Zur Politischen Ökonomie des Sozialismus II

Im Folgenden soll ein Ausschnitt aus J.W. Stalins Rede „ÜBER DIE RECHTE ABWEICHUNG IN DER KPdSU(B)“ (April 1929) „IV. Kapitel: Die Meinungsverschiedenheiten in den Fragen der inneren Politik“ (Stalin-Werke Band 12, S. 38-60) wiedergegeben werden. Hier rechnet Genosse Stalin mit den ökonomischen Fehlern des Revisionisten, Renegaten und Verräters Nikolai Bucharin ab. Denn nur mit der Linie Stalins, der Einschränkung der Warenproduktion und dessen Wertgesetz sowie der verstärkten sozialistischen Industriealisierung und Kollektivierung (in der Landwirtschaft), können die ökonomischen Grundlagen des Sozialismus aufgebaut werden. Dagegen steht die Politik des Bucharinismus in der Ökonomie mit ihrer Idealisierung der Neuen Ökonomischen Politik (NÖP), mit ihrer Ausweitung der Warenproduktion und des Warenumsatzes sowie der Förderung der Kulakenwirtschaften auf dem Land und dem Abbau des sozialistischen Volkseigentums, was zur Restauration (Wiederherstellung) des Kapitalismus führt. Sehr anschaulich zeigt Sergei Eisensteins Dokumentarfilm „DIE GENERALLINIE. Das Alte und das Neue“ (1926-1929) die Geschichte des Aufbaus des Sozialismus auf dem Lande in der UdSSR.

Über diese Themen der Politischen Ökonomie zum Aufbau des Sozialismus schreibt u.a. auch Kim Il Sung in seinem Artikel „ÜBER EINIGE THEORETISCHE PROBLEME DER SOZIALISTISCHEN ÖKONOMIK. Antwort auf Fragen von Funktionären des Bereiches Wissenschaft und Bildung 1. März 1969“ (Verlag für fremdsprachige Literatur, Pyöngyang, 1983) über seine Erfahrungen beim sozialistischen Aufbau in der Demokratischen Volksrepublik Korea (DVRK).

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J.W. Stalin:

ÜBER DIE RECHTE ABWEICHUNG IN DER KPdSU(B)

Rede auf dem Plenum des ZK und der ZKK der KPdSU(B) im April 1929

d) Über die NÖP und die Marktbeziehungen

Der vierte Fehler Bucharins betrifft die Frage der NÖP (der Neuen Ökonomischen Politik). Der Fehler Bucharins besteht hier darin, dass er nicht sieht, dass die NÖP zwei Seiten hat, er sieht nur die eine Seite der NÖP. Als wir im Jahre 1921 die NÖP einführten, richteten wir ihre Spitze gegen den Kriegskommunismus, gegen ein Regime und eine Ordnung, die jegliche Freiheit des privaten Handels ausschließen. Wir waren und sind der Meinung, dass die NÖP eine gewisse Freiheit des privaten Handels bedeutet. Diese Seite der Sache hat sich Bucharin gemerkt. Das ist sehr gut.

Aber Bucharin irrt sich, wenn er annimmt, dass diese Seite der Sache die NÖP erschöpft. Bucharin vergisst, dass die NÖP noch eine andere Seite hat. Die Sache ist die, dass die NÖP durchaus nicht volle Freiheit des privaten Handels, freies Spiel der Preise auf dem Markt bedeutet. NÖP heißt Freiheit des privaten Handels in bestimmten Grenzen, in einem bestimmten Rahmen, bei Gewährleistung der regulierenden Rolle des Staates auf dem Markt. Darin gerade besteht die zweite Seite der NÖP. Dabei ist diese Seite der NÖP für uns von größerer Wichtigkeit als ihre erste Seite. Wir haben auf dem Markt kein freies Spiel der Preise, wie es gewöhnlich in den kapitalistischen Ländern der Fall ist. Wir bestimmen im Wesentlichen die Preise für das Getreide. Wir bestimmen die Preise für die Industriewaren. Wir bemühen uns, eine Politik der Senkung der Selbstkosten der Produktion und der Preisherabsetzung für die Industriewaren durchzuführen, und sind bestrebt, die Stabilität der Preise für die Erzeugnisse der Landwirtschaft zu wahren. Ist es nicht klar, dass es solche besonderen und spezifischen Zustände auf dem Markt in den kapitalistischen Ländern nicht gibt?

