Sie haben Gesetzbücher und Verordnungen. Im Gefängnis zu singen

„Eine Revolution ist kein Gastmahl, kein Aufsatzschreiben, kein Bildermalen oder Deckchenstricken; sie kann nicht so fein, so gemächlich und zartfühlend, so maßvoll, gesittet, höflich, zurückhaltend und großherzig durchgeführt werden. Die Revolution ist ein Aufstand, ein Gewaltakt, durch den eine Klasse eine andere Klasse stürzt.“

Worte des Vorsitzenden Mao Tse-tung, Peking, 1968, S. 14

Das folgende Lied „Im Gefängnis zu singen“ aus dem Stück von Bert Brecht „Die Mutter“ ist allen gegen den Notstand des AKP-Faschismus in der Türkei Kämpfenden gewidmet, insbesondere den beiden inhaftierten Hungerstreikenden Nuriye Gülmen und Semih Özakca, die schon über 135 Tage im Hungerstreik gegen ihre Entlassung aus dem öffentlichen Dienst in der Türkei sind (weitere Infos hier und hier). Ebenso soll es für den immer noch in Hamburger Knästen inhaftierten G20-Protestlern unsere Solidarität zeigen (weitere Infos hier).

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Bert Brecht: Sie haben Gesetzbücher und Verordnungen. Im Gefängnis zu singen

Sie haben Gesetzbücher und Verordnungen

Sie haben Gefängnisse und Festungen

(Ihre Fürsorgeanstalten zählen wir nicht!)

Sie haben Gefängniswärter und Richter

Die viel Geld bekommen und zu allem bereit sind.

Ja, wozu denn?

Glauben sie denn, dass sie uns damit kleinkriegen?

Eh sie verschwinden, und das wird bald sein

Werden sie gemerkt haben, dass ihnen das alles nichts mehr nützt.

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Internationale Unterstützung für inhaftierte und hungerstreikende Akademikerin und Lehrer in der Türkei

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Hier spiegle ich einen Beitrag für die „Internationale Unterstützung für inhaftierte und hungerstreikende Akademikerin und Lehrer in der Türkei“ des Anadolu Newsblog (Quelle):

Die entlassene Akademikerin Nuriye Gülmen (Literaturdozentin) und Semih Özakca (Hauptschullehrer) in der Türkei verteidigen nach der Entlassung von Zehntausenden Akademiker*innen, Beamt*innen und Angestellten im öffentlichen Dienst durch Dekrete der Notstandsregierung seit Monaten ihre Rechte unter Einsatz ihres Lebens.

Dieser Kampf dauert mittlerweile seit November 2016 an hat seinen Höhepunkt mit einem Hungerstreik erreicht, den die junge Akademikerin und der Hauptschullehrer neben ihrem ständig von Polizeischikanen geführten Sitzaktionen auf der Yüksel Straße in Ankara als eines der wenigen ihnen zur Verfügung stehenden demokratischen Mittel gewählt haben. Der Hungerstreik von Nuriye Gülmen und Semih Özakca hat mittlerweile fast 140 Tage erreicht.

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Hungerstreik in Mannheim

Hier spiegle ich einen Beitrag der ATIK zum Widerstand gegen den AKP-Faschismus in der Türkei (Quelle):

