Es lebe, am 45. Jahrestag seiner Ermordung, Ibrahim Kaypakkaya!

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Ibrahim Kaypakkaya (1949-1973)

Gerne veröffentliche ich eine gemeinsame Erklärung zum 45. Jahrestag der Ermordung von Ibrahim Kaypakkaya, die zuerst auf http://www.demvolkedienen.org (Quelle) erschienen ist:

Gemeinsame Erklärung

Es lebe, am 45. Jahrestag seiner Ermordung, Ibrahim Kaypakkaya!

Wir befinden uns im 45. Jahrestag der Ermordung des Vertreters des internationalen Proletariats der Türkei, den Gründer und Theoretiker der TKP/ML (Kommunistische Partei der Türkei/ Marxistisch Leninistisch) und seinen Anführer, Ibrahim Kaypakkaya.

Genosse Ibrahim Kaypakkaya war gerade mal 24 Jahre alt, als er am 18. Mai 1973 durch Folgen schwerster Folterungen seitens des faschistischen türkischen Staates ermordert wurde. Kaypakkaya gründete im Alter von 23 Jahren die TKP/ML (Kommunistische Partei der Türkei/ Marxistisch Leninistisch).

Ibrahim Kaypakkaya hat es geschafft, der permanente Anführer der kommunistischen Ideen und der richtigen revolutionären Linie in der Türkei zu werden.

Er ist einer der besten Schüler der Großen Proletarischen Kulturrevolution. Er hat seine eigenen Ideen und die TKP / ML, die er gegründet hat,  als Produkt der Großen Proletarischen Kulturrevolution bewertet. Als die Marxistisch-Leninistischen Ideen auf globaler Ebene aktiv waren, der Kampf für die Revolution und den Sozialismus in den 1960er und 1970er Jahren sich entwickelten, hat auch in der Türkei der Klassenkampf  erhebliche Fortschritte gemacht. Vor allem hat unter den Bedingungen der 68er Bewegung, die die ganzen Welt rundum erfasste, sich auch in der Türkei eine anti-faschistische und anti-imperialistische Revolutionswelle innerhalb der StudentInnen gebildet. Diese Bewegung hat in diesem Jahr ihr 50. Jahrestag erreicht. Aus diesem Anlaß begrüßen wir diese Bewegung, die die Welt erschütterte und den Imperialismus und den herrschenden Mächten große Angst einjagte.

Diese Bewegung wurde vom Marxismus-Leninismus beeinflusst und hat sich an die revolutionäre Welle angepasst, die sich in der Welt mit der Idee der Revolution und der Behauptung der Revolution entwickelte. Gleichzeitig war diese Periode ein Prozess, in der das sozialistische Lager zwischen Revisionismus und den marxistisch-leninistischen Grundlagen trennte. Auf der einen Seite waren der vietnamesische Widerstand, die 68er Jugendbewegung und eine Reihe nationaler-sozialer Befreiungskämpfe, die in beschleunigtem Tempo auf den Imperialismus und die reaktionären Herrschaftssysteme gerichtet waren, während auf der anderen Seite unter der Führung Mao Zedong`s ein entschiedener Kampf der KommunistInnen gegen den sowjetischen Revisionismus und der sich in China entwickelnden kapitalistischen Passagierrevisionisten geführt wurde. Im besonderen hat die Große Proletarische Kulturrevolution, die in China gegen die Bourgeoisie ins Leben gerufen wurde, der Entwicklung dieser großen revolutionären Welle enormen Mut, Kraft und Enthusiasmus verliehen. Während die revolutionären Prozesse und Bedürfnisse auf der einen Seite fortgeführt und diskutiert wurden, so wurden in Begleitung eines tiefen und erschütternden ideologischen Kampfes, Debatten im Kontext der Probleme und Fragen im Sozialismus geführt.