Daraus folgt, dass, solange die NÖP besteht, ihre beiden Seiten gewahrt bleiben müssen: sowohl die erste Seite, die gegen das Regime des Kriegskommunismus gerichtet ist und die Gewährleistung einer gewissen Freiheit des privaten Handels bezweckt, als auch die zweite Seite, die gegen die volle Freiheit des privaten Handels gerichtet ist und die Gewährleistung der regulierenden Rolle des Staates auf dem Markt bezweckt. Man hebe eine dieser Seiten auf – und man wird keine Neue Ökonomische Politik mehr haben.

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Zur Politischen Ökonomie des Sozialismus

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Heute sind die Probleme der Politischen Ökonomie des Sozialismus immer noch wichtiger Bestandteil des Klassenkampfes im Bereich der Ideologie. Daher werden im Folgenden die ersten drei Punkte der letzten Schrift von J.W. Stalin zur Politischen Ökonomie des Sozialismus  „ÖKONOMISCHE PROBLEME DES SOZIALISMUS IN DER UDSSR“ (1952) abgedruckt (nach J.W. Stalin, Ökonomische Probleme des Sozialismus in der UdSSR, Peking, 1972, S. 1-28). Hier wird ein erster Überblick über ökonomische Probleme – wie das Weiterwirken der ökonomischen Gesetze, der Warenproduktion und des Wertgesetzes im Sozialismus – gegeben. Diese Schrift des Genossen Stalin bietet nur einen kurzen Überblick, wer sich näher mit der Politischen Ökonomie des Sozialismus auseinandersetzen möchte, dem seien folgende Texte empfohlen:

  • Akademie der Wissenschaften der UdSSR, Institut für Ökonomie, POLITISCHE ÖKONOMIE. LEHRBUCH, Berlin/DDR, 1955, S. 431-712 (Link)
  • Mao Tse-tung, Das machen wir anders als Moskau! Kritik an der sowjetischen Politökonomie, Hamburg, 1975
  • Kim Jong Il, Zum richtigen Verständnis für den politisch-moralischen und den materiellen Stimulus (13. Juni 1967)

 

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J.W. Stalin:

ÖKONOMISCHE PROBLEME DES SOZIALISMUS IN DER UDSSR

(1952)

[..]

  1. Die Frage des Charakters der ökonomischen Gesetze im Sozialismus

Manche Genossen verneinen den objektiven Charakter der Gesetze der Wissenschaft, insbesondere der Gesetze der politischen Ökonomie im Sozialismus. Sie verneinen, dass die Gesetze der politischen Ökonomie die Gesetzmäßigkeiten von Prozessen widerspiegeln, die sich unabhängig vom Willen der Menschen vollziehen. Sie sind der Meinung, in Anbetracht der besonderen Rolle, die die Geschichte dem Sowjetstaat zugewiesen hat, könnten der Sowjetstaat, seine Führer die bestehenden Gesetze der politischen Ökonomie aufheben, könnten sie neue Gesetze „aufstellen“, neue Gesetze „schaffen“.

Diese Genossen irren sich gründlich. Sie verwechseln, wie man sieht, die Gesetze der Wissenschaft, die objektive, unabhängig vom Willen der Menschen in der Natur oder in der Gesellschaft vor sich gehende Prozesse widerspiegeln, mit den Gesetzen, die von Regierungen erlassen, nach dem Willen der Menschen geschaffen werden und nur juridische Kraft haben. Man darf sie aber auf keinen Fall verwechseln.

