Die Wahl der Wirtschaft

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Werbung des BDI-Präsidenten Dieter Kempf für die von der BRD geführten Europäischen Union (EU) auf der Homepage von https://www.netzwerk-ebd.de/ zur EU-Wahl am 26. Mai 2019.

Nachfolgend spiegle ich einen Beitrag der Internetplattform http://www.german-forgein-policy.com zu den anstehenden EU-Wahlen und die Positionen des deutschen Kapitals dazu (Quelle). Alles was dagegen aus Sicht des Proletariats zur EU und der Losung über die Vereinigten Staaten von Europa gesagt werden muss, findet sich in W.I. Lenins Bemerkung „Über die Vereinigten Staaten von Europa“ vom August 1915: „Vom Standpunkt der ökonomischen Bedingungen des Imperialismus, d.h. des Kapitalexports und die Aufteilung der Welt durch die „fortgeschrittenen“ und „zivilisierten“ Kolonialmächte sind die Vereinigten Staaten von Europa unter kapitalistischen Verhältnissen entweder unmöglich oder reaktionär.“ (Lenin-Werke (LW) Band 21, S. 343). Weitere kommunistische Standpunkte zur EU-Wahl finden sich hier. Nun zum Text von gfp:

Der Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI), Vertreter der Hauptprofiteure der europäischen Integration, ruft zur Teilnahme an der Europawahl und zum Einsatz für „ein starkes und geeintes Europa“ auf. Die EU sei ein „einzigartiger Raum von Frieden, Freiheit und Wohlstand“, heißt es in einem Appell, den der BDI am gestrigen Mittwoch gemeinsam mit den führenden Industrieverbänden aus Frankreich und Italien veröffentlicht hat. Die deutsche Industrie, die der BDI vertritt, ist nach einer aktuellen Studie der Bertelsmann-Stiftung Hauptprofiteur des EU-Binnenmarkts, dem die Bundesrepublik demnach jährlich 86 Milliarden Euro verdankt. Bereits im Februar hat das Centrum für Europäische Politik (cep) gezeigt, dass Deutschland Hauptgewinner der Euro-Einführung ist: Die Einheitswährung hat der EU-Zentralmacht seit ihrer Einführung fast 1,9 Billionen Euro eingebracht, während sie etwa Italien 4,3 Billionen Euro gekostet hat. Während der BDI die EU in höchsten Tönen preist, sind nach wie vor fast ein Viertel der EU-Einwohner von Armut und sozialer Ausgrenzung bedroht.

„Voller Einsatz für die Integration“

Bereits in der vorvergangenen Woche hatten die vier Spitzenverbände der deutschen Wirtschaft in einem ersten „Gemeinsamen Appell“ für breite Beteiligung an der aktuellen Europawahl geworben. „Europa ist unseren Unternehmen ein Kernanliegen“, hieß es in dem Aufruf, der vom Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI), der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände (BDA), dem Deutschen Industrie- und Handelskammertag (DIHK) sowie dem Zentralverband des Deutschen Handwerks (ZDH) unterzeichnet worden war.[1] „Als größter demokratischer Freiheits-, Rechts-, Wirtschafts- und Wohlstandsraum der Welt mit hoher sozialer Verantwortung ist Europa Teil unserer Identität“, hieß es weiter: „Unsere Unternehmen und ihre Beschäftigten erwarten von der Politik vollen Einsatz für die europäische Integration.“ Die Verbände teilten mit: „Wir wollen ein Europa, für dessen Zukunft sich alle engagieren!“ Aus diesem Grund rufe man „die Bürgerinnen und Bürger dazu auf“, sich „an der Wahl zum Europäischen Parlament zu beteiligen“.

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Welches war der größte Wunsch von Ho Chi Minh für seine Partei und sein Volk?

Vor einem halben Jahrhundert schrieb Ho Chi Minh dieses historische Testament, dass Granma nicht nur deswegen wiedergibt, weil es immer noch Gültigkeit hat, sondern auch als Tribut an den Führer eines Brudervolks, der am 19. Mai 1890 geboren wurde

Armeegeneral Raúl Castro konnte Ho Chi Minh 1966 bei seinem Besuch in Vietnam umarmen. Photo: Granma-Archiv

Auch wenn der Kampf unseres Volkes gegen die Aggression der USA zur Rettung der Nation, Schwierigkeiten und Opfer erfordert, sind wir entschlossen den vollständigen Sieg davonzutragen. Das ist sicher.