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45 Jahre Märtyrertum von Ibrahim Kaypakkaya

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Am 18. Mai 2018 jährt sich das Märtyrertum des Genossen Ibrahim Kaypakkaya (1949-1973), des Gründers der Kommunistischen Partei der Türkei / Marxistisch Leninistisch (TKP/ML) und deren bewaffneten Arms der Arbeiter- und Bauernbefreiungsarmee der Türkei (TIKKO). Hierzu hat das Zentralkomitee der TKP/ML eine Erklärung abgegeben (die hier in türkischer Sprache zu lesen ist). Daneben gibt es noch ein bekanntes revolutionäres türkisches Lied über den Genossen Ibrahim „Ibrahim Yoldas“ (das hier als Video mit englischen Text angesehen werden kann).

US-Manöver gegen das demokratische Korea

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DVRK-Plakatkunst (Quelle): Den historischen Sieg beim Aufbau der Atomstreitkräfte zu einem Sprungbrett nehmen und die revolutionäre Generalaktion entfalten!

Am 16. Mai 2018 veröffentlichte die Koreanische Zentrale Nachrichtenagentur (KCNA) der Demokratischen Volksrepublik Korea (DVRK) eine Meldung über ein groß angelegtes Militärmanöver des US-Imperialismus und seiner Marionetten, der südkoreanischen Militaristen (Quelle):

Ab 11. Mai inszeniert die südkoreanische Behörde mit den USA in allen Gebieten Südkoreas das groß angelegte gemeinsame Luftkampfmanöver „2018 Max Thunder“, das auf den Erstschlag im Luftraum gegen uns und die Luftherrschaft abgezielt ist.

Für das diesmalige Manöver werden unter Leitung der Aggressionsarmee des US-Imperialisten in Südkorea und der südkoreanischen Luftwaffe mehr als 100 verschiedenartige Kampfflugzeuge einschließlich strategischer Nuklearbomber der US-Armee „B-52“ und der Stealth-Kampfflugzeuge „F-22 Raptor“ eingesetzt. Das Manöver soll bis 25. Mai stattfinden.

Nach inneren und äußeren öffentlichen Meinungen ist das aufeinander folgende größte Manöver die Widerspiegelung des unbeirrten Standpunktes der USA und Südkoreas, dass sie den „höchsten Druck“ auf uns und die „Sanktionen“ gegen uns weiterhin machen wollen.

Das diesmalige Manöver, das in allen Gebieten Südkoreas gelauert auf uns inszeniert wird, ist unverhohlene Herausforderung gegen die Panmunjom-Erklärung und absichtliche militärische Provokation, die gegen den Strom der sich gut entwickelnden Lage der Koreanischen Halbinsel schwimmt.

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Verdammte Völkermörder

Aufgrund der Ereignisse in Palästina spiegle ich einen Beitrag, der zuerst auf http://www.demvolkedienen.org (Quelle) erschienen ist. Zudem gibt es noch einen interessanten Beitrag zum gleichen Thema in türkischer Sprache, der vom Zentralkomitee der TKP/ML am 15. Mai 2018 veröffentlicht wurde (Link):

Zehntausende Demonstranten gingen gestern erneut in Gaza auf die Straßen und zu den Grenzzäunen. In einer zielgerichteten und kalkulierten Provokation, die nichts mit dem „Trottel Trump“, dafür aber umso mehr mit den Interessen des Yankee Imperialismus in Westasien zu tun hat, wurde gestern die neue US-Botschaft in Jerusalem eingeweiht, am 70. Jahrestag der Gründung Israels. In Demos dagegen ermordeten israelische Soldaten 59 Menschen und verletzen 2800.