MANNHEIM |15.07.2017| Mit den beiden Akademikern, die sich seit 130 Tagen in einem Hungerstreik befinden wird in den Räumen ProMigra, in S6 17 in Mannheim solidarisiert. Der Hungerstreik begann am Freitag den 14.07 und dauert bis Sonntag den 18.07 an. Nuriye Gülmen und Semih Özakca gehören zu den Zehntausenden Akademikern, die per Notstandsdekret aus ihren Berufen entlassen wurden. Sie fordern mit einem unbefristeten Hungerstreik die Aufhebung des Ausnahmezustands und ihre Wiedereinstellung. Ihre Gesund befindet sich an einem sehr kritischen Zustand. Bei beiden Akademikern hat bereits Herzinsuffizienz angefangen.
Es ist inzwischen kein Geheimnis mehr, dass am 15. Juli 2016 ein kontrollierter Putsch statt fand. Erdogan nannte diesen Putsch ein Gottesgeschenk und geht seit diesem Tag gegen jegliche Oppositionelle mit aller Härte vor. Erdogan versucht das Land durch ein Klima der Angst zu regieren. So wurden mehr als 40.000 Menschen verhaftet und über 100.000 Menschen aus ihren Berufen entlassen. Es befinden sich über 160 Journalisten im Gefängnis, hunderte Presseorgane ( Zeitungen, Radios, TV´s..) wurden verboten und 14 Abgeordnete sitzen im Gefängnis.
Mit dem Hungerstreik wird gegen die Unterdrückung, willkürliche Verhaftungen und die Terrorisierung der Bevölkerung in der Türkei protestiert.
Am Samstag wurde eine Solidaritäts-Kundgebung mit den Hungerstreikenden vor dem Hauptbahnhof Mannheim organisiert.

Die Forderungen der Streikenden:
– das sofortige Ende des Ausnahmezustandes
– die sofortige Freilassung von Nuriye Gülmen und Semih Özakca und die Umsetzung Ihrer Forderungen
– Freiheit für alle politischen Gefangenen, Akademikern und Journalisten

Weitere Infos in deutscher und türkischer Sprache (Link und Link).

Steine fliegen und ihr schreit

Bezüglich der im jetzigen Moment vorherrschenden Hetze der bürgerlichen Medien zitiere ich hier eine korrekte Erklärung der Roten Aktion Köln, die ich auf http://www.demvolksdienen.de gefunden habe (Quelle):

Menschen Steine

„Hinter uns liegen in vielerlei Hinsicht anstrengende, heftige und intensive Tage in Hamburg und der Kampf ist noch nicht vorbei. Beim G20-Gipfel trafen sich die politischen Vertreter der mächtigsten Länder dieser Welt und schacherten um die Ausplünderung und Ausbeutung des Planeten und der arbeitenden und werktätigen Klassen. Diese Tage haben uns vieles deutlich gemacht: der deutsche Staat und sein Polizei- und Geheimdienstapparat lässt nicht mit sich diskutieren; es ist seine Aufgabe, diese herrschende Ordnung zu schützen und konsequente Kritik daran mit roher Gewalt nieder zu schlagen; die Springer-Presse veranstaltet massivste Propaganda gegen den Widerstand, wird zum Organ der Repressionsbehörden und zeigt ganz praktisch die Heuchelei dieses verrohten Systems auf. An diesem Wochenende zeigten sich die Linien des Klassenkampfes in Deutschland deutlicher – wer steht auf der Seite der herrschenden Ordnung und wer steht auf der Seite der Unterdrückten. In diesen Tagen wurde aber auch gezeigt: der Widerstand im Herzen der Bestie ist möglich, er war da und er war ein Problem für die herrschende Ordnung. An unglaublich vielen Stellen haben Menschen dem Gewaltapparat ihren Widerstand entgegen gesetzt und sich nicht vertreiben lassen. Wir wollen besonders auf die Verletzten und Gefangenen hinweisen und ihnen gegenüber unseren größten Respekt aussprechen. Als Revolutionäre gilt es für uns nicht nur, den Widerstand konsequent zu organisieren, sondern auch, unsere Kräfte in die Versorgung der Verletzten und Gefangenen zu stecken!
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Wider die sozialdemokratischen, pazifistischen Philister!