Ich habe vor, wenn dies geschieht, sowohl in den Norden als auch in den Süden zu reisen, um unsere heldenhaften Bauern, militärische Kader und die Kämpfer zu beglückwünschen und unsere Alten und unsere geliebten Kinder und jungen Leute zu besuchen. Dann werde ich im Namen unseres Volkes zu den Brüdern des sozialistischen Lagers und den befreundeten Ländern der ganzen Welt gehen, um ihnen für ihre aus dem Herzen kommende Unterstützung zu danken und für die Hilfe, die sie dem patriotischen Kampf unseres Volkes gegen die Aggression der USA gewährt haben.

Tu Fu, der berühmte Dichter der Tang Periode in China schrieb: „Zu allen Zeiten gab es wenige, die siebzig Jahre alt wurden“. In diesem Jahr, in dem ich 79 Jahre alt werde, kann ich mich zu den „wenigen“ zählen; mein Geist ist aber immer noch vollkommen wach, auch wenn meine Gesundheit im Vergleich zu den letzten Jahren etwas abgenommen hat.

Wenn man mehr als siebzig Frühlinge gesehen hat, wird die Gesundheit mit dem Alter schlechter. Das ist kein Wunder. Aber wer kann sagen, wie viel mehr Zeit ich noch in der Lage sein werde,der Revolution, dem Vaterland und dem Volk zu dienen? Deswegen hinterlasse ich diese Zeilen den Tag vorwegnehmend, an dem ich mit mit Karl Marx, W.I. Lenin und anderen revolutionären Führern vereine; auf diese Weise trifft es unser Volk im ganzen Land, unsere Genossen in der Partei und unsere Freunde in der Welt nicht überraschend.

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Interessantes youtube-Video zur EU-Wahl

Ein interessantes (fast einstündiges) Video zur anstehenden EU-Wahl unter dem Titel „Die Zerstörung der CDU“ mit antifaschistisch/demokratischen Inhalt ist auf youtube.com erschienen und zielt insbesondere auf junge Menschen ab. Besonders hervorzuheben ist, dass alle Aussagen im Video in einem ausführlichen Quellenverzeichnis belegt sind. In der Videoankündigung heißt es:

„Die Europawahl bzw EU-Wahl steht vor der Tür. Ob CDU, SPD oder AfD gute Parteien sind, die im Einklang mit Wissenschaft und Logik stehen, versuche ich in diesem Video zu beantworten. In jedem Fall: Geht wählen am nächsten Wochenende. Sonst entscheiden Rentner über eure Zukunft und geil ist das nicht.“

Hier der Link zum Video: Die Zerstörung der CDU.

►Alle Quellen hier: https://docs.google.com/document/d/1C…

Jung&Naiv: https://www.youtube.com/Nfes2005

Surfen oder in die Tiefe eintauchen?

Die Krise der Kultur wird von einer schweren Krise der Ethik begleitet. In Serien, Filmen und Videospielen herrscht die Gewalt und das Gesetz des Stärksten, der Wettbewerb und das „Alles ist möglich“

Martí erklärte, dass er mit „dem Goldenen Zeitalter“ dabei helfen wolle, „unsere Erde mit authentischen Menschen zu füllen, die aufwachsen, um in dem Land, in dem sie leben, glücklich zu sein…“ Photo: Ilustrativa

Das Surfen bietet das aufregende Abenteuer, sich auf einer Art Brett den Wellen zu überlassen. Baricco benutzte diesen Sport, um die kulturelle Krise der Gegenwart zu beschreiben.

Die intellektuellen Erfahrungen dieser Epoche, sagte er, ähnelten einem „Surfen“, immer auf der Oberfläche, dabei vermeiden einzutauchen, tiefer zu tauchen, um zu erfahren, was es auf dem Grund gibt. Die Metapher fasst die Verehrung des Oberflächlichen zusammen, die die hegemoniale Unterhaltungsindustrie ihren Anhängern, insbesondere den jungen Leuten, weit entfernt von jeglichem Tiefgang vorschlägt. Moden, Marken, Frivolität, „Surfen“, immer an der Oberfläche, das ist das Ambiente, in dem sie die neuen Generationen heranbilden wollen.