When the sky turns dark

Erneut hat es in Gaza heftig geknallt und so wird es auch heute weitergehen. Mit dem Schritt die US-Botschaft nach Jerusalem zu legen und der zugehörigen Presseerklärung des Weißen Hauses, Jerusalem jetzt auch als Hauptstadt Israels anzuerkennen, hat der Yankee Imperialismus erneut den Hass der Völker der Welt auf sich geschürt. Jerusalem ist besetztes und umkämpftes Gebiet. Die Stadt wurde von Israel im 6-Tage-Krieg angegriffen, besetzt und 1980 annektiert. Eine Annexion, die so offensichtlich internationales Recht verstoßen hat, das kein anderes Land, wie sonst, Israel zur Seite gesprungen ist. Im Gegenteil: Im Wissen, dass es dann noch heftiger knallt, verabschiedeten einige Imperialisten UN-Resolutionen (z.B. dass es keine Botschaften in Jerusalem geben wird), andere distanzierten sich öffentlich.

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Drei Konzerte zum 200. Jubiläum der Geburt von Karl Marx

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Anlässlich des 200. Jubiläums der Geburt von Karl Marx veranstaltet der Revolutionäre Aufbau drei Konzerte. Hier tritt u.a. auch die chilenische Hip-Hop-Band „Bandera Roja“ (hier ihr neuester Track zu 200 Jahren Karl Marx) sowie verschiedene andere Künstlerinnen und Künstler auf. Die Termine und Veranstaltungsorte sind:

Freitag, 1. Juni 2018, Bremen (ab 17 Uhr, BdP-Haus Bremen, Am Hulsberg 136, 28205 Bremen), Weitere Infos

Freitag, 8. Juni 2018, Berlin (ab 17 Uhr, Dersim Kulturgemeinde Berlin, Am Waterloo-Ufer 5-7, 10961 Berlin), Weitere Infos

Freitag, 15. Juni 2018, Hamburg (ab 17 Uhr, Internationales Zentrum B5, Brigittenstraße 5, 20359 Hamburg), Weitere Infos

 

Tödlicher Mai – Leben und Ermordung von Ibrahim Kaypakkaya

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An diesem 18. Mai 2018 jährt sich die Ermordung von Ibrahim Kaypakkaya (Ibo) durch den faschistischen türkischen Staat zum 45. Mal. Deshalb dokumentiere ich hier einen Artikel über das Leben Ibrahim Kaypakkayas, der zuerst auf www.rotfrontkollektiv.wordpress.com veröffentlicht wurde (Link). Dieser Text stammt aus dem Jahr 2013 und wurde von dem ideologischen Magazin PARTİZAN erarbeitet:

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“Überall wo es Widerstände und Kämpfe gibt, lebt und kämpft Ibrahim Kaypakkaya weiter“ (1)

Im Kampf gegen die faschistische Diktatur in der Türkei wurde der Revolutionär und Kommunistische Führer Ibrahim Kaypakkaya, am 18 Mai 1973 vom faschistischen Militär im Militärgefängnis in Amed ermordet. Am 40. Jahrestag seiner Ermordung gedachten Zehntausende in der Türkei und in Europa dem jungen Kommunisten und Gründer der TKP/ML(2). Durch seine Analyse der sozioökonomischen Bedingungen in der Türkei auf der Grundlage des Marxismus-Leninismus-Maoismus (MLM) beeinflusste und beeinflusst er bis heute die Revolutionäre/Kommunistische Bewegung in der Türkei. Trotz seines jungen Alters kämpfte Ibrahim, mit aller Entschlossenheit und Disziplin gegen die faschistische Diktatur in der Türkei. Auch während der 90-tägigen Folter im Militärgefängnis gab er kein Geheimnis Preis und wurde so unmittelbar mit der ArbeiterInnen-BauerInnen und dem werktätigen Volk verbunden.

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Proletarier aller Länder vereinigt euch!

