer Tod, Elend, Flüchtlingen, Armut und einer Verschlechterung ihrer Lebensbedingungen. Die Arbeiter*innen auf der ganzen Welt wissen, dass die enormen Ressourcen, die in die Kriegswirtschaft fließen, auf Kosten des Sozialstaats, der Bildung, der Gesundheitsversorgung, der Löhne, der Renten und der Sozialleistungen für die breiten Volksschichten abgezogen werden.
Der WGB bekräftigt nachdrücklich die Forderung nach einem Ende aller imperialistischen Interventionen sowie nach der uneingeschränkten und bedingungslosen Achtung der Souveränität, der Unabhängigkeit und des Rechts jedes Volkes, über seine Gegenwart und Zukunft selbst zu bestimmen. Wir lehnen die Ausgrenzungen, diskriminierenden Maßnahmen, Blockaden und Sanktionen ab, die von den USA, der EU und ihren Verbündeten gegen zahlreiche Länder verhängt werden und die das tägliche Leben der einfachen Menschen unmittelbar beeinträchtigen. Wir bekräftigen die Forderung nach der Auflösung der NATO und aller militärischen Bündnisse sowie nach der vollständigen Abschaffung von Atomwaffen. Keine Beteiligung an imperialistischen Kriegen oder Militäreinsätzen. Die Streitkräfte müssen in ihre eigenen Länder zurückkehren, und der Kampf der Arbeiterklasse in jedem Land für den Austritt aus der NATO, der EU und jedem imperialistischen Bündnis sowie für die vollständige Abschaffung von Atomwaffen muss gestärkt werden.
Wir verurteilen und prangern den Völkermord am palästinensischen Volk durch den mörderischen Staat Israel unmissverständlich an und fordern ein sofortiges Ende der ethnischen Säuberungen; wir fordern ein Ende der Besatzung und der Siedlungen in den besetzten arabischen Gebieten; wir prangern die verschärfte imperialistische Aggression gegen Kuba an, die kriminelle Wirtschafts-, Handels- und Finanzblockade sowie den ideologischen Krieg, den die Vereinigten Staaten auferlegt haben und der darauf abzielt, die kubanische Wirtschaft zu ersticken und dem kubanischen Volk bewusst enorme Schwierigkeiten zu bereiten.
In diesem Zusammenhang ist der 30. Oktober ein konkretes Beispiel für den Kampf, den die klassenorientierten Gewerkschaften führen müssen, ein Beispiel für konkrete internationale Solidarität, ein Beispiel für die Notwendigkeit, unsere Kämpfe gegen Krieg und Militarisierung miteinander zu verknüpfen.
Der WGB würdigt die kämpferischen Initiativen und die unermüdlichen Kämpfe der Arbeiterklasse und ihrer Gewerkschaften, die eine klare Botschaft aussenden, dass sie jegliche Beteiligung ihrer Länder an Kriegen ablehnen, sich weigern, für die Produktion, Verladung und den Transport von Waffen und militärischer Ausrüstung zu arbeiten, und jegliche Zusammenarbeit oder Unterstützung im Zusammenhang mit den aktiven Kriegsschauplätzen boykottieren.
Wir unterstützen den Internationalen Aktionstag der Hafenarbeiter*innen gegen Krieg und Militarisierung am 30. Oktober 2026 und rufen die Arbeiter*innen weltweit dazu auf, Initiativen in dieser Richtung zu organisieren und zu unterstützen.
Vereint gehen wir weiter voran.