Im Bereich der Computerisierung bedeutet der Begriff „Surfen“ sich mit den Überschriften der Nachrichten zufriedengeben, mit einem Funkensprühen in den sozialen Netzen , mit Stereotypen, mit Hüllen zu Fakten und Personen.

Die Produktionen dieser Industrie verehren den Kult des Augenblicks, die Verbreitung der Leere. Sie regen nicht zu intellektuellen Übungen an und auch nicht zu Anstrengungen, etwas komplexere Phänomen mit ihren Nuancen und Widersprüchen verstehen zu wollen. Sie präsentieren eine einfache Welt, die in „Gut“ und „Böse“ aufgeteilt ist, unter „Gewinnern“ und „Verlierern“.

Eine Botschaft wird immer wiederholt: Schau nicht zurück; mach dir das Leben nicht mit Zweifeln und Fragen kompliziert; beschäftige dich mit dir selbst und denke nicht an die anderen. Es macht keinen Sinn, Mitleid mit den „Verlierern“ zu empfinden, mit diesen Migranten, die zu Tausenden im Mittelmeer ertrinken oder an der Grenze zu den USA Misshandlungen und Demütigungen erleiden und manchmal sterben. Es ist ratsam, bei Ungerechtigkeiten und Verbrechen auf die andere Seite zu schauen. Genieße den Augenblick in deiner Blase, „hab Spaß“.

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Mao Tsetung – Vergesst nie den Klassenkampf!

Die Kritik am modernen Revisionismus und dessen ökonomischen, politischen sowie ideologischen Wurzeln bereichert Mao Tsetung mit seiner Parole „Vergesst nie den Klassenkampf!“ auf dem X. Plenum des VIII. Zentralkomitees der KP Chinas am 24. September 1962. Theoretische Grundlage ist Mao Tsetungs Schrift „Über die richtige Behandlung der Widersprüche im Volke“ (Mao Tsetung, Fünf philosophische Monographien, Peking, 1976, S. 89-147). Ein Auszug der Rede Mao Tsetungs mit der Alternative Fortsetzung des Klassenkampfes oder Revisionismus, wird hier wiedergegeben (Quelle: Helmut Martin, Mao intern, München, 1974, S. 151-152):

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Mao Tsetung:

Vergesst nie den Klassenkampf!

[…] Existieren also in den sozialistischen Staaten Klassen? Gibt es noch Klassenkampf? Heute kann man bereits feststellen: In den sozialistischen Staaten existieren weiterhin Klassen, der Klassenkampf existiert mit Sicherheit noch. Lenin hat früher einmal gesagt: „Weil nach dem Sieg der Revolution internationale die Bourgeoisie weiter besteht und es im Inneren unseres Landes noch Reste der Bourgeoisie gibt, weil das Weiterexistieren der Kleinbourgeoisie permanent eine neue Bourgeoisie produziert, deshalb wird die gestürzte Klasse unseres Landes, die gestürzte Bourgeoisie, noch lange Zeit hindurch weiterexistieren, ja sie wird sogar eine Restauration anstreben.“ Nach den bürgerlichen Revolutionen in Europa, in England und Frankreich etwa, hat es damals ein mehrfaches Wiederaufleben gegeben. Nachdem der Feudalismus gestürzt worden war, hat es ebenfalls stets eine mehrmalige Restauration gegeben, ein mehrfaches Wiederaufleben.

Die sozialistischen Länder könnten ebenfalls durchaus eine derartige Kehrtwendung wie Jugoslawien, das sich im Kern verändert hat. [Ist Jugoslawien ein sozialistischer Staat?]Das ist Revisionismus. Von einem Staat der Arbeiter und Bauern hat man sich zu einem Staat gewandelt, den reaktionäre Nationalisten beherrschen. Unser Staat muss dieses Problem nach bestem Gewissen erkennen, erforschen und in den Griff bekommen. Man muss die langfristige Weiterexistenz von Klassen anerkennen, Klassen und Klassenkampf anerkennen. Die reaktionären Klassen erleben möglicherweise eine Restauration, da heißt es die Wachsamkeit erhöhen.