Als Nachtrag zum diesjährigen 1. Mai und den Ereignissen in Berlin, welche die rechten Liquidatoren der Bande, die sich Jugendwiderstand nennt, zu verantworten haben, spiegle ich hier einen Beitrag, der zuerst auf http://www.demvolkedienen.org erschienen ist (Quelle):

Wir haben den vorliegenden Text bekommen.  Durch die Rolle, die das Komitee Rote Fahne im Kampf um die Rekonstitution der KPD spielt, finden wir es notwendig, diesen Text zu publizieren. In dem Text werden sehr kräftige und ausdrucksvolle Stellungsnahmen gemacht, die wir als Autorenkollektiv von Dem Volke Dienen diskussionsbedürftig finden und möglicherweise gegen deutsches Recht verstößt, was wir natürlich nicht wollen.

Unsere Losung ist: Proletarier aller Länder vereinigt euch und unser Kampfschrei sagt: Die Rebellion ist gerechtfertigt! Tod dem Revisionismus!

An die internationale kommunistische Bewegung, an alle proletarischen Revolutionäre in der BRD, an alle Revolutionäre, an alle proletarischen Feministen, an alle Antiimperialisten.

Geschätzte Genossen, die Marxisten-Leninisten-Maoisten in der BRD begrüßen euch. Wir grüßen eure heldenhaften Kämpfe, eure unbeugsame Rebellion gegen den Imperialismus, die Reaktion und Revisionismus. Mit großer Freude haben wir beobachtet, wie dieser Erste Mai ein Ausdruck des Dranges zur Einheit, des Dranges zum Fortschritt, des Dranges zur radikalsten Umwälzung aller herrschenden Verhältnisse war. Die Aktionen, die an diesem Ersten Mai auf der ganzen Welt stattgefunden haben, zeigen, wie die Kommunisten immer stärker um die Einheit kämpfen. Auf Basis des Marxismus-Leninismus-Maoismus, hauptsächlich dem Maoismus, dem Kampf gegen Imperialismus und Reaktion und den Revisionismus und Opportunismus in allen seinen Formen, um der proletarischen Weltrevolution zu dienen. Innerhalb der imperialistischen Länder finden wir es besonders begrüßenswert, die heldenhaften Kämpfe der Massen der französischen proletarischen Jugend in Paris und anderen Teilen des Landes zu erinnern, was für uns eine große Inspiration ist. Wir wollen insbesondere unsere immense Freude und Stolz ausdrücken, ein Teil der großartigen und beispiellosen Kampagne für die 200 Jahre der Geburt von Karl Marx zu sein. Wir haben versucht, und es ist auch gelungen, diese Kampagne innerhalb der BRD zu entfalten. Es ist zum Ausdruck gekommen darin, dass zum ersten Mal in Jahrzehnten die Maoisten am Ersten Mai eine gemeinsame, einheitliche Aktion durchgeführt haben, mit einem gemeinsamen Plan und einem gemeinsamen Ziel. Nicht nur auf einer allgemeinen Basis, mit ein paar grundsätzlichen politischen Richtlinien, sondern auf der Basis einer hohen ideologischen, politischen und organisatorischen Einheit. Was seit sehr langer Zeit nicht auf diesem Boden gesehen wurde. So haben Genossen die Kampagne für die 200 Jahre Feier der Geburt von Karl Marx nach Jena, in den Osten getragen. Sie haben das gemacht mit einem Lachen, mit einem Bewusstsein des Sieges, des Optimismus. In diesem Osten, wo man immer wieder hört von den No-Go Areas der Faschos. Man immer davon hört, dass durch den Schaden des Revisionismus keine revolutionäre Politik gemacht werden kann. Dort sind junge proletarische Revolutionäre auf die Straße gegangen mit einem Lachen im Gesicht und mit Stolz haben sie die Kampagne für die 200 Jahre Karl Marx getragen. In Bremen, in der ärmsten Stadt der BRD ist ein massives Kontingent der Revolutionäre auf die Straße gegangen. Sie haben die Gewerkschaftsbonzen, die Gelben, die Sozialfaschisten, herausgefordert und bloßgestellt. Sie haben erklärt, ins Gesicht der Vertreter der „GdP“, während seiner Rede auf der Demo der gelben Gewerkschaften, ihn denunziert und der Welt die Wahrheit gesagt. „Deutsche Polizisten – Mörder und Faschisten“. Und das als Teil der Kampagne der 200 Jahre. In Hamburg haben die Genossen einmal wieder gezeigt, was es heisst, mit den Unterdrückten zu sein. Mit den Genossen der Parteien und Organisationen der Dritten Welt. Gegen die Aggression der Olaf Scholz-Jugend, dh. Gegen die angehenden Gewerkschaftsbonzen, haben sich die Internationalisten physisch durchgesetzt und haben trotz jedem Versuch des Revisionismus und Opportunismus, die Einheit der Antiimperialisten zu spalten, gemeinsam gestanden. Außerdem, was in diesem Moment auch kurz genannt werden muss, ist der Polizeistaat, der in diesen Tagen in den hamburger Arbeitervierteln durchgesetzt wurde, im gleichen Moment, als die Opportunisten zusammen mit Senatmitgliedern den sogenannten „Revolutionären 1. Mai“ durchgeführt haben, womit sie sich den „friedlichsten 1. Mai“ seit Jahren geleistet haben, wurden in hamburger Arbeitervierteln junge Arbeiter schikaniert und mit strafrechtlichen Folgen bedroht, aus dem einzigen Grund, dass sie angeblich an einem illegalen Aufzug teilgenommen haben und sich angeblich vermummt haben. Ihr „Verbrechen“, laut der deutschen Polizisten, war, dass sie Aktivitäten zum Ersten Mai in hamburger Arbeitervierteln durchgeführt haben. Auch in anderen Städten in der BRD wurden Aktionen durchgeführt. Vor allem im Osten und im Süden. Hier wurde der Aufruf zur Karl Marx Kampagne verbreitet und neue Kontakte geknüpft. Das sind alles gute Dinge. Sachen, die uns freuen. Sachen, die zeigen, wie trotz der Hexenjagd, wie trotz des Damoklesschwert, das über den bis jetzt 1400 vorgelegten Fälle der Kämpfe vom Juli letztes Jahr über vielen Genossen hängt, trotz der 3300 Fälle, die noch offen sind, zeigt, dass auf diesem Boden etwas neues wächst, das gleichzeitig etwas sehr altes ist. Irgendwie sind sie zurückgekommen, die Kommunisten. Sie sind wieder da. Das führt uns zu einem wichtigen Thema.
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VOLKSKRIEG – Der einzige Weg zu Befreiung