Der Marxismus fasst die Gesetze der Wissenschaft – ganz gleich, ob es sich um Gesetze der Naturwissenschaft oder um Gesetze der politischen Ökonomie handelt – als die Widerspiegelung objektiver, unabhängig vom Willen der Menschen vor sich gehender Prozesse auf. Die Menschen können diese Gesetze entdecken, sie erkennen, sie erforschen, sie in ihrem Handeln berücksichtigen, sie im Interesse der Gesellschaft ausnutzen, aber sie können diese Gesetze nicht verändern oder aufheben. Umso weniger können sie neue Gesetze der Wissenschaft aufstellen oder schaffen.

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Clara Zetkin: LENINS WERK

Selected Writings - Clara Zetkin

Clara Zetkin: Lenins Werk

(19. Januar 1928)

WI Lenin

Lenin hat durch die Tat bewiesen, daß er unser genialster, unser bester Führer war. Die proletarische Revolution Rußlands steht vor uns, das gewaltigste Ereignis dieser Zeit, der erste große historische Beweis für Marxens Lehre, daß die Befreiung des Proletariats aus dem Joche des Kapitalismus das Werk des Proletariats selbst sein muß. Steht es damit vielleicht in Widerspruch, daß – soweit geschichtliches Geschehen eines Menschen Werk sein kann – die Revolution, die Sowjetrußland geschaffen hat, Lenins Werk ist? Keineswegs. Lenin war unbestritten das denkende, lenkende Hirn, das leidenschaftlich glühende Herz, der unbeugsame Wille der proletarischen Revolution. Lenin aber konnte das nur sein, weil zwei Quellströme revolutionärer Schöpfungskraft sich in ihm vereinigten. Er war bis in die tiefsten und letzten Fasern seines Wesens von der Überzeugung erfüllt, daß die wirtschaftliche, die gesellschaftliche Entwicklung zur Verwirklichung des Kommunismus durch das Proletariat führt und daß die Eroberung der Macht der große, entscheidende weltgeschichtliche Schritt zu diesem Ziel ist. Er war bis in die tiefsten, letzten Fasern seines Wesens mit den russischen Proletariern und Bauern, den Ausgebeuteten und Unterdrückten der ganzen Welt verbunden. Er liebte sie um ihres Leidens und Duldens willen, das er als eigene Qual empfand, und er achtete sie, hatte unerschütterliches Vertrauen zu ihnen als den revolutionären Kämpfern gegen die Ausbeutungs- und Herrschaftsgewalt des Besitzes, als den Werkleuten eines neuen, vollkommenen Gesellschaftsbaus. So lebte und webte in Lenin die wissenschaftliche Lehre des revolutionären internationalen Sozialismus zusammen mit dem besten, fortgeschrittensten Fühlen und Denken, Erkennen, Wollen und Handeln des Proletariats. Beides verschmolz miteinander zu einem unlöslichen Ganzen. Das höchste geschichtliche Wesen des Proletariats als revolutionärer Klasse fand in Lenin klaren Ausdruck, gab seinem Riesenwillen das leuchtende Ziel und befeuerte seine nie ermattende Tatkraft. In lebendiger Wechselwirkung aber brachte Lenin den Massen der Mühseligen und Beladenen eben dieses, ihr historisches Wesen und ihre Bedeutung als revolutionäre Klasse, zum Bewußtsein und ballte ihre erweckte Erkenntnis zu revolutionärem Willen und revolutionärer Tat zusammen. Lenin und das russische Proletariat, das Weltproletariat wurden eins. Mit dem Herzen und [dem] Verstand ging er in die Arbeiterschaft ein. Nie war er zufriedener, glücklicher, als wenn er unmittelbar unter den Arbeitern und Bauern lehrte, organisierte und die Geister vorbereitete, die politische Macht in die eigene starke Faust zu nehmen und auf dem steinigen, dornenreichen Weg zum Kommunismus vorwärtszuschreiten. Lenin ward der große, der unsterbliche Arbeiter der Weltrevolution.

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TKP/ML-ZK:”GEGEN DIE BESATZUNG VON EFRİN MÜSSEN WIR KÄMPFEN UND WIDERSTAND LEISTEN!”