Man muss nach bestem Gewissen die Jugendlichen erziehen, die Kader erziehen, die Massen erziehen, die mittleren Funktionäre und die Basiskader erziehen; über die alten Kader muss man sich auch Gedanken machen und sie erziehen. Andernfalls könnte unser Land in die entgegengesetzte Richtung gehen. Wenn es in die Gegenrichtung ginge, wäre das allerdings auch nicht so wichtig; es würde eine Negation der Negation erfolgen, danach ginge es erneut in die Gegenrichtung. Wenn die Generation unserer Kinder einmal Revisionismus betreibt und in die Gegenrichtung geht, selbst wenn das unter dem Namen des Sozialismus geschähe, wäre es in Wirklichkeit doch Kapitalismus. Dann werden unsere Enkel sich mit Sicherheit zu einem Aufstand erheben und ihre Alten Herren stürzen, weil die Massen nicht zufrieden sind. Deshalb müssen wir von jetzt ab Jahr für Jahr davon reden, Monat für Monat und Tag für Tag davon reden, große Konferenzen abhalten und davon reden, Parteitage und Plenen abhalten und davon reden; bei jeder Konferenz sollten wir darüber sprechen, damit wir in dieser Frage eine einigermaßen klare marxistisch-leninistische Linie verfolgen. […]

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Yankee-Piraten kapern DVRK-Handelsschiff

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Nachfolgend spiegle ich einen Beitrag der deutschen Redaktion der „Stimme Koreas“ über die heutige Stellungnahme eines Vertreters des DVRK-Außenministeriums über einen Piratenakt der US-Marine (Quelle): 

Stellungnahme des Sprechers des DVRK-Außenministeriums

Am 14. Mai gab der Sprecher des Außenministeriums der Demokratischen Volksrepublik Korea (DVRK) eine Stellungnahme ab. In der Stellungnahme hieß es:
Unter Berufung auf die Anti-DVRK-Sanktionsresolutionen des UNO-Sicherheitsrates und die US-Sanktionsgesetze gegen Korea führten die USA ein Handelsschiff der DVRK nach Amerikanisch-Samoa ab, was eine widerrechtliche räuberische Tat bedeutet.
Die Demokratische Volksrepublik Korea verurteilte und wies bisher die Anti-DVRK-Sanktionsresolutionen des UNO-Sicherheitsrates völlig zurück, weil diese ihre Souveränität brutal verletzten. Die USA haben diese Resolutionen als einen Grund für den Raub des DVRK-Handelsschiffs angeführt.
Zudem zwingen die USA andere Länder dazu, ihre einheimischen Gesetze einzuhalten. Diese unverschämte Handlung ist ein grober Verstoß gegen das allgemeingültige Völkerrecht, nach dem ein souveräner Staat keinesfalls das Objekt der Justizgewalt anderer Länder werden kann.
Diesmalige Handlung der USA ist die Verlängerung der US-amerikanischen Rechnungsmethode, durch den stärksten Druck die DVRK zu unterwerfen, und die totale Ablehnung des Hauptgeistes der Gemeinsamen DVRK-USA-Erklärung vom 12. Juni, wo die Herstellung der neuen DVRK-USA-Beziehungen versprochen wurde.
Die USA sollten darüber tief nachdenken, welche Folgen ihre räuberische Handlung für die Lageentwicklung nach ziehen wird, und unverzüglich das Schiff der DVRK zurückschicken.
Das Zeitalter, wo die USA willkürlich die Welt kontrollierten, ist bereits vorbei. Sie irren sich gewaltig, wenn sie glauben, dass die DVRK zu jenen Ländern gehört, wo die Logik der Gewalt der USA funktioniert.
Die DVRK wird die künftige Bewegung der USA scharf beobachten.

Erfolge in Wirtschaftszweigen der DVRK

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Nachfolgend spiegle ich einen Beitrag der deutschen Redaktion der „Stimme Koreas“ (Quelle) über die Erfolge beim eigenständigen Aufbau der sozialistischen (Plan-)Wirtschaft:

Erfolge in Wirtschaftszweigen der DVRK

KT 12-2018
Weitere Informationen (vornehmlich in englischer Sprache) finden sich hier.