Im Folgenden dokumentiere ich hier einen wichtigen Artikel aus der Zeitschrift KLASSENSTANDPUNKT # 15 mit dem Titel Volkskrieg – Der einzige Weg zu Befreiung, der seit einiger Zeit im Internet kursiert (hier zum Download als PDF-Datei):

Volkskrieg – Der einzige Weg zu Befreiung

„Die Emanzipation des Proletariats wird

auch einen besonderen militärischen

Ausdruck haben, wird eine aparte, neue

Kriegsmethode erzeugen.“

– F. Engels

 

Das vorliegende Dokument ist ein Beitrag zur Debatte um die korrekte Militärlinie der zu rekonstituierenden Kommunistischen Partei Deutschlands. Zu Beginn werden wir den Text des Kommunistischen Aufbaus betrachten, der Anstoß dieser Debatte war. Anschließend werden wir, ausgehend von der Praxis und der Ideologie des internationalen Proletariats, einige Aspekte zur Frage der Militärlinie der Revolution in Deutschland grob umreißen.

 

Teil 1: Zur Kritik des Kommunistischen Aufbaus

 

Die Freunde vom Kommunistischen Aufbau haben anlässlich des 100. Jubiläums der Großen Sozialistischen Oktoberrevolution den Text „1917-2017: Einhundert Jahre revolutionäre Strategie“ mit dem Untertitel „Aufstand, Stadtguerilla, Volkskrieg – oder dialektische Weiterentwicklung?“ veröffentlicht. Da der Kommunistische Aufbau die „Aufgabe der KommunistInnen in Deutschland in unserer historischen Periode in diesem Land“ in der „Schaffung einer Kommunistischen Partei Leninschen Typs“ sieht, halten wir die inhaltliche Auseinandersetzung mit ihnen für einen wichtigen Beitrag im Prozess des Kampfes um die Rekonstitution der Kommunistischen Partei Deutschlands.