Im folgenden spiegle ich – aus Anlass des Einmarsches der türkischen Armee in Nordsyrien/Kurdistan – ein Dokument des Zentralkomitees der Kommunistischen Partei der Türkei / Marxistisch-Leninistisch (TKP/ML) von der Webseite http://www.ikk-online.org (Quelle):

TKP/ML-ZK:”GEGEN DIE BESATZUNG VON EFRİN MÜSSEN WIR KÄMPFEN UND WIDERSTAND LEISTEN!”

An unser Volk die der türkischen, kurdischen Nation angehören. An die Völker verschiedener Nationalitäten in der Türkei;
Die faschistische Diktatur hat ihre chauvinistische und Kurdenfeindliche Politik auf eine neue Ebene getragen. Es hat seinen Krieg basierend auf das Massaker an Kurden vom Türkei Kurdistan über die Grenzen auf Rojava mit einer Besatzung ausgeweitet. Die faschistische Diktatur hat mit Hilfe des Ausnahmezustandes und dem Aushöhlen demokratischer Rechte und Errungenschaften Oppositionelle unterdrückt, Revolutionäre und Kommunisten verhaftet und verfolgt und somit lange im Voraus die Grundlage seiner Kriegs- und Besatzungspolitik geschaffen.

Erfin ist seit dem 19.Januar dem Versuch der Besatzung von Seitens der faschistischen Diktatur ausgesetzt.

Während dieses Besatzungsversuches ist Erfin das Herz des Kurdischen Befreiungskampfes. Jeder Sieg des Faschismus in diesem Gebiet bedeutet vor allem einen blutigen und schmerzhaften Verlust der Freiheit des kurdischen Volk. Gleichzeitig würde jeder Sieg des Faschismus eine Niederlage der kurdischen, arabischen, armenischen, syrischen, ezidischen, turkmenischen und allen anderen unterdrückten Nationen und Völkern in diesem Gebiet bedeuten.
Die imperialistischen Kräfte und die reaktionär-faschistischen Staaten in der Region versuchen Efrin auf das blutigste zu vernichten. Die reaktionär-faschistischen Kräfte versuchen ihre Verteilungsgebunden Interessen mit Spielchen, Betrügen und ihren reaktionären Plänen über das Selbstbestimmungsrecht der kurdischen Nationen zu verwirklichen. Hier liegt eine Abscheulichkeit und Brutalität am Spiel, dessen Ziel daraus besteht, das Recht auf ein freies Leben der KurdInnen zu vernichten.

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Deutschland: Erdal Gökoglu unter schwerer Isolation!

Hamburg, Deutschland, 18. Januar 2018:

Der revolutionäre Gefangene, Mitglied der Volksfront in Belgien, Erdal Gökoglu sendet seine besten Grüße an jeden, der ihn bei seinem Kampf gegen Isolation und Folter in den europäischen Gefängnissen unterstützt. Gökoglu, der ein Veteran des Todesfastens von 2000 bis 2007 ist, wurde von Belgien Ende Dezember 2017 nach Deutschland ausgeliefert und war in einem Hochsicherheitsgefängnis. Nach Angaben von Halkin Sesi TV wurden ihm seine persönlichen Sachen und Briefe, die an ihn gesendet worden sind, von den Behörden immer noch nicht ausgehändigt. Während er im Gefängnis in Belgien saß, war er für 40 Tage im Hungerstreik. Aufgrund dessen machen die Ärzte reguläre Gesundheits-Checks. Erdal steht unter schwerer Isolation, er ist 23 Stunden am Tag in seiner Zelle und er ist nur eine Stunde alleine an der „frischen Luft“.

UNTERSTÜTZT ERDAL GÖKOGLU, BRECHT DIE ISOLATION! SCHREIBT IHM EINEN BRIEF.