Die vorrangig zu entwickelnden Bereiche, die Grundindustriezweige der Volkswirtschaft der Demokratischen Volksrepublik Korea (DVRK), setzen sich für die Erreichung der Ziele der Fünfjahresstrategie für staatliche Wirtschaftsentwicklung ein.
Im Bereich Elektrizitätsindustrie bemüht man sich darum, durch die Reparatur und Instandsetzung der Produktionsanlagen und die technische Rekonstruktion der Kraftwerke mehr Strom zu erzeugen. An vielen Orten wird der Bau der Kraftwerke wie der Kraftwerke Orangchon und Tanchon vorangetrieben und die Arbeit dazu durchgeführt, die Naturenergien für die Stromerzeugung aktiv auszunutzen.
In verschiedenen Kohlenkraftwerken u. a. in Sunchon, Tokchon und Pukchang erschließt man die Kohlengruben mit reichen Vorräten und günstigen Bedingungen, um mehr Kohlen an mehrere Volkswirtschaftszweige zu liefern, und forciert die komplexe Mechanisierung der Arbeiten in Gruben und die Vervielfältigung des Transports.
Das Vereinigte Eisenhüttenwerk „Kim Chaek“ und die weiteren Metallwerke erhöhen das Niveau der technischen Ausrüstung der Prozesse für Roheisen- und Stahlerzeugung und Walzen, festigen die materiell-technische Basis der Metallindustrie und steigern die Eisen- und Stahlproduktion.
Im Bereich Chemieindustrie wird der Bau der Objekte für die Gründung der C1-Chemieindustrie aktiv beschleunigt und die Produktion von Juche-Düngemittel, Vinalon und Grundchemieprodukten gesteigert.

 

 

 

Von Steuern und dem Staatshaushalt

 

Steuern 04 - Wahlflugi SPD 1903

Das Wahlflugblatt der Sozialdemokratie von 1903. (Aus: Geschichte der deutschen Arbeiterbewegung, Band 2, Berlin/DDR, 1966, S. 32). Damals waren unsere Großväter und –mütter noch eindeutiger in ihrer Agitation und Propaganda gegen den Staatsapparat des deutschen Imperialismus.

„Heute werden wir sehen, dass das Budget [der Staatshaushalt] nichts anderes ist als ein Klassenbudget, ein Budget der Bourgeoisie.“ (Karl Marx)

„Diesem System keinen Mann und keinen Groschen!“ (August Bebel)

Im Zuge der anstehenden EU-Europawahlen sind sich alle antretenden Monopolparteien (von der CDU/CSU über die SPD, Grüne bis hin zur Partei Die Linke) einig, die Massensteuern – in Form einer sogenannten CO2-Steuer – in Europa zu erhöhen. Also einer weiteren Steuer, um die Arbeiterklasse und alle anderen Werktätigen im Dienste der herrschenden Monopolbourgeoisie auszuplündern. Dies sollte ein Anlass sein, sich näher und grundsätzlich mit den Fragen um den Staatshaushalt und die Steuern zu befassen. Der folgende Text basiert auf dem XIV. Kapitel „Das Nationaleinkommen“ aus dem Lehrbuch Politische Ökonomie (Berlin/DDR, 1955, S. 230-232, Link):

Der Staatshaushalt.

Der bürgerliche Staat ist ein Organ der Ausbeuterklassen, das den Zweck hat, die ausgebeutete Mehrheit der Gesellschaft niederzuhalten und die Interessen der ausbeutenden Minderheit in der gesamten Innen- und Außenpolitik zu wahren.

Zur Durchführung seiner Aufgaben besitzt der bürgerliche Staat einen weitverzweigten Apparat: das Heer; die Polizei, Straf- und Justizorgane, den Spionagedienst, verschiedene Organe der Verwaltung und die Medien zur ideologischen Beeinflussung der Massen. Dieser Apparat wird aus dem Staatshaushalt finanziert. Die Quelle für den Staatshaushalt sind Steuern und Anleihen.

Der Staatshaushalt ist ein Werkzeug, mit dem ein Teil des Nationaleinkommens im Interesse der Ausbeuterklassen neu verteilt wird. Er wird jährlich als Voranschlag der Staatseinnahmen und -ausgaben aufgestellt. Marx schrieb, dass der Haushalt eines kapitalistischen Staates „…nichts anderes ist als ein Klassenbudget, ein Budget der Bourgeoisie…“ (Karl Marx, Pfunde, Schillinge, Pence oder Klassenbudgets und wer hat den Nutzen davon? In: MEW Band 9, S. 62)

Die Ausgaben des kapitalistischen Staates sind in ihrer überwiegenden Mehrheit unproduktiv. Ein riesiger Teil der Mittel des Staatshaushalts wird im Kapitalismus für die Vorbereitung und Führung von Kriegen verwendet. Dazu gehören auch die Aufwendungen für die wissenschaftliche Forschung auf dem Gebiet der Produktion und Vervollkommnung neuer Massenvernichtungswaffen und für die Wühlarbeit im Ausland.