 

Die Rolle des Guerillakriegs im Volkskrieg

 

Das Kapitel zum Volkskrieg wird mit einem Zitat der Herausgeber der deutschsprachigen Übersetzung des Dokuments „Urban Perspectives der Communist Party of India (Maoist)“ eingeleitet. Das da lautet:

„Der langandauernde Volkskrieg besteht aus einer Analyse der Gesellschaft, aus einem revolutionärenProgramm und einer politisch-militärischen Strategie, die sich aus Guerillakrieg, Bewegungskrieg und Stellungskrieg zusammensetzt. Strategisches Ziel ist der Aufbau von Stützpunktgebieten, die sich in einem langandauernden Kampf immer weiter ausdehnen und schließlich die metropolitanen Zentren umzingeln.“

Der Marxismus-Leninismus-Maoismus wurde vom Vorsitzenden Gonzalo systematisiert. Das weiß man beim Kommunistischen Aufbau. Es ist unsere Verantwortung, den Marxismus-Leninismus-Maoismus, hauptsächlich Maoismus als einzige Wegleitung und Befehl der Internationalen Kommunistischen Bewegung auf dem Weg der proletarischen Weltrevolution durchzusetzen. Dass hier nicht-maoistische Schriften stellvertretend zitiert werden, zeigt, wie viel wir noch zu leisten haben. Trotzdem wäre es dem Kommunistischen Aufbau sicher möglich gewesen, eine entsprechende Passage auch in unseren Schriften zu finden. Doch obwohl selbst der Revolutionäre Aufbau Schweiz versteht, dass der Volkskrieg mehr ist als Guerillakrieg, sieht die Erläuterung des Kommunistischen Aufbaus wie folgt aus:

„Der von Mao Tse-Tung als Führer der KP Chinas entwickelte „langandauernde Volkskrieg“ stellt eine Revolutionstrategie dar. Er kann nicht, wie das einige bürgerliche Autoren tun, auf eine Strategie des Guerillakriegs verkürzt werden, auch wenn das Militärische beim Volkskrieg zentralen Raum einnimmt.

Er stützt sich militärisch auf den Guerillakrieg und arbeitet ihn in all seinen Aspekten umfassend aus.

Die Guerilla war keine Erfindung von Mao. Historisch gesehen sind Guerillakriege in Europa erstmals im Partisanenkrieg der Spanier gegen Napoléon Bonaparte Ende des 18. Jahrhunderts aufgetaucht. Das Neue und Originelle bei Mao ist also nicht die Erfindung der Guerilla, sondern das er diese Kampfform (praktisch und theoretisch) vollständig erfasst, sie entwickelt und so die Potenziale der Guerilla erst mals voll ausschöpft. Der Volkskrieg bei Mao basiert auf einer Landguerilla. Das strategische Ziel und eine der wesentlichen Neuerungen des Guerillakriegs im Volkskrieg besteht in den Stützpunktgebieten.“

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1. Mai Erklärung: Für die Rekonstitution der Kommunistischen Partei

Folgende Erklärung erschien als Sonderausgabe der „Roten Fahne“, des Organs der Komitees zur Gründung der (maoistischen) Kommunistischen Partei, Österreich, zum 1. Mai 2018. Diese Erklärung, die zuerst auf http://www.demvolkedienen.org (hier) erschienen ist, ist auch für Kommunistinnen und Kommunisten in der BRD sehr lehrreich. Ich möchte sie hier dokumentieren.