Erdals Adresse ist:

Untersuchungshaftanstalt Hamburg
z.Hd. Erdal Gökoğlu
Holstenglacis 3,
20355 Hamburg

Dies ist eine deutsche Übersetzung aus der Webseite New Solution weitere Infos zu Erdal auf Political Prisoners

Vorsitzender Mao Tsetung über den Volkskrieg – und die FDJ

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„Vom Standpunkt der marxistischen Lehre vom Staat ist die Armee die Hauptkomponente der Staatsmacht. Wer die Staatsmacht ergreifen und behalten will, der muss eine strake Armee haben. Manche Leute bezeichnen uns höhnisch als Anhänger der „Theorie von der Allmacht des Krieges“; jawohl, wir sind Anhänger der Theorie von der Allmacht des revolutionären Krieges, und das ist nicht schlecht, sondern gut, das ist marxistisch. Die Gewehre der Kommunistischen Partei Russlands haben den Sozialismus geschaffen. Wir wollen eine demokratische Revolution schaffen. Die Erfahrungen des Klassenkampfes im Zeitalter des Imperialismus lehren uns: Die Arbeiterklasse und die übrigen werktätigen Massen können nur mit der Macht der Gewehre die bewaffnete Bourgeoisie und Grundherren besiegen; in diesem Sinne können wir sagen, dass die ganze Welt nur mit Hilfe der Gewehre umgestaltet werden kann.“ Mao Tsetung, Probleme des Krieges und der Strategie (1938)

Die Notwendigkeit sich über die allgemeingültige Lehre des Vorsitzenden Mao Tsetung über den Volkskrieg klar zu werden, zeigt u.a. auch die „Kritik“ der Freien Deutschen Jugend (FDJ) an dieser universellen Lehre, die in bester DKP-Manier über den Maoismus und den Volkskrieg her zieht. In ihrem Flugblatt zur LLL-Demonstration mit dem Titel „Jeder Schritt wirklicher Bewegung ist wichtiger als ein Dutzend Programme – doch ohne Programm kein Sieg! Für die Vereinigung der revolutionären Jugend!“ schreiben die Genossinnen und Genossen von der  FDJ u.a.: „Die Vereinigung der revolutionären Jugend jedenfalls muss das Gegenteil von kleinbürgerlichem Individualismus sein. Freilich kann sie als Antwort den „revolutionären Volkskrieg“ kredenzen, aber die Klassenstruktur des vorrevolutionären Chinas, in dem die Arbeiterklasse ein sattes Prozent der Bevölkerung ausmachte, auf die hochindustrialisierte BRD umzumünzen, macht aus Äpfeln Birnen, aber keine revolutionäre Vorhut der Arbeiterklasse.“ (Hier geht es zum gesamten FDJ-Flugblatt).

So geht die FDJ – scheinbar elegant – gegen die Militärtheorie des Proletariats, denn nichts anderes ist der Volkskrieg, der vor allem vom Vorsitzenden Mao Tsetung geschaffen und für alle Länder konzipiert wurde, zu Felde. In Wirklichkeit zeigt es lediglich den Ökonomismus der FDJ, die würdig in die Fußstapfen der kautskyanischen „Theorie der Produktivkräfte“ tritt.

Demgegenüber sei ein Blick in den kleinen Band VORSITZENDER MAO TSETUNG ÜBER DEN VOLKSKRIEG empfohlen, (Verlag für fremdsprachige Literatur, Peking, 1968) der von den chinesischen Genossen veröffentlicht wurde. Hier kann z.B. auf Seite 54 und 55 gelesen werden: „Die Theorie des Vorsitzenden Mao über den Volkskrieg ist ein wichtiger Bestandteil der Ideen Mao Tsetungs, des Marxismus-Leninismus unserer Zeit. Die Ideen Mao Tsetungs sind in der gegenwärtigen Epoche der Wegweiser aller unterdrückten Volksmassen und Nationen in ihrem Befreiungskampf. Das Wichtigste ist, sich mit der Theorie des Genossen Mao Tsetungs über den Volkskrieg zu wappnen und mit dem Gewehr den alten Staatsapparat zu zerschlagen, den Imperialismus und seine Lakaien zu stürzen und die ganze Welt umzugestalten. Nachdem das Proletariat die Staatsmacht erobert hat, und während der gesamten historischen Periode des Sozialismus, bestehen immer noch Kämpfe zwischen dem Proletariat, das seine Diktatur festigen, und der Bourgeoisie, die diese Diktatur stürzen will. Um die Diktatur des Proletariats zu stürzen, versucht die Bourgeoisie immer mit allen Kräften, durch ihre Vertreter in der Kommunistischen Partei die Gewehre an sich zu reißen. In der Sowjetunion usurpierte die Chruschtschowsche Revisionistenclique die Armeeführung und inszenierte einen konterrevolutionären Staatsstreich.“