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Mehr als 70 Jahre später lebt der Faschismus wieder auf

Die Geschichte zeigt uns heute, dass jener letzte Schuss in Berlin nur der Anfang eines langen Kampfes der Menschheit gegen Bewegungen und Regierungen war, die offen oder versteckt von der extremen Rechten bis zum Faschismus reichen, vom Ku Klux Klan bis zu den Suprematisten der Neonazis, die in den Straßen der Ersten Welt marschieren und die Schließung der Grenzen und die Ausweisung von Einwanderern fordern

 

Der letzte Schuss der sowjetischen Soldaten in Berlin markierte scheinbar das Ende eines Alptraums, der zur schlimmsten Epoche der Menschheit gerechnet werden kann: Die ernsthaftesten Schätzungen schwanken zwischen 55 und 60 Millionen Toten, von denen die Mehrzahl- über 20 Millionen – aus den Völkern stammten, die die Sowjetunion bildeten.

Alle, die ihre ideologischen Differenzen bei Seite geschoben hatten, haben an Frieden, an Verständigung der Länder geglaubt: Großbritannien mit der letzten Bastion des kolonialen kapitalistischen Systems; die Vereinigten Staaten ausgehend von ihrem Aufstieg als Industriemacht in ihrer Rolle als Triebfeder des wirtschaftlichen Liberalismus und die Sowjetunion als Hoffnung der unterdrückten Völker und Bastion des Kampfes der Arbeiter. In den Konferenzen jedoch konnte man bereits eine vielleicht noch weniger stabile Welt erahnen, in der die Idee des Faschismus potentiellen historischen Ereignissen zugrunde liegen würde.

Nach Meinung der Historiker begann der Faschismus 1919 in Italien, ziemlich genau nach Ende des Ersten Weltkrieges und breitete sich nach Deutschland aus; der zentrale Punkt seiner Ideologie ist, gegen die Ideale der Französischen Revolution vorzugehen. Als philosophische Grundlage dieser Strömung hat man den Exponenten des Irrationalismus, den deutschen Denker Friedrich Nietzsche genommen.

Die Geschichte zeigt uns heute, dass jener letzte Schuss in Berlin nur der Anfang eines langen Kampfes der Menschheit gegen Bewegungen und Regierungen war, die offen oder versteckt von der extremen Rechten bis zum Faschismus reichen, vom Ku Klux Klan bis zu den Suprematisten der Neonazis, die in den Straßen der Ersten Welt marschieren und die Schließung der Grenzen und die Ausweisung von Einwanderern fordern.

Unsere Region stand dabei nicht am Rande dieser gefährlichen Tendenzen, wenn man die lange Reihe von Tyranneien bedenkt, von der sie schon seit Beginn der Unabhängigkeit des Kontinents heimgesucht wurde und die nach 1945 in antikommunistische und faschistische Diskurse abglitten: Pinochet, Videla, Trujillo, Somoza und eine lange etcetera Liste von Unterdrückern.

Bolsonaro hat alle Voraussetzungen eines starken Kandidaten dafür: Militarist, mit einer Abneigung gegen die Demokratie, der die Gewalt und die Angst als Strategie der Regierung rechtfertigt, die Zwang ausübt und rassistisch und antifeministisch ist.

Der Grund, warum der Faschismus vorangekommen ist, kann man in Phänomenen wie dem Anstieg der Ungleichheit, der immer größere Macht der Medien gegen die Vernunft, der Rückschritt beim Empowerment der Massen, den Irrtümer der Linken bei ihrem Dialog mit der Basis, den geplanten und genau bemessenen Angriffe der Rechten, um eine neue internationale Ordnung zu etablieren, erkennen.

Wenn an diesem 9.Mai die Uhren angehalten werden, damit die Menschheit sich an den schlimmsten Krieg erinnert, den sie erlitten hat, werden andere voller Sorge auf die Nachrichten des Tages schauen. Trotz allem wollen wir den Blick nicht abwenden, wie viele dies in der Vergangenheit getan haben.