 

Proletarier aller Länder und unterdrückte Völker, vereinigt euch!
Die politische Macht kommt aus den Gewehrläufen!

FÜR DIE REKONSTITUTION DER KOMMUNISTISCHEN PARTEI!

„Arbeiter und Arbeiterinnen! Unsere Stunde ist gekommen! Unser Wille ist reif zur Tat! Wehe uns, wenn wir die Stunde ungenützt vorübergehen lassen! Wehe uns, wenn wir uns wieder auf lange Zeiten in die qualvollen Fesseln des Kapitalismus schmieden lassen! (…) Arbeiter! Genossen! Wir haben die Kommunistische Partei gegründet. (…) Sie will die Übernahme der heutigen Wirtschaft und der politischen Macht durch die Massen des arbeitenden Volkes!“ 
(Organisationskomitee der KPÖ, November 1918.)

…so schrieb es das als provisorische Führung der Partei eingerichtete Organisationskomitee der Kommunistischen Partei Österreichs (KPÖ) im ersten Flugblatt der Partei, herausgegeben am 8. November vor 100 Jahren. Die Gründung der Kommunistischen Partei war ein Produkt der Großen Sozialistischen Oktoberrevolution und der mächtigen Klassenkämpfe, die die Welt, Europa und auch Österreich damals erfassten. Auch wenn die frisch geborene KPÖ zu Beginn noch viele Fehler machte und einige Beschränkungen aufwies, so war es doch eine Heldentat von historischer Bedeutung, dass in diesen Novembertagen vor 100 Jahren die Initiative ergriffen wurde und, inspiriert von den Lehren der großen Führer des Weltproletariats Karl Marx, Friedrich Engels und V. I. Lenin, der Grundstein für die Schmiedung der Kommunistische Partei gelegt wurde. Denn trotz einzelner subjektiver Schwächen war klar: die Kommunistische Partei als revolutionäre Führung des Proletariats im Klassenkampf ist es, was von der Arbeiterklasse und den Volksmassen dringend benötigt wird!

Sehen wir uns das heutige Panorama in der Welt an, so sehen wir klar und deutlich, dass sich die Grundwidersprüche auf Basis der allgemeinen Krise des Imperialismus international immer weiter verschärfen. Der Widerspruch von unterdrückten Völkern und Nationen zum Imperialismus gewinnt zunehmend an Schärfe und drückt sich in immer neuen Massenerhebungen aus, die den Imperialismus in Asien, Afrika und Lateinamerika erschüttern. Das internationale Proletariat kämpft auf der ganzen Welt gegen massive Angriffe der imperialistischen Bourgeoisie und ihrer Stellvertreter. Diese Angriffe unternimmt die Bourgeoisie im Versuch, in der allgemeinen Krise des Imperialismus die Ausbeutung zu vertiefen und die zunehmenden Rebellionen und kämpfenden Massenbewegungen mit immer weiterer Unterdrückung und Repression, bis hin zum offenen Terror, zu konfrontieren. Die sich unter diesen Voraussetzungen abspielenden Klassenkämpfe, gewinnen an Schärfe und entwickeln eine zusätzliche Dynamik durch die Widersprüche zwischen den Imperialisten selbst, Widersprüche die von der Bourgeoisie unbarmherzig auf dem Rücken der Massen ausgetragen werden und für diese wiederum nur weiteres Elend bedeuten. So tritt die unmittelbare Gefahr eines imperialistischen Weltkrieges heute immer deutlicher hervor und kristallisiert sich derzeit in der Region des sogenannten „Nahen Ostens“, wo uns nicht zuletzt die Lage in Syrien, im Irak und in Libyen eindringliche Beispiele dafür geben, dass der Imperialismus Reaktion auf ganzer Linie ist. Wieder finden wir hier Bestätigung für die feste Überzeugung der Marxisten-Leninisten-Maoisten und aller wahrhaften Antiimperialisten, dass die demokratische Revolution nur gegen die Imperialisten durchgeführt werden kann und nicht in einem, wenn auch nur „partiellen“ oder „zeitweiligen“, Bündnis mit ihnen.