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TUNESIEN: Fortschritt auf dem Weg zur neudemokratischen Revolution

Im Folgenden gebe ich einen englischen Artikel wieder, der in englischer Sprache auf http://www.newepoch.media erschienen ist (Link):

Wie wir schon in einem Artikel vom 11. Januar informiert haben (Link), gibt es andauernde Massenproteste in Tunesien, die dazu geführt haben, dass mindestens 850 Menschen inhaftiert worden sind und ein Demonstrant getötet wurde. Seit dem Ausbruch des arabischen Frühlings vor sieben Jahren gab es nicht einen stillen Moment in dem Land und es kam zu regelmäßiger Unruhe. Während einige darüber enttäuscht sind, dass sich nichts geändert hat seit dem Sturz des Diktators Ben Ali, müssen wir die großen Fortschritte auf dem Weg zur neudemokratischen Revolution (dem Typ der Revolution, der unterdrückte Länder vom Imperialismus befreit) in diesem Land seitdem sehen.

Der arabische Frühling war ein spontaner Massenaufstand, der in Tunesien begann und auf einige andere arabische Länder übergriff. Er drückt klar die Notwendigkeit für eine neudemokratische Revolution in jedem dieser Länder aus und einer Kommunistischen Partei, die auf dem Boden des Maoismus steht und diese führt.

In Tunesien gibt es maoistische Organisationen, die den Prozess der Konstitution einer Kommunistischen Partei in ihrem Land unterstützen.

https://ncp-tunisia.blogspot.co.at/search?updated-max=2017-10-04T16%3A18%3A00-07%3A00&max-results=6#PageNo=18

https://www.facebook.com/Otc-782995081820005/

Was jeder Arbeiter über Streiks wissen sollte

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Was jede Arbeiterin und jeder Arbeiter über die Waffe des Streiks wissen sollte, enthält W.I. Lenins Schrift „ÜBER STREIKS“ aus dem Jahre 1899 (in: Lenin-Werke, Band 4, S. 305-315). Erstaunlich aktuell erscheinen die Lehren Lenins über den Streik als Kampfmittel des Proletariats in Zeiten der zur Zeit laufenden Tarifbewegung der gelben Gewerkschaftsführung der IG Metall, die den Streik der Metallarbeiterinnen und –Arbeiter fürchtet, wie der Teufel das Weihwasser.

Weiterhin sehenswert ist darüber hinaus Sergei Eisensteins Stummfilm „STREIK“ von 1924 (Link zum Stummfilm mit englischen Untertiteln). Über diesen Film schreibt der Regisseur Eisenstein selbst: „ Das „Filmauge“ ist nicht nur das Symbol des Sehvermögens, sondern auch das Symbol der Betrachtung. Was wir aber brauchen, ist nicht die Betrachtung, sondern das Handeln. Wir brauchen kein „Filmauge“, sondern eine „Filmfaust“. Der sowjetische Film muss auf die Schädel trommeln! Nicht „durch das vereinte Sehvermögen von Millionen Augen werden wir gegen die Welt der Bourgeoisie kämpfen“ (Wertow), denn dann würde man uns ganz energisch Millionen Veilchen unter diese Millionen Augen setzen! Mit der Filmfaust auf die Schädel einhämmern, so lange dreinschlagen bis zum endgültigen Sieg, und jetzt, angesichts der Gefahr des Einflusses von „Haus und Herd“ und des Kleinbürgertums auf die Revolution, dreinschlagen wie nie zuvor! Freie Bahn für die Filmfaust!“ (aus: Sergei Eisenstein, Über mich und meine Filme, Berlin/DDR, 1975 S. 57-58).