Schwarzer Block steht in der #Schanze bereit. Die lange Krawall-Nacht in #Hamburg beginnt. #G20HAM #G20 #G20SummitS@PolizeiHamburgummit

Jeder Kommunist muss diese Wahrheit begreifen:

Die politische Macht kommt aus den Gewehrläufen.“

Worte des Vorsitzenden Mao Tse-tung, Peking, 1968, S. 74

Die sozialdemokratischen und pazifistischen Philister nehmen in Bezug auf die gewaltsamen Ereignisse rund um den G20-Gipfel in Hamburg, bei denen sich einige Revolutionäre legitimer, revolutionärer Gewalt bedienten, um sich selbst gegen die Okkupation ganz Hamburgs durch mehr als 25.000 hochgerüstete Polizisten zu verteidigen, eine denunziatorische Haltung ein. So stimmen sie – vornehmlich Berufspolitiker aus der Partei „Die Linke“ – in die Hetze der offen bürgerlichen Kräfte gegen die vermeintlichen „linken Chaoten und Kriminellen, die den G20-Gipfel für ihre Gewaltexzesse nutzten“ ein. Jede Form von revolutionärerer Gewalt soll so verunglimpft werden und dabei haben diese bourgeoisien Kräfte oder selbsternannten demokratischen Sozialisten auch selbst noch den Anspruch, sich auf Karl Marx und Friedrich Engels zu berufen. Klar gebrochen haben diese Handlanger des BRD-Imperialismus dagegen mit den drei anderen Klassikern des Marxismus-Leninismus-Maoismus (W.I. Lenin, J.W. Stalin und Mao Tse-tung, deren Bekenntnis zur revolutionären Gewalt wohl niemand anzweifeln und zu entstellen wagt).

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KP China zum 50. Jahrestag der Oktoberrevolution

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Anlässlich des diesjährigen 100. Jahrestages der Großen Sozialistischen Oktoberrevolution wird hier der Beitrag „Auf dem von der Sozialistischen Oktoberrevolution gebahnten Weg vorwärtsschreiten!“ der Gedenkfeier der Kommunistischen Partei Chinas zum 50. Jahrestag der Großen Sozialistischen Oktoberrevolution vom 6. November 1967 als PDF-Datei zur Verfügung gestellt. Dieser Artikel sei allen Kommunisten zum Lesen empfohlen:

Auf dem von der Sozialistischen Oktoberrevolution gebahnten Weg vorwärtsschreiten!

Reformismus und Revolution in der Türkei

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Hier spiegle ich einen Beitrag der Revolutionären Jugend / Avrupa DevGenc (Quelle):

Reformismus und Revolution in der Türkei

Seit nunmehr einigen Tagen befindet sich die größte Oppositionspartei in der Türkei, die republikanische, kemalistische CHP auf einem langen Marsch für Gerechtigkeit. Auslöser war die Verhaftung eines hochrangigen Abgeordneten der CHP vor einigen Wochen. So gut wie alle reformistischen Organisationen, darunter EMEP (hier besser bekannt als DIDF), ÖDP, DISK, Halkevleri und HDP, haben sich diesem Treiben angeschlossen und lassen ihre Führungspersonen medienwirksam mit dem türkischen Ghandi (dem Vorsitzenden der CHP- Kemal Kilictaroglu) ablichten, siehe Fotos. Auf der Gegenseite findet seit fast 300 ein Protest der beiden Akademiker Nuriye Gülmen und Semih Özakca gegen ihre Entlassung per Notstandsdekret statt. Da die beiden im Laufe dieser Proteste nahezu jeden Tag in Gewahrsam genommen und gefoltert wurden, begaben sie sich vor 115 Tagen in den unbefristeten Hungerstreik, um ihren Forderungen Nachdruck zu verleihen.

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Neue revolutionäre Internetseite NEW SOLUTION aus der Türkei/Nordkurdistan

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Seit längerer Zeit schon ist eine revolutionäre Internetseite mit dem Titel NEW SOLUTION, die sich in der Tradition von Che Guevara und dem türkischen Revolutionär und Internationalisten Mahir Cayan sieht, online. Sie liefert Hintergrundinformationen über die Geschichte und aktuelle Situation in der revolutionären Bewegung in der Türkei/Nordkurdistan und ihre Beiträge sind meist in englischer Sprache verfasst. Es gibt allerdings auch einige lesenswerte deutsche Übersetzungen. Hier der Link zur Seite:

http://www.newsolution.16mb.com/