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Es lebe der 200. Jahrestag der Geburt von Karl Marx!

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Im Folgenden spiegle ich einen Aufruf zum 200. Geburtstag von Karl Marx, der zuerst auf http://www.demvolkedienen.org (hier) erschienen ist:

Es lebe der 200. Jahrestag der Geburt von Karl Marx!

Am 5. Mai vor 200 Jahren wurden der Arbeiterklasse und allen Unterdrückten auf der ganzen Welt einer der größten Revolutionäre aller Zeiten geschenkt: Karl Marx wurde geboren. Er war derjenige, der allen Unterdrückten dieser Welt zum ersten Mal eine neue und mächtige Waffe gab: den Marxismus. Sein ganzes Leben widmete Marx dem Kampf gegen die alte Ordnung und dem Sturz der Bourgeoisie, um mit der Diktatur des Proletariats – der letzten Klasse der Geschichte – den Kommunismus zu erreichen.

Von Anfang an war Marx ein Verfechter der revolutionären Gewalt, zum Sturz der Herrschaft der Bourgeoisie und ihrem unterdrückerischen und ausbeuterischem System. Wie er es sagt: „Die Gewalt ist der Geburtshelfer jeder alten Gesellschaft, die mit einer neuen schwanger geht.“ Was ihn auch zu dem Schluss kommen ließ, dass sich die arbeitenden Klassen ihre Emanzipation auf dem Schlachtfeld erkämpfen müssen. Doch noch immer gibt es eine Menge Leute, die diese Wahrheiten verleugnen wollen und damit Marx und seine Lehre als ganzes angreifen. Doch Marx war nicht Bücherwurm, nicht Humanist, nicht bloßer Ökonom, sondern Revolutionär und Kämpfer bis zuletzt. Wer von denen die heute versuchen seine Leistungen zu schmälern und zu verfälschen haben tatsächlich die Härten durchlebt unter denen Marx seine revolutionäre Arbeit entfaltete? Verbannung, Zensur, ein Leben in erbitterter Armut im Exil, trotz alledem schwörte Marx niemals seinen Zielen und Prinzipien ab.

Und nur wer sein Leben lang nicht den Kampf gegen falsche Standpunkte und die Verfälschung des Marxismus erhoben hat kann ernsthaft leugnen, dass es sich dabei um einen erbitterten Kampf handelt. Um einen Kampf bei dem es für die Revolutionäre letztlich um ihre Existenz als Revolutionäre geht. Jenen die ihn schon zu Lebzeiten als bürgerlichen Wissenschaftler abstempeln wollten entgegnete er: „Was mich nun betrifft, so gebührt mir nicht das Verdienst, weder die Existenz der Klassen in der modernen Gesellschaft noch ihren Kampf unter sich entdeckt zu haben. Bürgerliche Geschichtsschreiber hatten längst vor mir die historische Entwicklung dieses Kampfes der Klassen und bürgerliche Ökonomen die ökonomische Anatomie derselben dargestellt. Was ich neu tat, war 1. nachzuweisen, daß die Existenz der Klassen bloß an bestimmte historische Entwicklungsphasen der Produktion gebunden ist; 2. daß der Klassenkampf notwendig zur Diktatur des Proletariats führt; 3. daß diese Diktatur selbst nur den Übergang zur Aufhebung aller Klassen und zu einer klassenlosen Gesellschaft bildet.“ (Marx: „Brief an Joseph Weydemeyer) So zerschlug er die bürgerlichen Lügen über seine Arbeit, die noch heute versucht werden gegen ihn zu wenden und den Marxismus abzustumpfen zu einer reinen geschichtlichen oder wirtschaftlichen „Besserwissertheorie“. Marxismus heißt die Anerkennung der Notwendigkeit Diktatur des Proletariats, ob es einem gefällt oder nicht.

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