WI Lenin

W.I. Lenin:

ÜBER STREIKS

Arbeiterstreiks sind in Rußland in den letzten Jahren außerordentlich häufig geworden. Es gibt kein einziges industrielles Gouvernement mehr, wo nicht mehrere Streiks stattgefunden hätten. Und in den Großstädten hören die Streiks überhaupt nicht mehr auf. Es ist deshalb begreiflich, daß sich sowohl die klassenbewußten Arbeiter als auch die Sozialisten immer häufiger mit der Frage beschäftigen, welche Bedeutung haben die Streiks, welches sind die Methoden zur Führung von Streiks, und welche Aufgaben haben die Sozialisten bei der Teilnahme an Streiks.

Wir wollen versuchen, einige unserer Erwägungen zu diesen Fragen darzulegen. Im ersten Artikel wollen wir über die Bedeutung der Streiks in der Arbeiterbewegung überhaupt sprechen; im zweiten Artikel über die russischen Antistreikgesetze, im dritten über die Frage, wie die Streiks in Rußland geführt wurden und geführt werden und welche Stellung die klassenbewußten Arbeiter zu ihnen einnehmen müssen.

I

Vor allem ist die Frage aufzuwerfen, wodurch sich der Ausbruch und die Ausbreitung der Streiks erklärt. Jeder, der sich all die Streiks, die ihm aus persönlicher Erfahrung, aus Berichten anderer oder aus Zeitungen bekannt sind, in die Erinnerung zurückruft, wird sofort erkennen, daß Streiks dort ausbrechen und sich ausbreiten, wo große Fabriken entstehen und sich ausbreiten. Unter den größeren Fabriken, die mehrere Hunderte (zuweilen auch Tausende) von Arbeitern beschäftigen, wird sich kaum eine finden, in der es noch keine Arbeiterstreiks gegeben hätte. Als es in Rußland wenig große Fabriken und Werke gab, gab es auch wenig Streiks, seitdem aber die großen Fabriken sowohl in den alten Fabrikorten als auch in den neuen Fabrikstädten und Ortschaften rasch wachsen — seitdem werden die Streiks immer häufiger.

Wie kommt es, daß fabrikmäßige Großproduktion stets zu Streiks führt? Dies kommt daher, daß der Kapitalismus notwendigerweise zum Kampf der Arbeiter gegen die Unternehmer führt, und wenn die Produktion zur Großproduktion wird, so wird dieser Kampf notwendigerweise zum Streikkampf.

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Antiimperialistischer Protest auf der Rosa Luxemburg Konferenz

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Am letzten Samstag fand die alljährliche Rosa-Luxemburg-Konferenz der selbsternannten „marxistischen Tageszeitung“ junge Welt in Berlin statt. Dabei mussten sich iranische Marxist/innen das Podium für ihre antiimperialistische Solidarität mit den Kämpfen der Arbeiter, Bauern und des Kleinbürgertums im Iran gegen das dortige islamische Regime selbst nehmen. Mehr dazu und ein Livevideo findet sich auf Facebook-Auftritt der anarcho-trotzkistischen Zeitschrift „Klasse gegen Klasse“ Wer waren die Iraner/innen die die Bühne der Rosa-Luxemburg-Konferenz besetzten?

Im folgenden wird der entsprechende Artikel von „Klasse gegen Klasse“ wiedergegeben:

Heute besetzten iranische Marxist*innen die Bühne der Rosa-Luxemburg-Konferenz, um auf die Situation im Iran aufmerksam zu machen. Sei wollten einerseits Positionen in der deutschen Linken kritisieren, die pro-imperialistische und zionistische Regime-change-Gruppen unterstützen; andererseits kritisierten sie Strömungen, die sich hinter die islamische Diktatur stellen. Wir veröffentlichen hier den deutschsprachigen Redebeitrag gehalten von Mina Khani und Narges Nassimi, der von den Organisator*innen der Konferenz verhindert wurde, indem sie über die Lautsprecher die Internationale anstimmten, um den iranischen Marxist*innen das Wort zu nehmen.

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